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Samstag, 12. Juli 2014

Mahoniebeeren-Gelee

Ich hatte ja hier schon angekündigt, daß ich in diesem Jahr einmal Saft oder Gelee aus Mahoniebeeren machen möchte. Nun ist es vollbracht. Ich habe mich für Gelee entschieden und ich bin begeistert von diesem Ergebnis.

Mahonien wachsen hier bei uns wie Unkraut. Die Waldbesitzer haben ihre liebe Not, denn die Pflanzen wuchern innerhalb weniger Jahre alles zu, wenn man sie nicht in Schach hält oder rigoros entfernt und diese Büsche haben es auch bis in meinen Garten geschafft, vorzudringen. Es gibt nur einen Unterschied von mir zu den Waldbesitzern: Ich liebe die Mahonien. Im Frühjahr blühen sie ganz herrlich.



Jetzt, im Sommer, hängen sie voller samtblauer Beeren. Auch das sieht sehr hübsch aus.



Die Stadtbrigaden haben auch kaum Arbeit mit diesen Pflanzen, sie brauchen weder Wasser noch großartige Pflege und darum werden sie auch gerne in Rabatten gepflanzt.

Wenn man sie nicht überdimensional verzehrt, dann ist es eine Köstlichkeit. Wenn man es übertreibt, dann sind Durchfall und auch Erbrechen wohl die Folge. Es ist eben wie immer: Die Dosis machts!

Und weil ich im Sternbild Waage geboren wurde, wäge ich stets genau ab, ob es gut oder weniger gut ist, wenn ich das Eine oder Andere für unsere Ernährung nutze. Die Mahoniebeeren waren jetzt einfach mal dran, ausprobiert zu werden. Das Ergebnis: Ich war begeistert und habe schon ganz schön genascht während der Herstellung. Ich hatte davon Null Probleme in Bezug auf die Bekömmlichkeit.



Mit ein bisschen Fingerspitzengefühl ließen sie sich ganz gut pflücken, denn die harten Blätter haben kleine Stacheln. Die meiste Arbeit war das Abzupfen der Beeren von den grünen Stängelchen aber für mich sind solche stupiden Arbeiten immer wie Meditation, man kann einfach mal abschalten, was mir sonst nur schwer gelingt, weil es immer was zu tun oder zu bedenken gibt oder der Plan für die nächsten Arbeiten aufgestellt werden muß. Das Selbstversorgerleben ist eben nichts für Faulpelze.

Zum Probieren hat eine vorerst kleine Menge gereicht, denn ich wollte ja erstmal sehen, wie es funktioniert, ob es schmeckt und vorallem, wie es uns bekommt. Nun ja, Letzteres wissen wir noch nicht abschließend, weil der Gelee noch in den Gläsern ist aber ich habe mich natürlich vorher erkundigt und viel zu den Beeren gelesen. Das bisschen Gelee auf dem Frühstücksbrötchen kann man, denke ich,  bedenkenlos verzehren.

Und das sind die Zutaten für den Mahoniebeeren-Gelee:

400 gr. reife Beeren
400 ml. Wasser
250 gr. Gelierzucker 2:1 (oder je nachdem, wieviel Saft oder Beerenmasse herauskommt)
1 Pck. Vanillezucker
20 gr. Zitronensäure

Und so wird es gemacht:

Die reifen Beeren von den Stängeln abzupfen und waschen. Unreife Beeren aussortieren.
In einem Topf die samtblauen Beeren mit dem Wasser zum Kochen bringen und ca. 40 min. leicht köcheln lassen. Durch ein altes Geschirrtuch abseihen und ausdrücken. Den Sud mit Vanillezucker und Zitronensäure würzen und abkühlen lassen. Dann den Gelierzucker dazugeben, unter Rühren wieder zum Kochen bringen und 4 Minuten köcheln lassen. In saubere, heiß gespülte Gläser geben, Gläserränder nochmals mit einem sauberen, heißen Lappen abwischen, heiß gespülte Twist Off Deckel drauf und auskühlen lassen. Etikett mit dem Namen und dem Datum versehen, damit man später auch weiß, was drin ist.

Wie immer gilt:

Die Gläser und Deckel nicht mit Spülmittel reinigen, nur mit sehr heißem Wasser. Damit die Gläser beim Einfüllen nicht zerspringen, unter dem Glas ein feuchtes, warmes Tuch legen. Die fertig gefüllten und verschlossenen Gläser auf Holzbrettchen oder dem Gitterrost des Backofens stellen und bis zum völligen Auskühlen nicht bewegen. Das Auf den Kopf stellen der Gläser ist nicht notwendig.

Und wenn unser jetziges Glas rote Johannsibeerkonfitüre aufgebraucht ist, dann werden wir diesen köstlichen Gelee aus Mahoniebeeren zum Frühstück essen. Ich freu mich schon drauf. Geschmacklich erinnert er an schwarze Holunderbeeren, leicht herb aber sehr lecker und die Früchte haben sehr viel Vitamin C. Und das ist immer gut. Die Beeren haben mich nichts gekostet, ich mußte sie weder gießen noch sonst irgendwie pflegen und hegen.

Mahoniebeeren.  Einfach mal was Anderes. Gesund und lecker. Was will man mehr? Guten Appetit!



Nachtrag 25.07.2014: Wir haben jetzt seit einer Woche den Mahonien-Gelee auf unseren Frühstücksbrötchen und ich kann nun bestätigen, daß wir keinerlei Probleme mit der Bekömmlichkeit des Gelee´s haben. Sogar mein Mann, der mit dem Magen und der Verdauung doch recht empfindlich ist, hat Null Probleme nach dem Verzehr von Mahonien-Gelee.
Fazit: Ich weiß ja nicht, wo die Latte für überhöhten Verbrauch angesetzt wird, der ja wohl zu Verdauungsproblemen führen soll. Beim Bedarf für das Frühstücksbrötchen kann diese Latte definitiv nicht angesetzt sein und wir langen bei Gelee oder Marmelade doch recht kräftig zu.
Der Mahonien-Gelee ist soooo gigantisch lecker, daß ich mich schon geärgert habe, daß ich nicht doch noch mehr gemacht habe. Im nächsten Jahr hat dieser Gelee absolute Priorität, versprochen!
Liebe Grüße
Eure Petra K.

Kommentare:

  1. Toll, danke für die Anregung! Normalerweise kenne ich mich ganz gut aus mit den essbaren Beeren und Wildkräutern, aber dass man diese Beeren essen kann, darauf wäre ich nicht gekommen. (-; Hast du noch mehr Verwendungsmöglichkeiten auf Lager?

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    1. Schön, daß ich Dir eine Anregung geben konnte. Und inzwischen verarbeite ich die Mahonien in Größenordnungen. Der Mahoniensaft ist aller erste Sahne. Da muß ich inzwischen schon unseren ganzen Bekanntenkreis damit versorgen, der ist soooo köstlich. Schau mal hier rein:
      http://auf-dem-weg-in-die-freiheit.blogspot.de/2015/08/mahoniensaft-selbst-gemacht.html

      LG Petra K.

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