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Freitag, 24. Juli 2015

Lavendelöl hausgemacht

Lavendel - das ist der Gedanke an Urlaub in der Provence, das ist Ruhe, Ausgeglichenheit, Sommersonnenuntergänge. Er schafft einfach gute Gedanken und ein harmonisches Gefühl von einer intakten Welt. All das, was man in unseren jetzigen Zeiten nur allzusehr vermißt.

Will man sich all diese schönen Gefühle und Gemütszustände anheim holen, muß man entweder tief in die Tasche greifen, wenn man gute Qualität haben will oder man kauft sich billigen Ersatz, der synthetisch hergestellt wird und von echtem Lavendel nicht mal träumen durfte.

Auf die Billigvariante verzichte ich gern, die teure Variante kann ich mir nicht leisten. Aber der Lavendel wächst bei mir im Garten. Die Büsche sind in diesem Jahr so groß und wuchtig und so überaus blühfreudig, daß sie regelrecht auf die Erde gedrückt werden, so schwer sind die Blüten.

Da muß man doch was draus machen können, ist da mein erster Gedanke. Im letzten Jahr habe ich auch schon große Mengen an Lavendel geerntet, ich hab jetzt noch einiges davon. Ich habe aber den Bienen, Schmetterlingen und Hummeln zuliebe erst geerntet, als die Blüten verblüht waren, sozusagen hab ich nur die Samen geerntet und die sind bei mir täglich mit in den Tee gewandert. Anfänglich hat man das schon ganz schön rausgeschmeckt aber inzwischen hat das Aroma doch etwas nachgelassen. Trotzdem finde ich, daß der Lavendel seine beruhigende Wirkung nach wie vor zeigt, ich fühle mich immer recht ausgeglichen, wenn ich morgens meinen Frühstückstee mit Lavendel getrunken habe. Bei all dem Streß und dem Ärger, den man hier tagein tagaus so erlebt, ist das fast schon überlebenswichtig. Zumindest für mich.

In diesem Jahr hab ich dem fröhlichen Sumsen ein paar Lavendelblüten gemopst. Ich möchte mal Lavendelöl selber herstellen. Eigentlich wird das ja durch Destillation gewonnen. Nun ja, eine Destille hab ich freilich nicht, bin ja kein Schnapsbrenner. Bei mir muß das anders gehen.

Ich hab die Lavendelblüten in ein kleines Glas gesteckt und mit Olivenöl aufgegossen. Nun steht es seit ein paar Tagen am Fenster und wird täglich geschüttelt. Circa drei Wochen muß es nun stehen und geschüttelt werden. Dann will ich mal probieren, ob es auch so seine beruhigende Wirkung entfaltet oder der Haut einen guten Dienst erweist. Ich denke, schaden kann es nicht und ich hab ja genug Lavendel im Garten. Vielleicht mach ich mir da mal ein Ölbad, soll ja die volle Breitseite für eine gesunde und zarte Haut verschaffen. Was tut man nicht alles, wenn man schön sein will...

Lavendelöl hausgemacht

Hier gibt es noch mehr Informationen zu Lavendelöl:

http://www.docjones.de/wirkstoffe/lavendel/lavendeloel

Ein Tipp: Lavendel-Limonade:
http://fliederbeerkind.blogspot.de/2013/07/lavendel-limonade-ein-traumhaftes.html?gclid=CjwKEAjwxMetBRDJx6Sz2p7DsQ0SJADJHAqNxQaAeCgF8hbsYfw4OWXLTMQnMQ4ueUApe7kmbwataRoCGw_w_wcB



Also bis bald
Eure Petra K.

In der Ruhe liegt die Kraft
(Verfasser unbekannt)

Nachtrag 28.07.2015:
Heute hat mich eine liebe Freundin angerufen und mir dabei erzählt, daß sie vom Lavendel auch die Stiele mit nutzt. Sie stellt sich nach der Ernte einen schönen großen, getrockneten Strauß Lavendel ins Bad. Wenn sie sich ein erholsames Fußbad gönnen will, bricht sie sich einige Stückchen Lavendelstiele ab und übergießt sie mit heißem (also fußwarmen) Wasser. Es tut gut, es riecht gut, Welt wieder in Ordnung, so der Tenor und das glaub ich ihr gerne.
Ich hatte bisher die Stiele immer auf den Kompost geworfen, nun hab ich dank ihres Tipps auch dafür noch eine Verwendung.
Vielleicht kann man ja auch Lavendelwasser mit Stielen ansetzen und das Wasser in eine Duftschale geben, Teelicht drunter und das als Raumduft nutzen. Könnte ich mir auch ganz gut vorstellen.
Da sieht man wieder mal, wie gut es ist, Freunde zu haben und diese den Lavendel genauso lieben, wie ich. Danke, daß es Dich gibt, liebe Silvia.



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