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Freitag, 8. Mai 2015

Giersch-Gemüse mit Kartoffeln und Spiegelei

Zu welcher Fraktion gehören Sie? Zu denen, die den Giersch mit aller Macht bekämpfen oder zu denen, die den Giersch als eines der wertvollsten und gesündesten Wildkräuter lieben gelernt haben?

Ich gehöre natürlich zur zweiten Fraktion, ist ja klar. Ich hab ihn nicht im Garten, sondern muß in den naheliegenden Wald gehen, um ihn zu sammeln. Somit wuchert er auch nichts im Garten zu. Ich kann ja bis zu einem gewissen Grad auch die konventionellen Gärtner verstehen, die lieber einen 5-Centimeter-Rasen lieben, als wenn da Giersch wächst. Wenn sie dann aber zum Doktor rennen, weil sie ständig irgendwelche Zipperlein haben, dann wünschte ich mir, sie würden den Wert von Giersch & Co. endlich verinnerlichen und ihre Ernährung umstellen.

Mein Motto: Es gibt keine Krankheiten, es gibt nur falsche Ernährung!

Und weil ich mein Möglichstes tun möchte, um die Menschen zu dieser Einsicht zu bringen, gibt es diesen Blog. Die Einen interessiert es, die Anderen nicht. So ist das Leben. Und selbst, wenn es niemanden interessieren würde, könnte ich am Ende meines Lebens sagen: "Ich habe es versucht".

Apropos Versuch. Gestern habe ich wiedermal etwas herumexperimentiert. Natürlich mit Giersch. Wir hatten gestern Mittag Gierschgemüse, dazu Kartoffeln und Spiegelei. Ich wollte doch mal sehen, wie der Giersch als Gemüse schmeckt. Da wir ja in diesem Jahr im Garten kein Wasser aus der Leitung haben, kann ich keinen Spinat o.ä. anbauen. Was soll´s. Es gibt eine höhere Macht, die sich ihr Urteil über das Verhalten unseres Vermieters bilden wird, das muß ich nicht tun. Vielleicht ist es ja wieder für irgendwas gut und vielleicht soll ich ja genau aus diesem Grund lernen, mit Wildkräutern zu kochen, weil mir genau das noch fehlt. Wer weiß...

Also gab´s gestern Gierschgemüse bei uns. Ich hatte ein großes Körbchen voll, ca. eine Stunde war ich unterwegs, natürlich wurden nur die jungen Gierschblätter gepflückt, deshalb hat es etwas länger gedauert. Nun dachte ich, die Menge wird reichen, um zwei Tage davon zu essen. Nix da, das Zeug ist so zusammengeschnappt, daß wir es in einem Ritt aufgefuttert haben. Und es hat gut geschmeckt!

Der Giersch wurde nach dem Sammeln in der Badewanne gewaschen. In einem Topf etwas Fett und Speck auslassen, Zwiebelwürfelchen darin anschwitzen und rein mit den ganzen Gierschblättern. Mit Salz, Pfeffer, Selleriekraut, Liebstöckel, Bohnenkraut, Oregano, etwas Chillipulver und auch ein bisschen Rosmarin gewürzt und etwa 15 - 20 Minuten in Brühe köcheln lassen.

Der erste Bissen war etwas ungewöhnlich, kann auch nicht beschreiben, wie ich das erklären müßte, eben einfach ungewöhnlich. Doch dann konnte man es kaum von Spinat unterscheiden. War echt gut. Ich werde beim nächsten Mal vielleicht nur Blätter und keine langen Stiele pflücken, denn die brauchen beim Köcheln länger als die Blätter.

Fazit: Gierschgemüse schmeckt und gesund ist es sowieso.

 
Gierschgemüse mit Salzkartoffeln und Spiegelei

Lecker!
Also bis bald
Eure Petra K.
Fortschritt ist, wenn das Gemüse wieder wie zu Großmutters Zeiten nach Gemüse schmeckt
(Walter Ludin (*1945), Schweizer Journalist, Redakteur, Aphoristiker und Buchautor, Mitglied des franziskanischen Ordens der Kapuziner)



Kommentare:

  1. Liebe Petra,
    wieder was gelernt, von dem Gemüse hatte ich noch nie was gehört. Aber das liegt wohl daran das ich Stadtmensch bin.
    Vielen Dank für den Post
    Liebe Grüße
    Petra

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  2. Hallo Petra,
    ich mag auch den Giersch! Wenn ich den pflücke und ein Blättchen "roh" vor den Augen anderer Gartenbesitzer esse, werde ich ganz erstaunt angeschaut ;o) Gerne nehme ich den Giersch auch für Wildkräuter-Salz, dieses Kräutersalz ist so lecker!

    Viele Grüsse Bea

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  3. Wir haben hier genügend Giersch am Grundstück, den wir auch gerne nutzen. Zu deiner Wasserproblematik: Als wir mal vor Jahren einen Pachtgarten hatten, haben wir das Wasserproblem zumindest etwas lösen können. mein Mann hatte aus alten Platten und Holz einen schrägen Unterstand gebaut und darunter eine Dachrinne montiert. Darunter noch 2 große Fässer ( bekommt man immer mal wieder geschenkt) . Vielleicht wäre das ja eine Möglichkeit für euch? Lg Ursel

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    1. Ja, liebe Ursel, so einen Unterstand haben wir auch. Wenn wir aber jeden Tag gießen müssen, brauchen wir täglich ca. 300 bis 400 Liter. Das gibt der Unterstand nicht her, da wir hier regelrecht in einem "Wüstengebiet" leben. Na, wir werden sehen, wie das weiter geht. Aber solange wir noch den Giersch in der Nähe haben, werden wir auf jeden Fall nicht verhungern.

      LG Petra K.

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  4. ich liebe den Giersch auch! war aber nicht immer so. :) mittlerweile liebe ich in roh oder im Smoothie mehr! Im übrigen, bei welcher Körpertemperatur stirbt Leben? Ja wohl bei 42 Grad.... das ist bei Pflanzen nicht anders! Also... lieber öfters mal frisch essen.... statt tot zu kochen. :) Kannst auch Pesto drauß machen... usw... :)

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