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Mittwoch, 27. Juli 2016

Molke-Essig selbst gemacht

Da hab ich doch vor etwas längerer Zeit mal den Tipp bekommen, daß es auch Milchessig gibt. Völliges Neuland für mich und ich gebe zu, daß ich selbst nach intensiver Recherche nicht so recht fündig geworden bin, wie das funktionieren soll. Ich konnte mir nur zurecht reimen, daß es möglicherweise Molke sein könnte, die man zu Essig vergärt.

Na, das ist doch ein Experiment wert. Mehr als schief gehen kann es nicht, so meine Devise. Apfelessig hab ich ja auch schon gemacht. Warum sollte das also nicht auch mit Molke etwas werden? Gesagt, getan! Molke in ein Gefäß gegeben, Geschirrtuch drüber, Gummiband drumrum, jeden Tag rühren. Jetzt, nach 3 Wochen, hab ich abgefüllt. Also wenn das kein hervorragender Essig ist, dann weiß ich nicht, was die Steigerungsform sein soll. Der ist megalecker. Nicht so beißig, wie so manch gekaufter Essig. Und es wundert mich da auch nicht, wenn früher die Leute diesen Essig mit Wasser gemischt und auf Reisen oder in Feldzügen mitgenommen haben, weil sie nicht immer sauberes Trinkwasser hatten. Soll wohl sehr erfrischend sein und bei Schweizern oder Franzosen bis heute eine Spezialität.

Mein Essig muß jetzt noch einige Wochen in der Flasche reifen aber schon jetzt hätte ich ihn auch so schon verwenden können. Aber Essigherstellung ist eben eine Geduldsprobe, vielleicht lerne ich ja dabei auch noch, Geduld aufzubringen. Dem Essig sei Dank.

Wie meine Informantin meinte, kann man diesen Essig gut für Tomatensalat oder Bohnensalat nutzen, kann ich mir geschmacklich auch gut vorstellen aber es gibt sicher noch etliche andere Einsatzmöglichkeiten. Ich werde das ausprobieren. Wichtig war erstmal für mich, daß es überhaupt funktioniert. Und da ich ja öfters mal Molke von der Quarkherstellung übrig habe, wäre es mengenmäßig durchaus möglich, meinen Jahresbedarf an Essig zu decken, ohne ihn kaufen zu müssen. Na, das ist doch mal eine Nummer, die ganz nach meinem konsumboykottmäßigen Geschmack ist!


Frische Molke


3 Wochen Gärungszeit,
abgedeckt und jeden Tag rühren


abgefüllter Molke-Essig,
jetzt muß er noch mindestens einen Monat reifen
Die Feinschmecker-Franzosen lassen ihn sogar ca. ein halbes Jahr reifen,
so viel Geduld habe ich bestimmt nicht


Der neue Molke-Ansatz ist schon wieder bereit
Ich hab zur Beschleunigung etwas Zucker und den Rest des fertigen Essigs dazu gegeben,
quasi als Starterkultur


Der Molke-Essig ist nach drei Wochen fertig und wird durch ein Baumwollkopfkissen abgeseiht.
Noch in Flaschen füllen, damit steht ausreichend Essig für die Küche zur Verfügung
Ein Jahresvorrat ist damit schnell und kostengünstig hergestellt
Völlig BIO!
Guten Appetit!

Also bis bald
Eure Petra K.
Auf der Wiese steht ne Kuh
und die frißt das Gras im nu.
Gibt dann Milch,
aus Quark wird Molke,
daraus wird Essig,
und der schmeckt ne Wolke!
Vielleicht lehrt man daher bei den Indern,
daß die Kuh ist heilig,
für sich selbst und den Kindern.
(Petra K.)


Kommentare:

  1. Ich bin zwar nicht so tief in die Milch-Materie ;-) eingedrungen wie du, liebe Petra, aber ich finde Dein Selbstgemachtes immer sehr interessant und mutig.

    Neulich veranstalteten fast alle Bauern in unserer Region eine Tag des offenen Stalles (oder so ähnlich). Es ging darum , die Öffentlichkeit darauf aufmerksam zu machen, dass Milchbauern vom Milchverkauf an die Großkonzerne schon lange nicht mehr leben können. Ich konnte kaum glauben, dass Einwohner unseres Ortes nicht mal wussten, dass es einen Milchbauern hier gibt. Er selber meinte dazu allerdings, dass die Leute ihn zumindest dann kennen würden, wenn er Gülle auf die Wiesen fährt.

    Neuerdings soll es ja wohl von staats wegen Zuschüsse für Kredite geben, jedenfalls ist es so angedacht. Unser Bauer hier war total entsetzt, denn gerade durch Kredite geht einer nach dem anderen kaputt. Dies ist ja nun wirklich keine HIlfe. Er weiß, wovon er spricht. Von dem Tag an, als die LPG abgeschafft wurde, ist er auf gleichem Gelände (inzwischen aber arg verkleinert) als selbstständiger Bauer (Familienbetrieb) tätig.


    Unser Sohn, der grad Urlaub hat, nutzt jede Minute, um zwei verschiedenen Landwirtschaftsbetrieben bei der Arbeit zu helfen. Als Dankeschön bringt er hin und wieder eine Flasche ganz frische Milch mit. Wir genießen sie!

    Mit meinem Mann unterhielt ich mich letztens auch darüber, womit denn Kühe heutzutage ernährt werden. Üblich in großen Anlagen sei wohl die Verfütterung von Silage, in immer gleicher Zusammensetzung, wegen der immer gleichen "Qualität" der industriell aufbereiteten "Milch".

    Ob es nicht 'vorzeiten' weniger Milchunverträglichkeiten, also Laktoseintoleranzen, gab, als Kühe wirklich noch auf der Wiese standen( wie in deinem Gedicht), frische Kräuter und Gras fressen durften und die Milch möglicherweise entsprechend gesündere Inhaltsstoffe hatte?

    Du siehst ja, was aus Milch alles gemacht werden kann. Ob man das mit dem weißen Wasser, das es zu kaufen gibt, auch könnte? ;-)

    Liebe Grüße von elsie

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    1. Liebe elsie, Du hast da schon sehr genaue und zutreffende Gedankengänge. Und wenn man die heutige Zeit verstehen will, dann muß man sich grundlegend darüber im Klaren sein, daß hier der größte Genozid aller Zeiten abläuft, und zwar weltweit. Zur Zeit wird der Mittelstand systematisch kaputt gemacht, denn das sind fast die Einzigen, bei denen noch was zu holen ist. Die Flüchtlinge sind mMn die nächste Front, die abgezockt werden soll, wenn bei uns nichts mehr zu holen ist. Die wissen gar nicht, auf was sie sich hier einlassen, wenn sie hierher kommen. Aber wie heißt es so schön im Zauberlehrling: ...Die Geister, die ich rief, werd ich nun nicht mehr los"...
      Hier wird gerade der Ast abgesägt, auf dem auch die Obrigen sitzen und sie können, wollen und dürfen nicht darüber nachdenken. Das ist alles so dermaßen bescheuert, daß man sich darüber scheckig lachen könnte, wenn es nicht so ernst wäre.
      Ob das mit gekaufter Milch auch funktioniert, weiß ich nicht. Ich bin der Meinung, daß es ein Verlustgeschäft wäre, weil man doch etliche Liter Milch braucht, um das alles machen zu können und dazu ist die gekaufte Milch einfach zu teuer. Aber wenn Ihr einen Milchbauern in der Nähe habt, dann haltet ihn Euch warm, er könnte noch mal wichtig werden. Hoffentlich hält er solange aus.
      Und noch ein Tipp von mir: Übt, solange Ihr noch die Zeit und die Möglichkeiten dazu habt. Jetzt kann man noch notfalls in den Supermarkt gehen, wenn es mal nichts geworden ist. Wenn die Läden mal zu haben oder der globale Handel zugrunde gewirtschaftet wurde, muß es klappen, da hat man keine Zeit und keine Resourcen, um auszuprobieren. Von solchen Lernvorgängen könnte mal Euer Leben abhängen. Das klingt dramatisch, ist aber ernst gemeint. Wir stecken sehr tief in der Materie drin, wir wissen, von was wir reden. Und die "dunklen Wolken am Horizont der gesellschaftspolitischen Vorgänge" lassen bei uns alle Alarmglocken schrillen.

      LG Petra K.

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  2. Liebe Elsie, mit dem weißen Wasser wird das nicht funktionieren. Hat es bei mir jedenfalls nicht.
    Und zu den Milchunverträglichkeiten kann ich auch aus Erfahrung sagen: Bin ein Nachkriegsjahrjang und kenne aus meiner Kindheit und Jugend als das Beste, was eine Mutter ihren Kindern geben konnte nur frische Milch, Butter und Gemüse. Wenn man es sich leisten konnte. Damals waren Unverträglichkeiten so gut wie unbekannt. Habe nie was davon gehört und hatte auch nie Allergien bis vor ca. 7 Jahren. Heute kann ich die gekaufte Milch nicht mehr vertragen. Wenn ich hier in der Stadt Vorzugsmilch bekomme von einem Bauern aus der weiteren Umgebung (die Kühe sind noch draussen und fressen Gras), greife ich sofort zu.
    Diese Milch macht mir kaum Probleme.

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    1. Ja, danke, liebe shriva. Genau das dachte ich mir. :-)

      Gruß elsie

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  3. Liebe Petra, freut mich dass Du den Milchessig hergestellt hast. Ich selbst hatte es noch nicht geschafft (mein sechstes Enkelchen ist vor vier Wochen zur Welt gekommen und musste erstmal gebührend bestaunt, betüddelt und gelobpreist werden) und bin jetzt froh, von Dir lernen zu können :-).
    Jetzt werde ich auch mal in Produktion gehen.

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    1. Ich danke Dir für den guten Tipp, auch wenn es für mich eine Herausforderung war, weitere Informationen dazu zu bekommen, weil es zu Michessig nichts zu finden gab, später dann nur spärlich etwas zu Molke-Essig. War nicht leicht aber genau das ist für mich so spannend.
      Ich wünsch Dir viel Erfolg mit dem Molke-Essig. Der wird ja von ganz allein, da muß man außer täglich mal umrühren nicht viel tun.
      Herzlichen Glückwunsch auch zu Deinem Enkelchen, da ist ja bei Euch die "Rente gesichert" ;-)

      LG Petra K.

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  4. Liebe Petra,
    ich lese hier schon eine geraume Zeit mit und Manches habe ich auch ausprobiert, wie letzthin das Sorbet. Es ist gut gelungen und wird als Rezept Einzug halten.
    Da ich selbst alles mögliche nicht nur im Hinblick auf Lebensmittel ausprobiere, wollte ich Dich einfach mal fragen, wie es denn damit steht, dass diese Rezepte im Alltag Verwendung finden. Ich meine wieviele Deiner "Erfindungen" behältst Du in Deinem Haushalt bei? Oder geht es Dir da eher wie mir, dass es genügt zu wissen, dass etwas funktioniert.
    Vielen Dank heute mal für alle Deinen Erfindungsreichtum und vielen Tipps. Wer weiß schon, wie Not-wendig das mal sein wird.

    Gruß aus Schweden,
    Beate

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    1. Das ist ein interessante Frage, liebe Beate, und ich antworte gern darauf.
      Zuvorderst mache ich das schon alles, um zu wissen, ob und wie etwas funktioniert, ob es als Alternative zu gekauften Produkten Stand halten kann.
      Es gibt nicht vieles, was ich wieder sein gelassen habe, aus den unterschiedlichsten Gründen. Da wäre z. Bsp. zu nennen das Natron zum Haarewaschen, Körperwäsche und zum Zähne putzen. Als Grund ist da wohl die Bequemlichkeit zu nennen, Asche auf mein Haupt.
      Auch die Kohlblätter zu Saft zu verarbeiten, hab ich nicht nochmal gemacht. Da war wohl der Grund, daß ich genügend andere Sachen zu Saft und Sirup verwende und jetzt, da wir ja keinen Garten mehr haben, auch gar keine Kohlblätter mehr anfallen.
      Zu nennen wäre da auch noch der Eichelkaffee, zu viel Arbeit, da greift man doch lieber zum Kaffeepaket.
      Was ich z. Z. auch nicht mache, ist Brötchen selbst backen. Grund dafür ist, daß mein Mann liebend gern zum Bäckerauto geht, weil er dort mit den Alteingesessenen einen Plausch machen kann und da will ich ihn doch nicht davon abhalten, wo gibt es schon einen Mann, der gerne mit Frauen tratscht...
      Was meine Rubrik Mittagessen betrifft, da gehört eigentlich alles zu unserem Standardsortiment. Auch die Marmeladen werden bei mir immer wieder gemacht.
      Wenn ich mir die Rubrik Knabberei so ansehe, gehört auch da fast alles zum Standard, nur backe ich z. Z. kaum Kekse, weil ich mal sehen will, ob ich mir die abendliche Nascherei noch abgewöhnen kann ;-)
      Gewürze, nun ja, ohne Garten bleibt da kaum was übrig. Seifenlauge hab ich auch in letzter Zeit keine mehr gemacht. Die Wildkräuter haben natürlich bei mir nach wie vor oberste Priorität, da macht mir nur manchmal die hiesige Dürre einen Strich durch die Rechnung und wenn sogar das "Unkraut" verdorrt, dann muß ich auf meine Brotaufstriche ausweichen aber auch die mach ich immer wieder.
      Was die Rubrik Haushalt betrifft, da ist auch fast alles Standard, nur wird die Wäsche z. Z. nicht mit Kastanien gewaschen, da will ich noch das Waschpulver aufbrauchen.
      Du siehst, bis auf wenige Ausnahmen lebe ich meine Blogthemen auch in der Praxis aus. Und falls doch mal Not-Zeiten kommen sollten, wären wir auf jeden Fall gewappnet und das ist für mich sehr beruhigend zu wissen. Ich hoffe nur, daß auch Andere sich über solche Zeiten mal Gedanken machen und sich die Frage stellen, ob sie darauf vorbereitet wären aber da hege ich starke Bedenken. Die Meisten können und wollen sich nicht vorstellen, daß es auch mal ganz andere Zeiten geben kann und dann solches Wissen überlebenswichtig sein könnte. Das war auch meine Intention, als ich diesen Blog eröffnet habe, einfach einen Weg aufzuweisen, was man wie anders machen kann, wenn mal alles wegbricht. Ob es je gebraucht wird, weiß ich nicht aber es ist gut zu wissen, wenn man weiß, wo es steht.

      LG nach Schweden
      Petra K.


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