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Montag, 25. Juli 2016

Brombeersaft für Diabetiker und Nichtdiabetiker

Vor ein paar Tagen waren wir bei einem Bekannten zum Beeren pflücken. Er hat dazu keine Zeit und außerdem weiß er ja, daß ich gerne meine Küchenkreativität auslebe. Eigentlich wollte er ja Marmelade haben aber die sollte nicht so süß werden und außerdem auch für seine Eltern, die beide Diabetiker sind, geeignet sein. Dann kam es aber ganz anders. Er brachte keine Gläser herzu, ohne die ja nun mal die Marmelade schlecht zu transportieren geht und er hatte auch keine Zeit, die von mir vorgeschlagenen Bananen, die in die Marmelade als Zuckerersatz rein sollten, zu holen. Aber die Beeren waren gepflückt und mußten verarbeitet werden, sonst schimmeln die ja ganz schnell. Also, Plan B aus der Schublade geholt und Saft gemacht, denn ein paar leere Flaschen hatte ich noch.

Ich hab noch nie Diabetikerprodukte gemacht, es war eine Herausforderung für mich. Irgendwann hatten wir mal, um weniger Zucker zu essen, Stevia-Granulat gekauft. Also wer jetzt immer noch glaubt, daß dieses Stevia-Zeug, was es in Drogeriemärkten zu kaufen gibt, irgendwas mit Süßkraft zu tun hat, dem muß ich diesen Zahn ganz gewaltig ziehen. Diese Zeug ist ein Abklatsch von Süßkraft, in meinen Augen nur Geldschneiderei, nichts als Chemie soweit ich das lesen konnte, was in der Zutatenliste drin steht. Von Stevia selbst hab ich gar nichts gelesen, das steht nur vorne auf dem Etikett drauf. Für mich wieder mal ein Zeichen, wie wir hier an der Nase herumgeführt werden mit dem, was man uns in Geschäften so anbietet, was angeblich sooo gesund und sooo süßkräftig sein soll.
Aber was solls, der Bekannte wollte Stevia, also kriegt er "Stevia". Zeit, für einen Test, wieviel man dazu braucht, um Saft zu süßen, den Diabetiker trinken wollen. Und ohne das Ergebnis vorweg nehmen zu wollen, hätte ich wohl mindestens zwei Büchsen (also 150 Gramm Stevia-Granulat) gebraucht, um einen einigermaßen trinkbaren Saft herzustellen. Man sagt immer, Stevia hätte mindestens die zehnfache Süßkraft von Zucker. Das würde bedeuten, daß ich für die knapp 6 Liter Saft 1,5 Kilo Zucker ersetzt hätte. So viel Zucker würde ich niemals für so eine kleine Menge Saft nehmen. Aber egal, ist ja nichts Neues, daß man uns vergackeiert.

So hab ich den Brombeersaft zubereitet:

Ich hatte einen 5-Liter-Eimer vollreifer Brombeeren. Die doppelte Menge Wasser hab ich im Topf zu den Beeren gegeben, die Menge hab ich vorsorglich auf zwei Töpfe aufgeteilt, damit ich alles in einem "Aufwasch" herstellen konnte. Die Beeren und das Wasser zum Kochen bringen, ca. eine Stunde köcheln lassen, dann mit einem Kartoffelstampfer die Beeren im eigenen Saft ausdrücken, 12 Stunden durchziehen lassen. Dann den Sud durch ein Tuch gießen und ohne auszupressen den Saft auffangen. Dabei kam 6 Liter Saft heraus. Um ihn zu süßen, mußte ich ca. 70 Gramm Stevia-Granulat zugeben. Noch ca. 1 EL Zitronensäure (je nachdem wie säuerlich man den Saft haben will), ca. 1 TL gemahlene Nelken, ca. 1 TL Zimt, für die restliche Süße hab ich Fruchtzucker und vier kleine Päckchen Vanillezucker verwendet. Beim Fruchtzucker hab ich aber nicht genau abgemessen, wieviel das war, weil ich ja immer wieder mal kosten mußte, ob es schon süß genug ist. Den fertigen Saft dann kurz aufkochen und in vorbereitete Flaschen füllen. Ich hoffe mal, daß die Diabetiker meinen Saft bedenkenlos trinken können.


Brombeersaft für Diabetiker

Aus einer zweiten Charge hab ich noch knapp 3 Liter ganz normal mit Zucker gesüßten Saft gemacht, damit auch die Nichtdiabetiker was davon haben. Auch mit Nelkenpulver, Zimt und Zitronensäure gewürzt und dabei schon einen Großteil genascht. 

Dieser Saft, ob Diabetiker oder normaler Saft, ist sowas von köstlich. Die Nelken haben den perfekten Geschmack gebracht, hätte ich gar nicht für möglich gehalten. Ich hab aber auch noch nie Brombeersaft gemacht. Für den ersten Versuch, denke ich, ist er mir vorzüglich gelungen. Ich werd mir gleich nochmal ein Glas gönnen, denn ich hab natürlich auch für uns etwas abgenommen, sozusagen als Arbeitslohn, der in Naturalien ausgezahlt wurde. Mir soll´s recht sein. Ich hab die Zeit dazu, einen sehr guten Saft bekommen und wieder was gelernt, wie man es machen könnte, falls mal die Läden geschlossen bleiben. Ich bin mir aber sicher, daß es so einen Saft niemals im Laden zu kaufen gäbe. Selbst gemacht schmeckt immer besser und vorallem weiß man, was drin ist.

Also bis bald
Eure Petra K.
 Was würd man nicht alles machen aus Brombeeren,
wenn da nicht die Dornen wären
(Petra K.)


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