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Schneeflocken

Samstag, 17. August 2013

Düngen ohne Chemie

Wenn man natürlich und weitestgehend ohne Chemie leben und essen will, dann muß man bei der Düngung anfangen. Doch mit was soll man düngen, wenn es in den Baumärkten und Gartenfachmärkten nur so von Chemie wimmelt. Ob es nun Rosendünger, ob es Rasendünger, Koniferendünger oder sonst was für Dünger ist, immer ist es Chemie und die lehne ich ab.

Wenn man aber trotzdem anständig ernten will, dann muß man auch dafür sorgen, daß der Boden seine Nahrung erhält, denn wir können ja auch nur durch Nahrung leistungsfähig werden, beim Boden ist es nicht anders. Mann muß also eine natürliche Alternative suchen.

Über Terra Preta gibt es viel zu sagen und das würde ich auch gerne mal ausprobieren. Aber noch fehlen mir ein paar Dinge dazu. Da braucht man z.Bsp. Holzkohle. Nun werden Sie sagen, die gibt es doch in jedem Laden. Das stimmt. Aber mein Experiment geht dahin, daß ich für solche Dinge gar kein Geld mehr benötigen will. Ich will einfach weitestgehend kein Geld mehr ausgeben und dabei sehen, wie man es schafft, trotzdem ordentlich und gesund zu leben.
Die Holzkohle entsteht auch in unserem Ofen, wenn wir im Winter mit Holz heizen. Nimmt man dann abends die Luftzufuhr weg, weil man ins Bett geht und das Holz sowieso fast runtergebrannt ist, dann hat man morgens, wenn man den Ofen von der Asche befreit, immer etwas Holzkohle auf dem Ofenrost. Den sammle ich und dann kommt diese Holzkohle auf die Beete im Garten. Auch die Holzasche verwende ich als Dünger. Das hat meinem Garten bis jetzt sehr gut getan.

Das reicht aber noch nicht ganz. Wenn man den Boden richtig puschen will, da muß man schon etwas mehr anbieten. Auf meiner Suche bin ich dabei zur Brennessel gekommen. Wie heißt es immer so schön: „Die Brennessel hält den Garten und den Gärtner gesund.“

Na, da bin ich doch am Ziel angelangt. Die Brennessel gibt es in Hülle und Fülle und kostenfrei ist sie obendrein. Brennesseljauche ist das Stichwort. Die Jauche herzustellen ist so einfach wie nur irgendwas. Brennesseln sammeln, natürlich mit Handschuhen und Schere, Wasser drauf und einmal täglich umrühren. Wenn es nicht mehr schäumt, ist die Jauche fertig.

Jauche ist eigentlich ein hässliches Wort, was wir mit unseren Exkrementen vergleichen. Dabei ist das nur Wasser und Grünzeug, was wie milchsaure Gurken vergoren wird. Also nichts, wovor man sich ekeln müßte, auch wenn es etwas streng riecht, wenn man den Deckel von dem Behälter hebt.
Man sollte zum Ansetzen von Brennesseljauche keinen Metallbehälter nehmen. Ich habe einen alten Plastikeimer, der tut es noch für diesen Zweck. Wenn ich es abseihe, dann nehme ich ein altes Literbehältnis und schütte die Jauche noch durch ein Sieb. Und schon kann man es nutzen.
Im Mischungsverhältnis 1:10, also ein Liter Jauche, 10 Liter Wasser. Da meine Gießkanne 10 Liter hat, wird eben ein Liter Jauche mit 9 Litern Wasser gemischt. Das ist kein großer Unterschied.

Die Pflanzen danken es mit Tomaten in Hülle und Fülle oder eben mit riesigen Zucchinis ohne Ende. Eine Tomatenpflanze hatte derartig viele und große Tomaten angesetzt, daß sie jetzt unter der Last ihrer Früchte zusammengeknickt ist. Ich hatte sie zwar an einem Pfahl angebunden aber es war eben doch zu schwer. Ist zwar schade aber da kann man nichts machen. Es tut mir nur leid, daß die Tomaten nicht schneller gereift sind, so hätte ich sie ernten können und es wäre nicht so eine Last für die Pflanze gewesen. Man sieht aber daran, daß mein natürlicher Dünger regelrecht Wunder getan hat. Das heißt auch, daß man sich nicht darum kümmern muß, wo man den Stallmist herbekommt und wie man den transportieren soll. Ich gehe einfach mit einem großen Eimer in den naheliegenden Wald und ernte die Brennesseln. Wasser drauf lassen und vergären lassen. Ein Spaziergang mit großartigen Folgen. Das habe ich bis jetzt vielleicht dreimal gemacht und immer ein paar anderen Pflanzen im rotierenden System zugute geführt. Ich werde in den nächsten Tagen nochmal Jauche ansetzen und damit dann nach der Ernte die Beete grundlegend düngen, sozusagen als Grundlage für das nächste Jahr. Vielleicht kann ich ja damit auch den im Boden lebenden „Untermietern“, die viel für einen guten Boden tun, auch noch eine Freude machen.

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