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Konsumboykott, und der damit verbundene Energieentzug, ist meine Antwort auf die Machenschaften des Systems. Selbstversorgung fast kostenfrei ist mein Ziel. Ich lade Sie ein, meinen Weg mit zu gehen und dabei die schönen Seiten des Lebens nicht zu vergessen.

Mittwoch, 28. August 2013

Schmorgurken – schnell – einfach – fast kostenfrei

In meinem Experiment, weitestgehend ohne Geld auszukommen und trotzdem oder vielleicht auch gerade deshalb gut und gesund zu leben, muß man sich Gedanken machen, was man früh, mittags oder abends essen will, wenn der Magen sich bemerkbar macht.
Nun habe ich den Vorteil, daß ich weitestgehend vegetarisch lebe und deshalb kein teures Fleisch brauche, denn Fleisch und Wurst ist meiner Meinung nach einer der größten finanziellen Belastungen im monatlichen Budget.
Aber was ißt man, wenn man kaum Geld ausgeben will? Nun, das ist einfacher, als so mancher glauben mag. Vorausgesetzt, man hat einen Garten, wo man immer mal etwas ernten kann, was dann gleich in die Küche wandert. Dabei stellt man dann auch immer wieder fest, daß es so gut wie gar nichts gekostet hat und trotzdem ganz lecker und auch noch sehr gesund war. Man wird satt und hat kaum Geld dafür ausgegeben. So und nicht anders stelle ich mir das vor. Immer auch mit dem Wissen im Hinterkopf, daß auch einmal eine Zeit kommen kann, wo die Läden zu oder kahl geräumt sind und ein nicht vorhandener Staat einfach mal keine Sozialgelder mehr zahlt. In dem Zusammenhang muß man aber erwähnen, daß die Renten oder ALG I und II nicht vom „Staat“ gezahlt werden, wie man das den Leuten immer weis machen will, damit man ihnen ein schlechtes Gewissen einreden kann. Nein, die Sozialgelder Rente, ALG oder Hartz IV kommen aus Versicherungen, in die man schließlich selbst eingezahlt hat und daher auch überhaupt kein schlechtes Gewissen haben muß, wenn man sich aus dem Hamsterrad herausbewegt und von Sozialleistungen lebt, weil die Politik alle Weichen so gestellt hat, daß kaum einer mehr von seiner Hände Arbeit ordentlich leben kann. Zumindest, wenn er von einer ehrlichen Arbeit lebt, wo er niemanden abgezockt hat. Ich habe jedenfalls kein schlechtes Gewissen, Arbeitslosengeld zu beziehen, solange man mir nichts anderes als einen Job für 5 Euro Brutto die Stunde anbietet und ich dafür auch noch 100 Kilometer täglich fahren soll, bei diesen Spritkosten. Nein, auch das gehört zu meinem Boykott. Ich bin kein Spielball des Systems, mit dem man machen kann, was man will und ich soll auch noch schön dankbar dafür sein und alles tun, daß ich so einen Job kriege. Nicht mit mir, die Zeiten sind vorbei. Jetzt bin ich an der Reihe, mit dem System zu spielen. Von mir kriegt hier keiner mehr Geld. Ich ziehe das Geld aus dem System heraus und habe da alles andere als ein schlechtes Gewissen. Und wenn das viel mehr Menschen so machen würden und sich dem System einfach verweigern würden, dann würde es solche sittenwidrigen Jobangebote gar nicht geben. Ich stelle mich in meiner neu gewonnenen Freizeit lieber in den Garten, genieße die frische Luft und die Sonne und baue mein Gemüse selbst an.

Bei meinem täglichen Rundgang durch den Garten habe ich meine leider jämmerlichen Gurkenpflanzen inspiziert. Ich hatte noch Samen vom letzten Jahr und obwohl ich mich schon im letzten Jahr über die jämmerlichen Pflanzen und die spärliche Ernte geärgert habe, habe ich in diesem Jahr trotzdem noch den Samen gesteckt, auch um ihn einfach zu verbrauchen, weil er ja auch Geld gekostet hat. Ich war der irrigen Meinung, daß ich im letzten Jahr wohl irgendetwas falsch gemacht habe. Als Gartenneuling soll das ja vorkommen. Aber nein, es waren wieder nur kümmerliche Pflanzen, trotz Brennesseljauche als Öko-Dünger, der bei anderen Pflanzen hervorragende Ergebnisse gebracht hat. Und weil ich es nicht eingesehen habe, die Gurken immer wieder zu gießen und nichts kommt dabei raus, nur Gurkenkümmerlinge, da habe ich die paar Dinger geerntet und die Pflanzen kurzer Hand herausgerissen. Nächstes Jahr kümmere ich mich um besseren Samen und hoffe auf eine bessere Ernte.

Aber was macht man mit Krüppelgurken, die keinen Schönheitswettbewerb gewinnen können und auch nicht sonderlich gut schmecken, weil sie irgendwie nur hart sind? Mein Ehemann hatte da eine gute Idee. Schmorgurken! Ich kannte das gar nicht, in der Familie meines Ehemannes war das aber immer ein beliebtes Sommerrezept. Also gab es gestern bei uns zu Mittag Schmorgurken.

Das geht herzlich einfach und auch ganz schnell und preiswert ist es noch dazu. 

Wir nehmen meist folgende Zutaten für unsere Schmorgurken:

3-4 Gurken
etwas Butterschmalz zum Anbraten
etwas Speck
Brühe
Dill
Himalaya-Salz
etwas Pfeffer
n.B. etwas Bohnenkraut

Und so schnell ist es zubereitet:
 
Die Gurken werden in mundgerechte Stücke geschnitten. In einer Pfanne das Butterschmalz auslassen, den gewürfelten Speck zugeben und ebenfalls auslassen. Die Gurken zugeben und unter Rühren schön anbraten, mit Salz und Pfeffer würzen, dann Brühe je nach persönlichem Gusto zugeben, nach Bedarf Bohnenkraut hinzufügen und bißfest garen. Bei uns dauert das immer ca. 20 Minuten. 
Dazu gibt es bei uns immer Salzkartoffen.


Die Gurken haben mich ein Samentütchen gekostet, zum Gießen wird hauptsächlich Regenwasser verwendet, auch das ist kostenfrei (vorausgesetzt, es regnet immer mal und füllt die ganzen Regentonnen), dann nimmt man noch ein paar Tomaten je nach Geschmack, da hat eine Pflanze 45 Cent gekostet und sie tragen wirklich sehr gut. 

Aus einem Samentütchen habe ich auch noch zusätzlich Eiertomaten gesät. Da ist wirklich aus jedem Samenkorn eine schöne kräftige Pflanze geworden, die haben zwar jetzt noch grüne Tomaten dran, da geht die Reife jetzt erst los aber ich hatte sie auch erst im April ins Freiland gesät. Ich wollte einfach mal probieren, was da so wächst, wenn man selbst die Tomaten sät. Das geht auch. Man kann sich also auch noch das Geld für Tomatenpflanzen sparen, braucht aber dann mehr Platz, weil die ja nun nicht mehr so groß werden können, wie die gekauften Pflanzen und da muß man eben mehr Pflanzen haben, damit man das ausgleichen kann. Aber man sieht, es gibt immer eine Alternative, wenn man kein oder nur minimal Geld ausgeben will oder kann, weil man eben kein Geld hat. Aber ohne Garten würde man ohne Geld eben verhungern, dessen muß man sich klar sein und man muß dementsprechend vorsorgen. Und wenn man nie gegärtnert hat, so wie ich, da muß man auch erst seine Erfahrungen machen und probieren, was wo und wie wächst oder eben auch nicht. So ein Beispiel sind nun meine Gurkenpflanzen. Ich werde mir echt nächstes Jahr etwas anderes einfallen lassen müssen. Hab da schon einen großen Haufen mit Grasabfall angehäuft und werde dort im nächsten Frühjahr noch Erde drauf geben und da rein kommen dann die Gurkensamen. Mal sehen, was da kommt und ob ich dann mehr ernten kann. Auf einem zweiten Haufen, den ich angelegt habe, kommen dann mal ein paar Kürbissamen rein. Aber keine Hokkaidos, die schmecken mir zu fad, auch wenn sie dank der mit zu verarbeitenden Schale leicht zu handhaben sind. Ja, auf die Kürbisse freue ich mich schon, denn da kann man auch ganz leckere Suppen draus machen. Die kann man dann auch in Gläsern einkochen und man hat somit auch einen schönen Vorrat für "schlechte Zeiten" oder wenn man mal keine Lust hat zu kochen, weil es vielleicht draußen zu heiß ist.

Doch zurück zu den Schmorgurken. Wenn man es, wie ich, vegetarisch mag, kann man die Gurken einfach in etwas Öl und Zwiebeln kräftig anbraten, mit Himalaya-Salz und Pfeffer würzen, dann Tomaten und Brühe dazu geben und ca. 10 Minuten köcheln lassen. Als Gewürze hab ich noch Rosen-Paprika (scharf), Bohnenkraut, Chillykörner, Basilikum, Thymian, Estragon und viel frischen Dill aus dem Garten reingetan. Auch den Rest einer riesigen Zucchini haben wir mit angebraten und so auch gleich mit vertan, denn bei uns soll alles aufgebraucht werden und weitestgehend funktioniert das auch. Unsere Mülltonne ist seit ewigen Zeiten leer und damit spart man auch wieder viel Geld.

Wer auf das Fleisch nicht verzichten will, kann ja etwas Speckwürfel oder Schinkenwürfel dazu geben. Ich gebe zu, daß es dann auch noch etwas kräftiger schmeckt. Aber wenn kein Geld da ist, kann man auch darauf verzichten und hat ein Essen im Centbereich. Ein paar Salzkartoffeln dazu, die man vielleicht auch aus dem Garten holt und die dann auch nur im Centbereich liegen und wieder hat man ein gutes Essen, ist satt und zufrieden. Heute essen wir nochmal davon, denn es war soviel, daß es sogar für zwei Tage reicht. Übrigens kann man auch den Kümmel für die Salzkartoffeln im Garten anbauen, kostet ein Samentütchen und sorgt selbst für das weitere Aussamen und damit folgende Ernten. Auch damit kann man sparen.

Na dann lassen Sie sich doch die Schmorgurken gut schmecken.

Guten Appetit!


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