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Freitag, 21. August 2015

Ebereschen-Apfel-Bananen-Marmelade

Wenn man sein Leben mehr auf die Natur ausrichtet, dann gehört auch dazu, daß man alles mal probiert hat, was die Natur an Essbarem so hergibt. Ich hab da ja sicher schon einiges ausprobiert und Vieles ist eine wirkliche Alternative zu gekauften Supermarktprodukten.

Vor einigen Tagen war ich mal ganz mutig und hab mich an die Ebereschen herangetraut. Es heißt ja immer, daß die sehr bitter sind aber wenn man sie einfroste, würden sie wohl süßlicher werden.
Ihr ahnt es vielleicht schon, sie "würden"...

Probieren geht über studieren, sagt man. Also bin ich mit meinem Körbchen losgezogen und hab Ebereschen gepflückt. Teils hatte ich die ursprünglichen Ebereschen, die ja recht bitter sind, dann hatte ich noch die Mährische Eberesche gefunden, die soll ja nicht so bitter sein. Ich wollte mich überraschen lassen, ob das alles so stimmt.

Zu Hause angekommen, hab ich die Beeren von den Stielen gezuppelt, gewaschen und ab damit für eine Woche in den Gefrierschrank. Das mußte reichen. Wieder aufgetaut, und weil ich geschmacklich kein Risiko eingehen wollte, kamen noch Äpfel und Bananen dazu.

Aber ohne das Ergebnis vorweg nehmen zu wollen, es war völlig egal, daß die Beeren eingefrostet waren, daß süße Äpfel und vollreife Bananen in die Marmelade kamen, das bittere Aroma der Vogelbeeren/Ebereschen blieb. Es wurde eine recht herbe Marmelade, trotz gefühlter tonnenweise Zuckerzugabe. Also man muß schon das Herbe mögen, wenn man diese Marmelade als sehr schmackhaft bezeichnen will.

Das waren die Zutaten zur Ebereschen-Apfel-Bananen-Marmelade:

800 g Ebereschen
500 g Äpfel (Pinova - süß)
400 g geschälte kleingeschnittene Bananen ( ca. 3-4 Stück - sehr reif)
500 ml Wasser
40 g Zitronensäure
1 TL Zimt
800 g Zucker
500 g Gelierzucker 2:1
ca. 80 g Vanillezucker (ca. 10 - 11 Packungen)

Und so hab ich die Marmelade zubereitet:

Die Ebereschen von den Stielen zupfen und waschen, für mehrere Tage einfrosten. Auf Naturfrost braucht man nicht zu warten, dann haben die Vögel alle Beeren bereits vernascht, man muß also schon vor dem Vogelappetit ernten.
Die Beeren nach der Frostperiode auftauen, die Äpfel waschen und klein schneiden und beides mit dem Wasser ca. 30 bis 45 Minuten köcheln lassen, etwas abkühlen lassen und durch die Flotte Lotte drehen. Nach dem Erkalten des Muses die Bananenstückchen zugeben und pürrieren, die Zitronensäure, den Zucker, Zimt, Vanillezucker und den Gelierzucker zugeben, nochmal nach eigenem Gust abschmecken. Die Masse unter Rühren erhitzen, 4 Minuten leicht köcheln lassen und sofort in die vorbereiteten Gläser geben.
Bitte beachten, daß diese Marmelade erst einige Wochen/Monate in den Gläsern durchziehen muß, um ihren herb-fruchtigen Geschmack auszubilden.

Wie immer gilt:

Die Gläser und Deckel nicht mit Spülmittel reinigen, nur mit sehr heißem Wasser. Damit die Gläser beim Einfüllen nicht zerspringen, unter dem Glas ein feuchtes, warmes Tuch legen. Die fertig gefüllten und verschlossenen Gläser auf Holzbrettchen oder dem Gitterrost des Backofens stellen und bis zum völligen Auskühlen nicht bewegen. Etikett mit Namen und Datum beschriften.


Ebereschenernte


abgezupft und gewaschen, fertig für den Gefrierschrank


 Ebereschen, Äpfel und Bananen dazu
Fertig ist eine herbe Marmelade für alle, die nicht so auf Süßes stehen

Guten Appetit!

Ich hab gelesen, daß so eine Ebereschenfruchtmasse auch als Dip zu Käse oder als Preiselbeerersatz genutzt werden kann und wohl auch ganz gut schmecken soll. Ich werde das auf jeden Fall mal mit dem Käse probieren, denn auf dem Frühstücksbrötchen ist es für mich Süßguschel wohl doch etwas gewöhnungsbedürftig. Aber man muß eben alles mal probiert haben, essen kann man diese Marmelade durchaus. Ist mal was anderes. Aber vielleicht sollte man auch einfach weniger Ebereschen nehmen und dafür mehr süßere Früchte. Mal sehen, ob ich nochmal einen Versuch starte aber jetzt hab ich erstmal keine Gläser mehr und die Marmelade im Schrank muß auch mal aufgebraucht werden. Dann gehts wieder los.

Hier gibts noch was zum gesundheitlichen Wert von Ebereschen zu erfahren:

Übrigens: Die wilde Eberesche hat rundliche und auch hellere Blätter, die Mährische Eberesche (das soll ja die weniger Bittere sein) hat dunklere und etwas gezackte Blätter. So kann man sie unterscheiden. Ich hab allerdings im Geschmack keinen wirklichen Unterschied gemerkt, waren mir beide zu bitter.

Also bis bald
Eure

Bitter im Mund ist dem Herzen gesund
(Sprichwort)

Nachtrag 22.08.2015:
Ich habe diesen Fruchtaufstrich gestern abend als Dip zum Brie-Käse gegessen, der fruchtig-herbe Geschmack war sehr lecker und hat gut zum Käse gepasst. Es gibt also auch noch andere Verwendungsarten als nur für das Frühstücksbrötchen.

Nachtrag 02.10.2015:
Heute haben wir das erste Glas Marmelade aufgemacht, nachdem wir gleich nach dem Marmelade-Kochen den übriggebliebenen Rest, der nicht mehr in die Gläser gepaßt hatte, gegessen hatten, der wahrlich noch recht herb war.
Heute nun, nach einer gewissen "Reifezeit" kann ich sagen, daß die Marmelade gar nicht mehr soooo herb ist, eher ist sie jetzt fruchtig und nur noch leicht herb. Wird sicher daran liegen, daß jetzt alles etwas durchgezogen ist. Also: Laßt die Ebereschen-Apfel-Bananen-Marmelade so ca. 2 Monate durchziehen, dann ist sie wirklich köstlich.
Alles wird gut!


Kommentare:

  1. Liebe Petra, ich hatte im vergangenen Jahr das erste Mal aus Ebereschen, Äpfeln und...? (weiß nicht mehr) Marmelade gekocht. Ich wusste aber, dass im Nachbargarten eine Edeleberesche steht. Und weil die Nachbarn dort seit langem nicht mehr ernten, haben wir gefragt, ob wir die Beeren abnehmen dürfen. Auch diese Beeren haben einen intensiven Eigengeschmack, sehr säuerlich, aber nicht bitter. An andere Bäume würde ich mich nicht wagen,

    Liebe Grüße von elsie

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    1. Ja, liebe elsie, das sind bestimmt diese Edelebereschen. Die haben wir hier leider nicht. Die Ebereschen an sich sind ja nicht irgendwie giftig oder so, auch wenn das seit ewigen Zeiten so gesagt wird, dieses Argument hält sich aber scheinbar wie Sauerbier in den Köpfen der Leute.
      Freu Dich, wenn Du die besseren Ebereschen hast, da kann man sicher noch viel mehr draus machen.
      Ich werd es erstmal bei diesem Versuch belassen. Ich mach ja gern solche Experimente, manche gehen gut aus, andere wandern in die Schublade der Erfahrungen.

      LG Petra K.

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  2. Wie viele Gläser sind desnn das bei der Menge an Zutaten geworden?
    Liebe Grüße
    Uta

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    1. Ich hab reichlich 6 Gläser aus dieser Menge an Zutaten raus bekommen. Aber wenn ich es nochmal zubereite, nehme ich auf jeden Fall nur eine kleine Menge an Ebereschen und größere Mengen an Äpfel und Bananen.
      Ich hab gestern abend mal den Aufstrich auf Brie-Käse probiert und das hat mir richtig gut geschmeckt, die fruchtig-herbe Note hat zum Käse gut gepaßt. Nun muß ich noch diesen Aufstrich bei einem Wildbraten probieren. Ich hab gelesen, daß das gut dazu passen soll, so als Preiselbeerersatz. Aber Wild gibt es bei uns erst wieder zu Weihnachten, da muß ich also noch etwas warten.

      LG Petra K.

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  3. Hallo Petra
    Das hört sich sehr interessant an. Ich habe für meinen Mann Arznei aus Eberesche hergestellt (gegen erhöhten Augendruck , grüner Star). Aber leider nimmt er es nicht. Vielleicht mache ich dieses Jahr auch Marmelade .
    Liebe Grüße
    Claudia

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    1. Habt Ihr Euch schon mal mit Ozon beschäftigt, um das Augenproblem Deines Mannes in den Griff zu bekommen? Ich hab da auf der Lorber-Seite interessante Dinge gelesen, für was Ozon alles gut ist, z.Bsp schreibt er hier:
      "Ozoninsufflation ans Trommelfell (Ozon dringt so ins Blut ein) Mark Blakemore heilte sich so von Krebs. Wirkt gegen Probleme mit Ohren, Augen, Nebenhöhlen und Gehirn."

      Hier ist der Link zur Lorber-Seite bzgl. Ozon:
      http://www.j-lorber.de/gesund/sauerstoff/ozonwasser.htm

      LG Petra K.

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  4. Hmm das klingt aber lecker. Ich sehe Eberesche oft bei unserem Biobauern um die Ecke und habe mich immer gefragt, ob man daraus wohl auch etwas leckeres zaubern kann. Bei der nächsten Ernte werde ich das einmal versuchen. Danke für das leckere Rezept.

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