Freitag, 27. September 2013

Holz zum Heizen und wenn es geht, kostenfrei!

Nun ist sie also da, die Jahreszeit, wo man schon mal heizen muß. 

Der Blick auf unsere Betriebskostenabrechnung hatte uns deutlich gemacht, daß man für die bequeme Heizung, wo man den Wärmeregler nur etwas höher stellen muß und schon wird es gemütlich warm, tief ins Portmonee greifen muß. Wir waren ja wirklich sparsam mit der Heizung und trotzdem war es für unsere Begriffe immens zu teuer. Wir hatten in der letzten Heizperiode nur noch morgens die Heizung aufgedreht und nach dem Frühstück schon wieder abgedreht, um es so kostengünstig wie nur möglich zu machen. Trotzdem war die Abrechnung sehr hoch.

Da muß man doch noch etwas mehr nachdenken, was man tun kann, um in Sachen Heizung zu sparen. Auch in diesem Bereich möchte ich meinen Konsumboykott durchziehen. Von mir bekommt hier keiner mehr Geld, was nicht zwingend notwendig ist. Aber frieren will man schließlich auch nicht, denn eine gemütliche und warme Wohnung ist ein wesentlicher Punkt, um zufrieden zu sein.

Wir sind ja, wie ich das bereits unter anderem hier erwähnt hatte, in eine Wohnung auf dem Land gezogen, zu der ein herkömmlicher Ofen gehört. Der Ofen war nicht wirklich teuer, 250 Euro, hat ein schönes Sichtfenster, so daß man ein bisschen Kaminfeeling verspürt, wenn man gemütlich auf der Couch sitzt. Genau das Richtige, wenn man ein ganzes Gartenjahr hart gearbeitet hat und nun die kalte Jahreszeit zum Ausruhen hat, denn wer arbeitet, muß auch ein Recht auf Entspannung haben.

Ich habe mir auch in diesem Jahr mal die Mühe gemacht und habe selbst Holz gesammelt und gesägt. Ja, so richtig manuell mit einer stinknormalen Baumarktsäge. Das sind zwar auch finanzielle Ausgaben aber langfristig gesehen lohnt sich das schon. Auch der Holzsägebock hat Geld gekostet. Sicherlich nicht die große Welt, ca. 20 Euro, aber man nutzt solche Dinge ja schließlich jedes Jahr und dann rentieren sich solche Ausgaben sehr wohl, wenn man das Holz zum Heizen dafür gratis hat. Die Arbeit und die Zeit kann man sowieso nicht zählen, denn dann wäre vieles unbezahlbar, würde man die Produkte verkaufen wollen. Nein, wir arbeiten nur für den Eigenbedarf und damit sind wir voll ausgelastet.

Wenn man sich beim Gang in die Natur einmal umschaut, liegt überall das Holz unbeachtet herum. Hier fällt mal ein großer Ast von den Bäumen, da stürzt mal ein Baum im Windbruch um, da liegen überall die kleinen Ästchen auf den Wegen oder im Gewerbegebiet wird die Schüttgutfläche vergrößert und der Einfachheit halber wird das gleich mit dem Bulldozer gemacht und die Bäume fallen dann um. Hier war das so und keiner hat sich in den letzten beiden Jahren darum gekümmert, was aus den Bäumen wird, die dem Bulldozer zum Opfer fielen. Würde es den Leuten nicht so gut gehen, hätten sie schon längst das Holz aus den Wäldern geholt. Aber noch sind die Menschen nicht zwangsläufig darauf angewiesen. Noch nicht!

Wir sind vielleicht bald darauf angewiesen oder sehen zumindest, daß hier eine Zeit kommen wird, wo man vorsorgen sollte, auch in Richtung Heizmaterial. Also habe ich bei meinem täglichen Spaziergang immer das mitgenommen, was mir an Holz vor die Füße gefallen ist oder was achtlos herumlag. Das Anfeuerholz, also die kleinen dünnen Holzscheite, sind das teuerste Holz, was es im Baumarkt zu kaufen gibt, reichlich 3 Euro der Beutel und da ist nicht wirklich viel drin. Auf der anderen Seite liegt überall das Kleinholz herum und keiner kümmert sich drum. Dann kümmere ich mich eben darum und verwerte es als Anfeuerholz.

So habe ich beachtliche Mengen gesammelt und im Frühjahr und Sommer gemütlich im Garten gesessen und meine „Schätze“ schön klein geschnipselt und in Säcke gefüllt und die größeren Stämme gesägt und im Schuppen aufgestapelt. Da ist mehr zusammengekommen, als ich gedacht hätte. Nun können wir dieses Holz nutzen und haben eine schöne warme Stube. Unser kleiner Ofen heizt die ganze Wohnung in wenigen Minuten. Immer wieder freue ich mich über diesen kleinen Gesellen, der es uns mit so wenig Heizmaterial so schön gemütlich macht. Aber das Beste ist, daß dieses Holz alles kostenfrei ist und mich nur etwas Mühe des Sammelns und der Verarbeitung gekostet hat. Niemand ist dadurch zu Schaden gekommen, denn es mußte nicht gestohlen werden oder sonst wie illegal beschafft werden. Es steckt nur der Fleiß und allerhand Zeit dahinter. Aber wie habe ich im Text unter der Überschrift meines Blogs so schön geschrieben: Sie haben Zeit...Nutzen Sie Ihre Zeit und Sie werden Ihre Freiheit gewinnen. Nur wer autark ist, ist auch frei. Frei von der Abzocke und Willkür des Systems...

Ich habe mir die Freiheit genommen und meine Zeit sinnvoll genutzt. Eine Sichtweise, an der viele Hartz IV-Bezieher noch straff dran arbeiten müssen, wenn nicht mit dem Ende des Geldes noch viel Monat übrig sein soll. Man kann nur das Geld ausgeben, was man hat. Für den Rest an Bedürfnissen muß man kreativ werden. Nur vor der Glotze sitzen und über den bösen „Staat“ schimpfen, das bringt niemanden weiter, davon wird keiner satt und man hat auch keine warme Stube. Aber wer, wie ich, seine Freizeit nutzt und sich nicht davor scheut, hart zu arbeiten und mindestens 8 bis 10 Stunden am Tag dafür sorgt, daß alles da ist, was man zum Leben braucht, der kommt gut über die Runden. Man muß nur wieder lernen, selbst die Verantwortung dafür zu übernehmen, daß man alles hat, was man braucht.

Wie heißt das gute alte Sprichwort: „Wenn Du in den Spiegel schaust, siehst Du denjenigen, der für Dein Leben verantwortlich ist“.

Oder: Es kommt nicht darauf an, mit dem Kopf durch die Wand zu gehen, sondern mit den Augen die Tür zu finden.

Machen Sie etwas daraus!


Sonntag, 22. September 2013

Mistelpulver und Knopfkraut gegen zu hohen Blutdruck

Bei den Kelten hatte sie Symbolcharakter, war heilig und man sprach ihr zauberkräftige Wirkung zu. Die Mistel. Im Laufe der Zeit galt sie immer wieder als Allheilmittel und Mythen rankten sich um diese Pflanze. Im Volksglauben wurde sie verehrt und in der Neuzeit als Heilmittel wiederentdeckt.

Die wundertätige und heilkräftige Wirkung der Mistel scheint sich zu bestätigen. Vor allen Dingen in der alternativen Heilkunde hat sie in den letzten Jahren von sich reden gemacht.

Auch ich nutze das mystische Kraut, was die Einen nur verwenden, wenn sie sich zu Weihnachten unter diesem Strauch küssen wollen, die Anderen nutzen es in der Krebstherapie. Die Ärzte wollen davon meist nichts wissen, denn sie haben einen eindeutigen Auftrag der Pharmamafia, deren Produkte zu verkaufen. Tun sie das nicht, werden sie diffamiert, es wird ihnen Ärztepfusch unterstellt und sie werden durch die Medien fertig gemacht. Man sollte also immer hellhörig sein, wenn die Ärzte von etwas abraten, was die Homöopathie für gut und nützlich bewertet. Ärzte sind die Spielbälle der Pharmamafia und sie erhalten großzügige Löhne/Schweigegelder, damit sie auch zukünftig noch mitspielen. Wenn die Ärzte das irgendwann einmal verinnerlichen und dieses Spiel nicht mehr mitspielen, ist die Pharmamafia erledigt. Doch dabei sind auch die Menschen gefragt, sie müssen sich wehren und auf homöopathische Produkte bestehen, auch wenn ihnen damit gedroht wird, daß das die Kassen nicht bezahlen. Warum zahlen es die Kassen nicht? Weil sie genauso unter dem Druck dieser Mafia stehen!

Ich gehe seit Jahren zu keinem einzigen Arzt mehr und ich fühle mich „sauwohl“ dabei. Natürlich habe ich zu hohen Blutdruck, wie so viele Menschen in unserem Land. Ist ja auch kein Wunder. Der psychische Streß aus Existenzangst und Leistungsdruck, schlechtem Gewissen von Eltern, die den ganzen Tag arbeiten müssen, um die Familie finanziell durchzubringen, obwohl sie wissen, daß sie sich in dieser Zeit nicht mit ihren Kindern abgeben können und die Kinder unter diesem Defizit leiden, ist kollosal und er ist gemacht, um uns in die Arme dieser Mafia zu treiben.

Ich habe mich kundig gemacht, wie man hohen Blutdruck senken kann und ich bin fündig geworden. Mistelpulver. Ich nehme es täglich vor dem Essen, immer einen halben Teelöffel voll. Damit habe ich den Blutdruck im Griff. Zumindest in dem Bereich, wo man damit leben kann. Und ich brauche keine tödlichen Beta-Blocker. Ich grüße an dieser Stelle die Genozid-Mafia. Mich bekommt Ihr nicht...

Hier kann man das Mistelpulver besonders günstig erhalten: http://www.daskräuterhaus.de/
200 Gramm für 3,25 Euro zuzügl. Versandkosten 5 € (Stand 22.09.2013).

Mein Tipp: Bestellen Sie gleich mehrere Beutel Mistelpulver, das hält sich sehr lange, dann lohnen sich auch die Versandkosten.

Hier haben Sie nur 4,90 € Versandkosten, ansonsten ist der Preis gleich: http://www.kraeuterbazar.de/tee-shop/heilkräuter-wurzeln/mistelpulver/

Auch das kleine Knopfkraut hilft gegen zu hohen Blutdruck. Es soll zusätzlich blutreinigend wirken und gegen Vitamin-C-Mangel und Anämie helfen. In der Homöopathie wird es auch gegen grippale Effekte genutzt. Die traditionellen Heiler der Afrikanischen Zulu sollen den auch in Afrika verbreiteten Neuankömmling als Mittel gegen hohen Blutdruck entdeckt haben. Klinische Untersuchungen der Universität von Kwa-ZuluNatal in Südafrika bestätigten den blutdrucksenkenden Effekt.

In Brasilien soll der Tee aus Blättern und Blüten des “Picão Branco“ zur Linderung von Magenbeschwerden, Leberschmerzen und anderen Infektionen des Verdauungsapparats angewendet werden. Die Phytotherapie setzt Knopfkrauttinkturen gegen Krebsleiden ein.

Warum wird uns dieses Wissen durch die öffentlichen Medien unterschlagen? Weil die Pharmamittel zur Blutdrucksenkung ein riesiger Markt sind! Die Blutdruckgrenzen wurden peu a peu immer weiter gesenkt, damit man diesen Markt immer weiter ausdehnen kann und auch Gesunde zu Kranken machen kann. Nur ein „Kranker“ ist eine Umsatzquelle für die Pharmamafia!

Steigen Sie, wie ich, aus diesem Hamsterrad aus und ernten Sie das Unkraut im Garten. Ist eh die beste Methode, um mit dem „Unkraut“ fertig zu werden.

Vorausgesetzt, Sie lassen erst mal alles wachsen, was da an „Unkraut“ wachsen will. Sie werden sich wundern, was da alles zum Vorschein kommt und was alles pure Phytoenergie ist und somit die einzig wahren Lebensquellen sind. Wenn Sie das „Unkraut“ essen, müssen Sie es nicht mühevoll aushacken. Lassen Sie die Leute über ihren „unkrautigen“ Garten herziehen, sie wissen es nicht besser, weil sie so erzogen wurden, daß ein Garten „klinisch rein“ sein muß. Muß er nicht!

Lassen Sie die Leute reden und lassen Sie diese Leute zum Arzt rennen, weil ihnen trotz ständig wachsendem Medikamentenangebot und braven Vorsorgeuntersuchungen immer etwas fehlt. Denen fehlt nur Eines – Die Gesundheit, denn die wächst bei Ihnen und bei mir im Garten.

Heute schon „Unkraut“ gepflückt?

Hier finden Sie weitere Infos zum gesunden Nutzen von Wildkräutern:


Lassen Sie es sich gut schmecken!



Freitag, 20. September 2013

Pilze – Die Natur schenkt es kostenfrei

Seit wir vor 2 Jahren aufs Land gezogen sind, haben wir auch viel Wald um uns herum. Die Lausitz ist ja an sich schon herrlich aber wenn man den Wald direkt vor der Haustür hat, dann ist das natürlich umso besser und vor allem sehr einträglich was die Versorgung mit Pilzen & Co. betrifft.

Im letzten Jahr hatte es viel geregnet. Da haben wir die Pilze gefühlte tonnenweise aus dem Wald geholt. Sie standen zu Hauff und wollten nur noch geerntet werden. Und das haben wir dann ja auch getan. Ich habe noch nie in meinem Leben so viele Pilze verarbeitet, wie im letzten Jahr. Damit ich das alles unterbrachte, mußte ich extra noch zusätzliche Regale kaufen. Ich stehe zwar im Konsumboykott und möchte am liebsten gar kein Geld mehr in dieses perverse System stecken aber wenn man Selbstversorgung betreiben will, weil man eben so wenig wie nur möglich kaufen will, dann braucht man auch den nötigen Stauraum. Also macht es schon Sinn, an dieser Stelle nicht zu geizig zu sein, wenn man nicht den ganzen Fußboden zustellen will und irgendwann ist ja auch der Fußboden mal ausgereizt. Regale müssen also sein und es hat sich auch gelohnt, denn Stauraum braucht man jedes Jahr für die Ernte.

In diesem Jahr war es hier sehr trocken. Wenn es 4 bis 5 Mal richtig geregnet hat, war es viel. Das ganze bisherige Jahr war also ein Kampf um jeden Tropfen Wasser, damit man wenigstens den Garten mit kostenfreiem Regenwasser gießen konnte. Das hatte natürlich auch Auswirkungen auf die Pilze. Keine Pilze weit und breit, alles ausgedörrt. Doch nun hat es ein paar Mal geregnet. Gott sei Dank!

Der „normale“ Mensch, der den ganzen Tag auf Arbeit rennt und sich für ein Almosen täglich abschindet, der freut sich natürlich, wenn er den Feierabend mit schönem Wetter verbringen kann. Der Gärtner hingegen freut sich, wenn er mal nicht gießen muß. Für den Gärtner ist gutes Wetter, wenn es ca. 2 Mal in der Woche regnet. Dann wächst und gedeiht alles hervorragend, denn so viel man auch gießen mag, es ersetzt keinen warmen Sommerregen und es wachsen auch keine Pilze.

Gestern nun sind wir in die Pilze gegangen. Ich hatte nicht allzuviel erhofft, denn es war nicht wirklich so viel Regen, daß man eine überdurchschnittliche Pilzernte erwarten könnte aber es hat sich wider Erwarten gelohnt. Pilze ganz ohne Maden, noch schön klein und fest und vor allem in Massen. Dabei heraus gekommen sind nach dem Putzen zwei Wassereimer voll geschnipselter Pilze. Die wollen verarbeitet werden.

Da ich aus dem letzten Jahr noch einige Gläser eingekochter Pilze hatte, mußte ich dieses Jahr noch nicht für soviel Nachschub sorgen. Ich habe im letzten Jahr ganz einfach die Pilzschnipsel in die Gläser gefüllt, einen Teelöffel Himalaya-Salz drauf, kaltes Wasser drüber gießen, Twist-off-Deckel drauf, zudrehen und ab in den größten Kochtopf mit den Gläsern. Etwas Wasser in den Topf gießen (ca. ½ voll - auf die Größe der Gläser bezogen). Auf den Topf den Deckel drauf und eine Stunde inklusive Erwärmungsphase einkochen lassen, fertig. Da kann man später leckere Eintöpfe draus machen.

Was wir aber noch viel mehr lieben, sind sauer eingelegte Waldpilze. Da haben wir etliche Gläser verbraucht. Einfach zum Abendessen mal etwas dazu, so als Antipasti. Da braucht man sonst nicht viel mehr. Eine Schnitte selbst gebackenes Brot mit Butter und etwas Himalaya-Salz drauf. Da lassen Sie jede „Einheitsgeschmackswurst“ links liegen. Und es ist vegetarisch, so, wie ich es haben will.

Ich habe mich heute an die Verarbeitung der zwei Eimer Pilze gemacht. Das Rezept mit den sauer eingelegten Pilzen habe ich etwas abgewandelt, weil man es sich nicht schwieriger machen sollte, als es unbedingt notwendig ist. Ich mache den Sud mit etwas mehr Salz, lasse alles ca. 10 Minuten kochen damit die Zwiebeln etwas glasig werden und dann gebe ich in diesen Topf die Pilze rein. Die Zeit, bis die Pilze kochen, reicht aus, damit sie die Gewürze gut aufnehmen. Immer mal etwas mit dem Schaumlöffel nach unten drücken, damit alles gleichmäßig heiß wird. Wenn es kocht, ca. 5 Minuten kochen lassen und dann gleich mit dem Schaumlöffel die Pilze in die heißen Gläser wandern lassen. Es ist genug Brühe dabei, daß die Pilze mit dem leckeren Pilzsud eingedeckt sind. So können sie auch noch im Glas weiterhin gut durchziehen. Ich mache die Gläser fast randvoll, dann die Gläserränder mit einem sauberen heißen Spültuch noch abwischen (Vorsicht, kein Spülmittel darf dran sein), dann den heißen Twist-off-Deckel drauf und abkühlen lassen. Fertig sind die leckeren sauer eingelegten Waldpilze.

Ich habe aus den zwei Wassereimern immerhin 18 Gläser bekommen. Das reicht eine Weile. Aber wenn man bedenkt, daß das Jahr 52 Wochen hat, sind 18 Gläser nicht wirklich viel. Es ist unglaublich, was der Mensch während eines Jahres so alles verspeist. In unserem „Supermarktdenken“ plant man von einer Woche bis zur nächsten und was man braucht, wird aus dem Supermarkt geholt. Wenn man das aber alles nicht mehr will, weil man sich nicht mehr vergiften lassen will und man nur noch dem vertrauen kann, was man selbst produziert oder gesammelt hat, dann wird einem die Dimension der Selbstversorgung bewußt. Da muß man in ganz anderen Relationen denken. Früher war dieses Denken ganz normal und die Hausfrauen waren es gewohnt, in Jahresrelationen zu planen und zu wirtschaften. Wir sollten es wieder erlernen, denn ein Fehler ist es ganz gewiss nicht, selbst zu produzieren und Vorratslagerung zu betreiben. Mit einem Blick auf das Portmonee lohnt sich das auf jeden Fall.

Die Pilze haben mich nichts gekostet außer zwei Stunden Zeit zum Sammeln. Noch eine Stunde zum Putzen (da waren wir Gott sei Dank zu zweit) und heute zwei Stunden zum Verarbeiten. Die benötigten Gewürze liegen auf der Menge bezogen im Centbereich. Und genau so will ich es haben. Gesund, lecker, immer etwas verfügbar und ich weiß, was drin ist.

Also dann, Guten Appetit!


Donnerstag, 19. September 2013

Teure Feuchtigkeitscreme? - Ein Tropfen Olivenöl reicht!

Mal Hand aufs Herz, wie viele verschiedene Sorten von Hautcreme haben Sie im Schrank?
Ich habe meinen Kosmetikschrank entsorgt. Ich hatte keine Verwendung mehr dafür, er war seit langem immer leer.

Haben Sie mal zusammengerechnet, welche Werte in Ihrem Kosmetikschrank stehen? Und was ist dabei heraus gekommen? Haben Sie denn schöne feuchte Haut? In den seltensten Fällen kann man das wohl mit ja beantworten. Ob man feuchte und somit glatte und gesund aussehende Haut hat, das hat viele Gründe. Ein Grund ist, ob man der Haut von innen Feuchtigkeit zuführt, also viel trinkt.
Hier möchte ich aber auch gleich auf einen Irrglauben hinweisen, der, wie ich das schon oft gesagt habe, auf die Medienverblödung durch das Hartz IV-Fernsehen zurückzuführen ist.

MINERALWASSER IST NICHT SO GESUND, WIE MAN UNS DAS GLAUBHAFT MACHT!

Wasser ist gut, Quellwasser ist besser. Nehmen Sie aber bitte kein Quellwasser aus dem Supermarkt, was im 5-Liter Kanister so schön billig ist. Das ist so billig, weil es in Massen gekauft werden soll. Und es soll in Massen gekauft werden, weil das Rattengift Fluor drin ist. Ja, Fluor ist Rattengift! Und Sie sind die Ratten, die vergiftet werden sollen. Ich höre schon wieder die Kritiker tönen, die beauftragt sind, genau dieses Wissen vor den Menschen geheim zu halten. Sie sollen mir das auch gar nicht glauben, Sie brauchen es nur zu recherchieren, dann können Sie es glauben, weil Sie es selbst herausgefunden haben. 

Aber Wasser und der Genozid der Menschheit sind ein anderes Thema. Heute soll es um Kosmetik gehen, die Ihre Haut weich wie ein Kinderpopo werden läßt. 

Wenn man in die Jahre kommt und trotzdem noch etwas Gutes für die Haut tun will, dann Hände weg von Chemie. Die Chemie aus dem Drogeriemarkt ist dafür verantwortlich, daß unsere Haut überhaupt Cremes "braucht", um den Feuchtigkeitseffekt zu offerieren. Und weil das nicht gelingt, kaufen wir immer mehr Cremes in dem irrigen Glauben, daß wir unserer Haut damit etwas Gutes tun. Ein Teufelskreis, der von den Herstellern der Tausenden von Cremes genau so gewollt ist. Wir sind das Umsatzvieh, nicht mehr und nicht weniger. Nur dazu da, diesen Geldgeiern die Taschen zu füllen!

Aber nicht mit mir! Ich lebe schließlich im Konsumboykott, weil mir genau diese meschenverachtenden und raffgierigen Machenschaften zuwider sind. Und das ist mein Protest. Ich kaufe mir die Artikel dieser Blendwerker einfach nicht mehr. Und da kann die Werbung noch so toll sein. Gott sei Dank muß ich mir auch kein Verblödungsfernsehen mehr ansehen. Da bleibt mir die Aufdringlichkeit von Frauen, die so tun, als ob sie kurz vor dem Orgasmus stehen, wenn sie die eine oder andere Kosmetik benutzen, erspart. 

Wenn Sie Ihrer Haut etwas Gutes tun wollen, dann brauchen Sie nur eins:

Einen Tropfen Olivenöl!

Was schätzen Sie, wie viele Tropfen in einer Flasche Olivenöl drin sind? Zig-Tausende! Sie können also Ihre Haut zig-tausend Mal einölen. Was kostet eine Flasche Olivenöl? 3 Euro? 5 Euro? 

Was kostet im Gegenzug Ihre Hautcreme? 13 Euro? 15 Euro? Ja, es gibt auch preiswertere. Es gibt ja auch preiswerteres Olivenöl.

Und wie lange reichen Sie mit Ihrer Hautcreme? Bestimmt nicht so lange, wie mit einer Flasche Olivenöl. Zumindest, wenn Sie das Öl nur zum Eincremen Ihrer Haut verwenden würden. 

Es zieht herrlich schnell ein, ist rein natürlich, ohne Chemie und Ihre Haut wird es Ihnen danken!

Also dann, es gibt nichts Gutes, außer man tut es!




Samstag, 14. September 2013

Kalk für den Garten? - Eierschalen nutzen!

Viele Pflanzen brauchen Kalk zum wachsen. Nun kann man den Kalk kaufen und im Garten streuen, fertig.

Ich bin aber mit meinem Konsumboykott immer auf der Suche nach Alternativen, die nichts oder nur sehr wenig kosten. Und wenn der Garten nicht an totalem Kalkmangel leidet, braucht man ja auch nur geringe Mengen an Kalk.

Haben Sie schon mal darüber nachgedacht, wie viele Eierschalen in Ihrem Haushalt während eines Jahres anfallen? Es sind Massen. Hier mal kochen, da mal braten, backen, Früchstücksei und so weiter.

Wir heben diese Eierschalen immer auf. Sie werden in einer Schale getrocknet, dann in einer Tüte gesammelt und wenn man eine ganze Menge zusammen hat, gebe ich sie in ein Geschirrtuch, zerdrücke sie mit dem Handrücken, so daß es nur noch ganz kleine Stückchen sind. Die gebe ich dann in eine Kaffeemühle und mahle sie noch kurz ganz fein zu Staub. Fertig ist der Kalkbedarf für den Garten.

Meine Devise: Die Eier haben einmal Geld gekostet, weil wir als Mieter leider keine eigenen Hühner halten können. Da ist es für uns doch mehr als selbstverständlich, daß wir alles, was einmal Geld gekostet hat, auch bis zum letzten Rest verwerten. Der Garten dankt es uns mit einer reichlichen Ernte.

Vor allem die Petersilie braucht Kalk. Seit ich ihr immer mal einen Kalkschwupps gebe, sieht sie schon viel besser aus als zu der Zeit, wo ich diese Idee mit den gemahlenen Eierschalen noch nicht hatte. Früher hat die Petersilie nur so vor sich hingedümpelt und ist irgendwann gelb geworden und dann auch immer eingegangen. Jetzt sieht sie schön grün aus und hält sich wacker. Ich werde das weiterhin machen, denn was ist die Küche ohne Petersilie?

Also, immer schön kreativ werden und gut überlegen, was man aus allem machen kann oder für was es noch genutzt werden kann. Nur so lernt man zu sparen und man kann sein Geld für andere Dinge ausgeben, die man nicht selbst herstellen oder erwirtschaften kann.

Hier kann man mal sehen, was wir sparen, wenn wir das Eierschalenmehl selbst herstellen. Pro Kilo Eierschalenmehl knapp 40 Euro. Dafür kann man viele Eier kaufen, Wahnsinn!

http://www.amazon.de/Bio-Nahrungserg%C3%A4nzung-Eierschalen-Pulver-600g/dp/B01149WJS6/ref=sr_1_2/276-2082335-3000207?ie=UTF8&qid=1451901466&sr=8-2&keywords=bio+eierschalenpulver

Bis bald
Eure Petra K.


Donnerstag, 5. September 2013

Zahncreme? Nein Danke – Nervengift brauche ich nicht!

Das ist schon eine sehr provozierende Überschrift, oder? Aber es trifft genau des „Pudels Kern“.
Zahncreme, wie man sie bis auf wenige Ausnahmen im Supermarkt kaufen kann und wie sie in der Werbung immer mit einem strahlenden Lächeln und blitzweißen Zähnen suggeriert wird, ist morgens unsere erste Dosis Nervengift und abends unsere letzte. Und jeder, der noch das Märchen vom ach so gesunden Fluor glaubt, ist selber dran schuld, wenn er sich wundert, warum sich in diesem Land nichts ändert, was unbedingt zum Positiven geändert werden müßte. Das Nervengift Fluor ist neben vielen anderen Nervengiften dafür verantwortlich, daß die Menschen trotz des Bewußtseins über die Ungeheuerlichkeiten in unserem Land so still halten, wo es in jedem anderen Land, in dem es kein Fluor im Wasser oder in der Zahncreme gibt, schon längst Revolten auf den Straßen gegeben hätte, weil die Menschen dort die Ungerechtigkeiten und die Ungesetzlichkeiten niemals in Kauf nehmen würden.

Und weil es den Machern, welche die Strippen auf dieser Welt ziehen, zu langsam geht, daß sie den Morgenthau-Plan umsetzen können, reicht ihnen das Fluor als Gift noch nicht aus. In der Kinderzahnpasta ist nun auch schon Strontium zu finden. Als ob man den Kindern mit Ritalin nicht genug zusetzt, jetzt müssen sie auch noch radioaktiv verstrahlt werden. Es ist zum Schreien aber keiner will es hören. Die Menschen glauben der Werbung alles, hinterfragen aus Bequemlichkeit nichts – wohl auch, um sich vor der Konsequenz der Erkenntnisse zu schützen, denn dann muß man sich entscheiden, wie man weitermacht und davor scheuen sich die Menschen, weil sie sich ihre bisherige kleine, heile Welt erhalten wollen. Doch jeder ist seines Glückes Schmied. Jeder hat das Recht, sich von den Mächtigen umbringen zu lassen!

Ich gehöre nicht zu diesen Menschen. Ich habe mich entschieden. Die kleine heile Welt gibt es schon lange nicht mehr und ich habe dies erkannt, weil ich aus dem „Hamsterrad“ ausgestiegen bin.

Nur ich selbst kann für meinen Körper und für meine Gesundheit die Verantwortung tragen, niemand sonst kann mich dazu zwingen, etwas zu konsumieren, was meinen Körper oder meine Seele krank macht. Und deshalb gibt es bei uns auch schon seit Jahren keine fluorhaltige oder mit allen möglichen Chemikalien verseuchte Zahncreme mehr.

Unsere Alternative – Schlämmkreide und Heilerde!

Ja, ich höre die Skeptiker schreien – kein Schaum beim Zähneputzen, kein Minzegeschmack, kein gesundes Fluor – das kann ja gar nicht gut sein.

Doch, es ist gut und es ist gesund. Es ist bei Schlämmkreide z. Bsp. bioverfügbares Calzium, also der Stoff, der unsere Zähne gesund zubeißen läßt. Und mit Heilerde kann man sich sehr viel Gutes tun, wenn man gesund leben will.
Ich finde auch, daß sich meine Zähne jetzt viel besser anfühlen, als zu den Zeiten, als ich noch die Zahncreme der "Menschheitsvernichter" benutzt habe. Es fühlt sich glatter an und der morgendliche, nicht gerade appetitliche Geruch ist auch weg.

Es ist aber nicht nur der gesundheitliche Aspekt für uns so wichtig. Auch der Preis ist für mich entscheidend. Bei Schlämmkreide und Heilerde braucht man nur geringste Mengen, um gesund Zähne putzen zu können. Der Preis ist jedoch viel zu gering, um damit so gute Geschäfte zu machen, wie mit fluorhaltiger Zahncreme aus dem Supermarkt und jeder Menge krankmachender Substanzen.

Schlämmkreide ist der Grundstoff einer jeden Zahncreme. Das, was die Zahncreme so teuer macht, ist die überflüssige und noch dazu schädliche Chemie. Ein Schelm, der Böses dabei denkt...

Man kann also getrost auf die Chemie und die krankmachenden Substanzen verzichten und den Grundstoff der Zahncreme pur verwenden. Billiger kann man die Zahnpflege nicht bekommen und das passt wiederum genau in meinen selbst gewählten Konsumboykott. Für mich kommen nur noch gesunde und bioverfügbare Dinge in Frage. Schlämmkreide und Heilerde gehören dazu.

Wenn mal keine Zahnpasta verfügbar ist, kann man durch das Kauen von frischem Salbei auch die Zähne reinigen. 

Hier noch ein Video zum Thema alternative Zahnpflege:



Nachtrag: 09.10.2016:
Inzwischen habe ich auch schon oft mit Kokosmilch meine Zähne geputzt, vorallem, wenn ich mal eine kleine entzündete Stelle am Zahnfleisch hatte, denn Kokosmilch wirkt antibakteriell und der Geschmack ist einfach herrlich.



Mittwoch, 4. September 2013

Giersch – gesund und völlig kostenfrei

Wieder einmal habe ich mir Gedanken gemacht, was man essen kann und auch gerne essen möchte, wenn man kein Geld hat oder auch kein Geld ausgeben will. Trotzdem will man satt und zufrieden sein und für die Gesundheit und das Wohlbefinden soll es auch gut sein. Im Supermarkt wird man bei solchen Erwartungen sicher nicht fündig. Natürlich, das sieht alles sehr gesund aus, was da in den Gemüseregalen liegt. Wie es hochgezüchtet, alles Wichtige für eine gesunde Ernährung heraus gezüchtet, damit wir in den Fängen der Pharmamafia landen und wie es nach der Ernte noch weiter behandelt wurde, damit es sich lange hält, weil nur in diesem Zustand kann man es verkaufen, darüber will ich gar nicht nachdenken.

Ich bin prinzipiell der Meinung, daß an den Eingangstüren zu den Supermärkten das Totenkopfzeichen aufgeklebt werden sollte, damit man sieht, was einem in den Räumen erwartet. Viel Schein und wenig Sein. Viel Lüge auf den Verpackungen und wenig Wahrheit in den Verpackungen. So kann man es leider inzwischen auf den Punkt bringen.

Aber man muß es ja nicht kaufen. Und wenn man das erst einmal begriffen hat, sucht man nach Alternativen. Für bewußt lebende Menschen ist es eine Selbstverständlichkeit, in der Natur die Lebensmittel zu suchen und zu sammeln und selbst an die Natur stellen die Bewußten sehr hohe Ansprüche und diese Ansprüche kann man nahezu nur noch im eigenen Garten finden, wenn man mal von den täglich versprühten Chemtrails absieht, denn das fällt ja auch mal vom Himmel und leider eben auch in unsere Gärten. Die tägliche Dosis Nervengift ist uns also allemal sicher.

Ich kann nur hoffen, daß sich die Menschen bald einmal darüber im Klaren werden müssen, daß uns der Himmel über uns nicht gehört und daß es hier auch kein Hoheitsrecht für unseren Himmel gibt, weil wir hier unter den Besatzungsmächten keine Hoheitsrechte haben. Aber das ist eine andere Geschichte.

Auf diesem Blog soll es um kostenfreie oder sehr günstige Lebensmittel gehen, weil man an die eigene Ernährung ausschließlich die höchsten Ansprüche stellen sollte, dann wird man auch nicht krank, weil das Immunsystem immer in Hochform ist. Die Natur schenkt uns alles in Hülle und Fülle, zumindest von Frühjahr bis in den Herbst hinein.

Ein Geschenk der Natur ist der Giersch.

Für die Gärtner der älteren Generation ist er das meist gefürchtetste Unkraut, weil kaum beherrschbar. Für die Bewußten und die Goumets der neuen Generation ist es das ergiebigste Naturheil, das man sich vorstellen kann. Fast immer verfügbar, gesund ohne Ende, wächst in Massen und ist völlig kostenfrei. Bei uns im Garten wächst er leider nicht. Vielleicht verirrt er sich ja mal irgendwann zu uns. Dann werde ich ihm über alles danken, daß ich nun nicht mehr bei unserem Vermieter den Giersch ernten muß.

Heute habe ich mal wieder bei ihm geerntet. Ganz junge Triebe, weil die Mutter des Vermieters hinter dem Giersch her ist, und ihm jegliche Chance zum Leben nimmt und alles raus reißt, was auch nur ansatzweise wie Giersch aussieht. Mir tut das immer in der Seele weh aber sie kann es einfach nicht lassen. Und sie will auch gar nicht hören, wie gesund die Blättchen sind. Na ja, dafür ist sie ja auch Stammkunde bei der Pharmamafia. Wenn ich eines gelernt habe, dann ist es, kein schlechtes Gewissen zu haben, wenn man jemandem zu seinem Glück verhelfen will aber der andere von diesem Angebot keinen Gebrauch machen will. Die mediale Gehirnwäsche hat eben ganze Arbeit geleistet.

Ich kann ja von diesem Gesundheitsangebot regen Gebrauch machen und ich bin schon seit Jahren bei keinem Arzt mehr gewesen. Heute abend habe ich die kleinen Giersch-Blättchen klein geschnitten und auf das Brot und in den Tomaten-Gurken-Salat mit Hirtenkäse gegeben. Auf das Brot kommt dann eben auch Schnittlauch, Kapuzinerkresse, Dill, Oregano, Thymian, Portulak, die Blüten von Borretsch, wilder Malve, Ringelblumen & Co. 
Abendbrot mit einer großen Dosis Gesundheit.

Hier gibt es weitere Informationen und Rezepte zum Giersch: http://www.iknews.de/2013/04/27/giersch-der-staendig-nachwachsende-wildspinat/

Hier noch zwei Videos zum Thema Giersch:







Und noch etwas habe ich heute in unserem Garten gefunden. Das Knopfkraut. Es ist so vieles essbar und unendlich gesund. Oft kennt man nur die Pflanzen nicht. Ich hatte also heute wieder ein ganz tolles Abendessen, mein Immunsystem wird es mir danken und das Knopfkraut wird meinen hohen Blutdruck senken. Genau so muß es sein.

Dann kann ich mir ja jetzt auch noch ein Glas Weinschorle gönnen. Genau das Richtige bei dem schönen Wetter.


Prost! Und immer schön die Augen aufhalten. Meist wächst alles vor Ihrer Haustür, was gut für Sie ist!






Samstag, 31. August 2013

Brot backen

Wenn man auf das Brot nicht verzichten möchte, weil man, wie ich, noch nicht auf dem veganen Trip ist, dann muß man inzwischen tief ins Portmonee greifen. Ein Brot kostet bei 750 Gramm fast 3 Euro. Und mit 750 Gramm kommt man nicht weit. Die Bäckereien backen aber, wie es mir so vorkommt, lieber 750 Gramm Brote als Kilobrote, weil sie daran mehr verdienen. Aber da haben sie die Rechnung ohne mich gemacht. Ich mache das nicht mehr mit, ich wurde in meinem bisherigen Leben zu oft abgezockt und ich habe beschlossen, auch an dieser Stelle einen Konsumboykott einzuführen.

Nun kann man schwer auf Brot verzichten, wenn man etwas essen und satt werden will. Welchen Kompromiß kann man also eingehen? Natürlich, man backt selbst das benötigte Brot.

Nun will ich nicht soweit gehen, daß ich die Brotmischung selbst zusammenstelle. Das kann man sicherlich machen und es ist auch eine Gewissheit, was man drin hat. Ich habe jedoch in meinem Vorratslager noch einige Packungen Brot-Backmischungen. Die haben auch einmal Geld gekostet und müssen verbraucht werden. Außerdem kostet eine Packung Backmischung ca. 90 Cent. Das Mehl ist auch nicht preiswerter und da bräuchte ich noch die Gewürze für die Backmischung, die kriegt man auch nicht umsonst. Also ist es für mich naheliegend, so eine Brot-Backmischung zu kaufen, noch etwas Himalaya-Salz dazugeben, denn die Backmischungen sind manchmal etwas fad im Geschmack. Wenn ich das Salz unter das Mehl gerührt habe, kommt 750 ml warmes Wasser dazu und mit dem Rührgerät wird alles verrührt. Erst langsame Stufe, dann, wenn alles schön verrührt ist, nochmal schnelle Stufe. Man kann da eigentlich gar nichts falsch machen. Auf das Rührgerät könnte man in Zeiten, wo es keinen Strom gibt oder weil man den Stromverbrauch sparen will, auch verzichten. Dann knetet man die Backmischung nach der Zugabe des warmen  Wassers durch. Das geht auch. Nur wenn man die Finger nicht so verkleckern will, bietet sich eben das Rührgerät eher an.

Dann gebe ich in eine weitere, geringfügig größere Schüssel heißes Wasser. Die Schüssel mit der zusammengerührten Backmischung gebe ich in die größere Schüssel, decke das mit einem Geschirrtuch ab und stelle diese beiden Schüsseln auf das Fensterbrett in die Sonne (vorausgesetzt, sie scheint, denn man braucht Wärme, damit der Teig gehen kann). Wenn die Sonne scheint oder unter dem Fenster ein Heizkörper an ist, kann man auch auf diese Prozedur verzichten, da stelle ich die Schüssel mit der angerührten Backmischung einfach so auf das Fensterbrett.

Wenn sich die Menge um mindestens das doppelte vergrößert hat, kommt meine große Backform zum Einsatz. Ca. 40 cm lang und auch so ca. 10 cm breit. Eine Kastenform. Da kann man ganz herrlich Brot darin backen, denn nur auf einem Blech läuft die Backmischung in alle Richtungen, das mag ich nicht. Ich will ein schönes hohes Brot. Bei Teflon braucht man auch nur ganz wenig Fett zum Ausfetten, dann noch etwas Gries oder Mehl an den Rändern und auf den Boden der Backform, daß man das Brot nach dem Backen einfach herausbekommt.

In diese Backform schütte ich dann die aufgegangene Brotmischung. Die Backform mit der Brotmischung stelle ich dann wieder auf das Fensterbrett, Geschirrtuch darüber und nochmal gehen lassen, bis die Backmischung den oberen Rand der Backform erreicht hat. Nun nur noch den Herd aufwärmen auf 220 Grad, steht ja auch alles in der Anleitung auf der Packung. Wenn der Herd die Temperatur erreicht hat, Brot hinein, nach 10 Minuten auf 200 Grad herunter drehen und insgesamt ca. 60 Minuten backen.

So ca. 15 Minuten vor Ende der Backzeit, kippe ich das Brot aus der Form aus und lasse es die restliche Zeit „kopfüber“ auf dem Backrost. So wird auch der Brotboden und die Seiten noch schön cross. Und das Brot schmeckt wie beim Bäcker, ist aber viel billiger.

Man braucht da auch keinen Brotbackautomat. Das war ja mal ganz modern und jeder mußte plötzlich so ein Ding haben. Ich fand, daß es eine Zumutung ist, Brot mit einem Loch in der Mitte zu essen. Das ist für mich kein richtiges Brot. Da will ich durchgängig die Butter drauf streichen können und auch den Belag darauf möchte ich nicht durch dieses Loch entschwinden sehen. Nein, nicht jede Mode muß man mitmachen. Ich liebe meine Backform und ich brauche auch keine 3 Stunden Stromverbrauch, um ein Brot zu backen.

Ich habe ein 1.000 Gramm-Brot für ca. 1 Euro und das Brot schmeckt sehr gut.



Also, Guten Appetit!

Hier gibt es noch weitere Tipps zum Thema Brot backen:
http://die-kluge-hausfrau.blogspot.de/2013/03/brot-backen-ist-ganz-einfach.html 



Mittwoch, 28. August 2013

Schmorgurken – schnell – einfach – fast kostenfrei

In meinem Experiment, weitestgehend ohne Geld auszukommen und trotzdem oder vielleicht auch gerade deshalb gut und gesund zu leben, muß man sich Gedanken machen, was man früh, mittags oder abends essen will, wenn der Magen sich bemerkbar macht.

Nun habe ich den Vorteil, daß ich weitestgehend vegetarisch lebe und deshalb kein teures Fleisch brauche, denn Fleisch und Wurst ist meiner Meinung nach einer der größten finanziellen Belastungen im monatlichen Budget.

Aber was ißt man, wenn man kaum Geld ausgeben will? Nun, das ist einfacher, als so mancher glauben mag. Vorausgesetzt, man hat einen Garten, wo man immer mal etwas ernten kann, was dann gleich in die Küche wandert. Dabei stellt man dann auch immer wieder fest, daß es so gut wie gar nichts gekostet hat und trotzdem ganz lecker und auch noch sehr gesund war. Man wird satt und hat kaum Geld dafür ausgegeben. So und nicht anders stelle ich mir das vor. Immer auch mit dem Wissen im Hinterkopf, daß auch einmal eine Zeit kommen kann, wo die Läden zu oder kahl geräumt sind.

Bei meinem täglichen Rundgang durch den Garten habe ich meine leider jämmerlichen Gurkenpflanzen inspiziert. Ich hatte noch Samen vom letzten Jahr und obwohl ich mich schon im letzten Jahr über die jämmerlichen Pflanzen und die spärliche Ernte geärgert habe, habe ich in diesem Jahr trotzdem noch den Samen gesteckt, auch um ihn einfach zu verbrauchen, weil er ja auch Geld gekostet hat. Ich war der irrigen Meinung, daß ich im letzten Jahr wohl irgendetwas falsch gemacht habe. Als Gartenneuling soll das ja vorkommen. Aber nein, es waren wieder nur kümmerliche Pflanzen, trotz Brennesseljauche als Öko-Dünger, der bei anderen Pflanzen hervorragende Ergebnisse gebracht hat. Und weil ich es nicht eingesehen habe, die Gurken immer wieder zu gießen und nichts kommt dabei raus, nur Gurkenkümmerlinge, da habe ich die paar Dinger geerntet und die Pflanzen kurzer Hand herausgerissen. Nächstes Jahr kümmere ich mich um besseren Samen und hoffe auf eine bessere Ernte.

Aber was macht man mit Krüppelgurken, die keinen Schönheitswettbewerb gewinnen können und auch nicht sonderlich gut schmecken, weil sie irgendwie nur hart sind? Mein Ehemann hatte da eine gute Idee. Schmorgurken! Ich kannte das gar nicht, in der Familie meines Ehemannes war das aber immer ein beliebtes Sommerrezept. Also gab es gestern bei uns zu Mittag Schmorgurken.

Das geht herzlich einfach und auch ganz schnell und preiswert ist es noch dazu. 

Wir nehmen meist folgende Zutaten für unsere Schmorgurken:

ca. 2 kg größere Bauerngurken/Landgurken
3 - 4 Zwiebeln (je nach Größe)
evtl. ein paar Tomaten oder Zucchini
etwas Butterschmalz zum Anbraten
etwas Speck
etwas Brühe
Dill
Himalaya-Salz
etwas Pfeffer
n.B. etwas Bohnenkraut, Rosen-Paprika (scharf), Chillykörner, Basilikum, Thymian, Estragon und viel frischen Dill  

Und so schnell ist es zubereitet:

Die Gurken werden in mundgerechte Stücke geschnitten. In einer Pfanne das Butterschmalz auslassen, den gewürfelten Speck zugeben und ebenfalls auslassen. Die kleingeschnittenen Zwiebeln darin glasig dünsten. Die Gurken zugeben und unter Rühren schön anbraten, mit Salz und Pfeffer würzen, dann Brühe je nach persönlichem Gusto zugeben, nach Bedarf Bohnenkraut und/oder weitere Gewürze hinzufügen und bißfest garen. Bei uns dauert das meist ca. 20 Minuten. 
Dazu gibt es bei uns Salzkartoffen.


Die Gurken haben mich ein Samentütchen gekostet, zum Gießen wird hauptsächlich Regenwasser verwendet, auch das ist kostenfrei (vorausgesetzt, es regnet immer mal und füllt die ganzen Regentonnen). 

Wer mag, gibt zu den Gurken noch ein paar Tomaten oder Zucchini je nach Geschmack oder Verfügbarkeit. 

Ohne Garten würde man ohne Geld verhungern, dessen muß man sich klar sein und man muß dementsprechend vorsorgen. Und wenn man nie gegärtnert hat, so wie ich, da muß man auch erst seine Erfahrungen machen und probieren, was wo und wie wächst oder eben auch nicht. So ein Beispiel sind nun meine Gurkenpflanzen. Ich werde mir echt nächstes Jahr etwas anderes einfallen lassen müssen. Hab da schon einen großen Haufen mit Grasabfall angehäuft und werde dort im nächsten Frühjahr noch Erde drauf geben und da rein kommen dann die Gurkensamen. Mal sehen, was da kommt und ob ich dann mehr ernten kann.

Na dann, lasst Euch die Schmorgurken gut schmecken.



Guten Appetit! 

Also bis bald
Eure Petra K.




Montag, 26. August 2013

Holunderbeerensuppe – im Sommer erfrischend – im Winter gegen Erkältung

Als zu den diesjährigen Hitzerekorden mittags der kleine Hunger aufkam, hätte ich mir eine erfrischende Kaltschale gewünscht. Viel Hunger hat man im Hochsommer sowieso nicht. Doch aus was macht man sich eine Kaltschale, wenn die Hitze noch vor der Beerenreife kommt und man nicht auf gekauftes Obst zurückgreifen will, weil ich ja schließlich so oft wie nur möglich auf das Geldausgeben verzichten will. Ja, da hätte ich mir gewünscht, daß ich schon im letzten Jahr richtig vorgesorgt hätte. Doch da habe ich aus den Holunderbeeren nur Sirup und Gelee gemacht und der Gelee ist mir dann auch nicht gut gelungen, denn er ist nicht geliert, war einfach nur eine fast flüssige Brühe. Da bin ich im letzten Jahr beinahe darüber verzweifelt, weil ich zwei volle Tage von früh bis abends in der Küche gestanden habe und die Gläser immer wieder aufgemacht, den Inhalt wieder erhitzt habe, gefühlte tonnenweise Gelatine rein geworfen habe, weil ja schon jede Menge Zucker drin war, und es ist trotzdem nicht geliert. Im Internet habe ich dann gelesen, daß das wohl auch vielen Anderen so gegangen ist, weil eben Holunderbeeren nicht viel Säure haben. Da hätte ich eben mehr Zitronensäure ran machen sollen.

Aber wie das eben so ist, der Holundergelee, der kein Gelee geworden ist, hat hervorragend im Joghurt geschmeckt mit etwas Zitronenraspel aus der gefrosteten Zitronenschale. Nun ist der Gelee, der kein Gelee geworden ist, längst aufgefuttert und in diesem Jahr teile ich die Holunderbeeren besser auf. Außerdem habe ich in diesem Jahr auch viel mehr Erdbeer- und Johannisbeer-Marmelade und Gelee gemacht, so daß ich nicht ausschließlich auf die Holunderbeeren angewiesen bin. Die Marmelade dürfte also fast reichen, um schön frühstücken zu können.

Nun kann ich also die leckere Kaltschale für das nächste Jahr vorbereiten.

Schon von Weitem leuchten jetzt die Holunderbeeren in ihrem dunklen Aubergine, die Beeren glänzen und lassen einem das Wasser im Munde zusammenlaufen. Also bin ich in den letzten Tagen mit einem Wassereimer und einer Schere losgezogen und habe von einem Baum, der schön frei steht und den ganzen Tag die volle Sonne abbekommt, die Beeren gepflückt. Das geht recht schnell, einfach die Dolden abschneiden. Da war der Eimer umgehend voll, denn ich will ja immer eine Jahresproduktion machen, damit ich nicht so oft die Arbeit der Zubereitung habe.

Mit dem vollen Eimer wieder zu Hause angekommen, habe ich Wasser darüber laufen lassen um die Dolden zu waschen. Es soll ja Leute geben, die sich die Mühe machen und jede Beere von den Dolden mit einer Gabel abstriffeln. Ich kann da nur sagen, das ist Arbeitsbeschaffungsmaßnahme. Bei mir kommt das nicht in Frage. Ich weiß zwar, daß die Beeren und auch die Doldenstränge ein Gift haben, was in den rohen Beeren und den grünen rohen Strängen drin ist aber beim Kochen wird dieses Gift zerstört, also warum sollte ich mir die Arbeit machen, wenn ich die ganzen Dolden kochen und damit das Gift zerstören kann? Man muß sich ja nicht mehr Arbeit als unbedingt notwendig machen.

Ich habe also die Dolden in den größten Topf gegeben, den ich hatte. Das passen ca. 10 Liter rein. Solche Töpfe braucht man mindestens, wenn man Jahresproduktionen machen will. Den Topf, wenn er voll ist, maximal zur Hälfte mit frischem Wasser füllen und zum Kochen bringen. Ich schnipsele dann noch 2 bis 3 Äpfel rein, weil die etwas den herben Geschmack der Beeren harmonisieren. Auch 2 bis 3 gefrostete Zitronenhälften kommen mit rein. Die sammle ich ja das ganze Jahr über für solche Zwecke und froste sie ein.
Dann alles 15 bis 30 Minuten kochen. Wenn die Beeren sich so langsam auflösen, ist der Sud fertig. Mit dem Kartoffelstampfer zerdrücke ich den Trester noch mal kräftig, damit auch der ganze Saft aus den Beeren herauskommt. Dann lasse ich alles abkühlen und über Nacht stehen, damit es auch richtig durchziehen kann. Am nächsten Tag wird der Trester mit einer Kelle herausgefischt und in ein Sieb gegeben, damit ich den herauslaufenden Saft noch mit nutzen kann, denn er ist zu wertvoll und zu gesund, um auch nur einen einzigen Tropfen zu verschwenden. Der Sud wird dann durch ein Sieb in einen anderen großen Topf umgeschüttet, damit man sicher gehen kann, daß man keine Reste von den Dolden oder von den Beerenkernen mehr im Sud hat. Man sollte also immer mindestens zwei so große Töpfe im Haushalt haben.

Den Sud kann man nun während des Erhitzens ganz nach Geschmack würzen.
Ich tue da etwas Zimt, ein paar im Mörser zerstoßenen Nelken dazu, eine gehörige Portion brauner Rohrzucker darf natürlich nicht fehlen, denn das ist eine süße Suppe und ein Gaumenschmaus für Süßmäuler, wie ich es bin. Ich habe diesmal noch 4 Tütchen Zitronensäure dazu gegeben, damit es schön erfrischend schmeckt. Genau richtig für eine Kaltschale im nächsten Hitzerekord.
Damit es etwas sämig wird, habe ich in den heißen Sud noch 3 Päckchen in etwas Wasser angerührtes Vanillepuddingpulver gegeben und das dann nochmal aufkochen lassen. Man kann es auch mit Milch anrühren, so wie man normalerweise Pudding macht, das ist Geschmackssache. Auf alle Fälle macht die Milch die Suppe etwas harmonischer im Geschmack. Ich hatte aber keine Milch da, weil wir ja sonst keine Milch trinken, da mußte es eben auch mit Wasser gehen. Es kommt auch hauptsächlich nur auf die Stärke und den Vanillegeschmack an.

Wenn die Suppe so gut schmeckt, daß man am liebsten gleich einen Teller davon essen möchte, dann kann man das natürlich tun. Ich wollte aber erst mal die Vorräte schaffen. Den nächsten Eimer voll Holunderbeeren kann ich ja dann gleich genießen. Jetzt werden aber erst einmal die Einkochgläser vorbereitet. Ich habe mir zu genau diesem Zweck, nämlich große Mengen an Suppe oder ähnlichem Vorrat, große Einkochgläser gekauft. Müßten so schätzungsweise 3 Liter reinpassen. So richtig mit Einkochringen, so wie das früher bei meiner Mutter üblich war. Nun kann einer spötteln, daß das ja wie im Mittelalter ist, soll er doch. Ich bin der Meinung, daß früher nicht alles schlecht war, was man gemacht hat. Und Vorratslagerung war eine Grundvoraussetzung für eine gute Hausfrau, denn man hatte immer etwas da. Und da ich prinzipiell davon ausgehe, daß hier mal ein großer Stromausfall oder ähnliches kommt und keiner was zu essen hat, der keinen Vorrat angelegt hat, da will ich jedenfalls für Notzeiten was da haben, was man im E-Fall schnell mal auf dem Ofen warm machen kann, wenn der E-Herd keinen Mux mehr von sich gibt. Und eine schöne heiße Suppe tut auch der Seele gut. Das war schon immer so und das wird auch immer so bleiben.

Aus dem Grund war für uns auch bei unseren Umzugsplänen ein Herd das Kriterium, ob wir diese Wohnung nehmen oder nicht. Wir haben also ganz zielgemäß gesucht, um für Notzeiten ausgerüstet zu sein.

Die kochende Holunderbeerensuppe habe ich also mit einer Schöpfkelle in die heiß ausgespülten Gläser gegeben. Damit die Gläser nicht so verkleckern, habe ich mir im letzten Jahr bereits so einen Einfüllstutzen gekauft. Der ist etwas breiter als ein normaler Filter und auch das Loch in der Mitte ist etwas breiter. So kann man schön einfüllen. Dann noch die Glasränder mit einem feuchten Tuch abwischen, was allerdings, genau wie zum Ausspülen der Gläser, kein Geschirrspülmittel dran haben darf, sonst gehen die Gläser wieder auf und alles war für die „Katz“.

Ein großes Glas habe ich richtig eingekocht, da habe ich wieder einmal festgestellt, daß meine großen Töpfe noch nicht groß genug sind und vor allem nicht hoch genug, daß so große Gläser hineinpassen. Ich mußte also einen Kompromiß eingehen. In einem einzigen Topf hatte ich die Maße, daß wenigstens in der Mitte ein so großes Glas hineingepasst hat, weil der Deckel nicht glatt sondern in der Mitte nach oben gewölbt war. Also hab ich diesen Topf genommen, um wenigstens ein großes Glas einkochen zu können. Den Rest der Suppe habe ich in kleinere Twist-Off-Gläser versenkt. Die sind natürlich leichter zu handhaben, kochende Suppe rein, Deckel drauf und fertig. Nach einer Weile hat jedes Glas schön geknackt und das war das Zeichen, daß es richtig zu ist, denn dann besteht Vakuum. Nun muß man nur noch die Gläser in Ruhe lassen, bis sie kalt sind. Noch beschriften, daß man weiß, was drin ist, die Jahreszahl drauf schreiben und dann?

Ja dann kann man sich nur noch auf die Zeit freuen, wo man mal keine Lust hat, zu kochen oder es einfach zum Kochen zu heiß ist. Und dann gibt es süße fruchtig leckere Holunderbeerensuppe. Wer es mag, macht noch ein paar Croutons drauf, kann man auch aus älteren Brötchen selbst schneiden und in der Pfanne rösten. Ist absolut lecker und sooo gesund!

Guten Appetit!




Mittwoch, 21. August 2013

Zitronenschalen – nicht wegwerfen!

Wenn man wie ich viel und /oder gerne Tee trinkt, dann fallen auch jede Menge Zitronenschalen an. Vorausgesetzt, man liebt im Tee die Zitronennote. Ich mag es jedenfalls und so wird bei mir immer die Zitrone ausgepresst, damit ich den Saft in den Tee geben kann. Noch vor einem Jahr habe ich die Zitronenschalen nach dem Auspressen immer weggeworfen. In den Kompost wollte ich sie nicht geben, weil die so schwer verrotten und dann schnell Schimmel ansetzen, also hab ich sie immer in den Restmüll geworfen. Noch heute könnte ich mich dafür ohrfeigen. So eine Verschwendung aber ich habe es eben nicht besser gewußt.

Im letzten Jahr jedoch habe ich einmal mit einer Rundmail die Information erhalten, wie wertvoll die Zitronenschalen sind. Sie haben noch weitaus mehr wichtige und nützliche Inhaltsstoffe, als der Saft der Zitronen. Warum wird uns das durch die öffentlichen Medien vorenthalten? Warum dröhnt man die Menschen mit allen möglichen Infos zu, die die Welt nicht braucht und die sowieso erstunken und erlogen sind, nur um den Machterhalt von einigen Wenigen zu sichern. Brot und Spiele nenne ich das immer und kann mich nur angeekelt von den Nachrichten und Fernsehsendungen abwenden. Wie heißt der schöne Spruch, den Andreas Popp immer so schön sagt: „Nachrichten werden nachgerichtet, damit Sie sich danach richten“.
Ein herrlicher und so überaus zutreffender Spruch. Andreas Popp ist gut geeignet, um aufzuwachen und die Diskrepanzen unserer Gesellschaft zu erkennen.

Doch zurück zu den Zitronen. Wenn ich meinen Frühstückstee mache, brauche ich immer den Saft einer halben Zitrone. Also presse ich immer gleich eine ganze Zitrone aus, dann muß ich das nur alle zwei Tage machen.
Seit ich nun weiß, wie wertvoll Zitronenschalen sind, froste ich die Schalen ein oder ich mache mir gleich für den ganzen Tag eine größere zusätzliche Kanne Schwarztee (1 Liter). Da gebe ich 3 Teebeutel Assam Ceylon Teebeutel rein und auch gleich 3 Zitronenschalenhälften. Dazu 5 gehäufte Teelöffel braunen Rohrzucker, im Wasserfilter gefiltertes, gekochtes Wasser darüber und auskühlen lassen. Die Teebeutel lasse ich übrigens auch so lange drin, bis der Tee ausgekühlt ist, denn dann wirkt der Schwarztee beruhigend. Ich als Bluthochdruckler brauche das. Außerdem ist das Leben als Widerständler des BRD-Regimes weiß Gott aufregend genug, da kann man etwas Beruhigung durchaus gebrauchen.

Die gefrosteten Zitronenschalen kann man aber auch noch zu ganz vielen anderen Möglichkeiten einsetzen. Ich raspele z.Bsp. die gefrosteten Zitronenschalen und gebe sie in den Joghurt, noch etwas selbstgemachten Hollerblütensirup oder anderen Sirup dazu und fertig ist ein gesunder Nachtisch ohne Chemie. Man kann sich dann auch das Geld für den Joghurt in den verschiedensten Geschmacksrichtungen sparen. Der Naturjoghurt kostet ca. 60 Cent. Das sind die 4-er Packs. Wenn man also jeden Tag einen Joghurt essen möchte, der nicht viel kosten soll oder darf, dann sind diese 4-er Packs gerade richtig. Für die entsprechende Geschmacksrichtung sorgt man dann mit selbstgemachtem Sirup und eben diesen gefrosteten Zitronenschalen. Glauben Sie es mir, Sie werden nie wieder einen Joghurt mit „Industriegeschmack“ essen, wenn Sie das mal probiert haben.

Die Zitronenschalen nutze ich natürlich auch, wenn ich selbst Sirup ansetze. Wenn ich das Wasser für den Sirup koche, dann koche ich auch immer gleich eine größere Menge Zitronenschalen mit und ich lasse diese Zitronenschalen auch mit dem Sirupgemisch ziehen, bis er fertig ist. Es müssen natürlich auch BIO-Zitronen sein. Darauf lege ich Wert. Obwohl das wahrscheinlich bei solchen „Öko- und Selbstversorger-Freaks“, wie ich einer bin, selbstverständlich ist. Ich bin sowieso der Meinung, daß Nahrunsmittel, die nicht BIO sind, gar nicht als Nahrung deklariert werden dürften. Da bin ich knallhart, denn ein Lebensmittel kann nur BIO sein, sonst ist es kein Lebensmittel. Ganz nach dem Spruch: Lasst die Nahrung eure Medizin sein und die Medizin eure Nahrung (Hippocrates).

Die Zitronenschalen können Sie aber auch z.Bsp. über die Spagetti reiben oder über den Salat.
Überall, wo Sie sich eine leichte Zitronennote vorstellen können, reiben Sie etwas davon drüber. Und wo Sie es sich nicht vorstellen können, da können Sie es ja einfach mal probieren. Denn: Probieren geht über studieren. Und vielleicht entdecken Sie ja ein ganz neues Geschmackserlebnis, so wie mir das auch ergangen ist.

Auch in den selbst gebackenen Kuchen gebe ich die geraspelten Zitronen rein. Ich nehme immer gleich die grobe Raspelung, nicht die ganz feine, geht einfach schneller und die Finger frieren nicht so schnell. Da kann man einen ganz einfachen Rührkuchen damit aufpeppen und spart andere kostspielige Zutaten. Auf den Rührkuchen noch eine Zitronenglasur und fertig ist ein herrlicher Kuchen für den Nachmittagskaffee.

Hier können Sie noch mehr über Zitronenschalen erfahren:


Mein Fazit: Sauer macht lustig und hält gesund!



Dienstag, 20. August 2013

Knäckebrot-Plätzchen

Da ich in meinem Vorratslager noch jede Menge Knäckebrot hatte und die Vorräte ja immer mal vertan werden müssen, begab ich mich auf die Suche nach einem Rezept, wo man Knäckebrot verwenden kann. Es soll natürlich immer so kostengünstig wie möglich sein, damit ich mein Experiment zum Konsumboykott durchführen kann, denn ich will ja sehen, ob es möglich ist, mit so wenig Geld wie möglich oder im besten Fall kostenfrei zu leben.


Viel habe ich zum Thema Knäckebrot-Plätzchen nicht gefunden. Ein einziges Rezept und das war für meine Begriffe arg fad im Geschmack. Ich stelle aber schon den Anspruch, nicht nur weitestgehend ohne Geld auszukommen, sondern auch gesund zu leben, weitestgehend auf Chemie zu verzichten und trotzdem soll es gut schmecken und auch nicht viel Arbeit machen. Denn Arbeit hat man in meiner selbst gewählten Selbstversorgerabsicht sowieso mehr als genug. Seltsamerweise ist das für mich keine Belastung, sondern eine neu entdeckte Kreativität, die ich bisher an mir nicht festgestellt hatte.

Ich wollte Knäckebrot-Plätzchen machen, die gut schmecken, keine Geschmacksverstärker brauchen und auch keine Konservierungsstoffe etc. Schaut Euch mal die Latte der Inhaltsstoffe auf den handelsüblichen Gebäckverpackungen an. Da kann einem übel werden. Das muß ich nicht haben!

Und deshalb habe ich solange probiert, bis ich schmackhafte Knäckebrot-Plätzchen hatte.

So geht’s:

1 Packung Knäckebrot (250 g)
4-5 Eier (je nach Größe)
250-300 g braunen Rohrzucker
3 Päckchen Vanillezucker oder Vanilleschote
½ Päckchen Backpulver
100 g gemahlene Haselnüsse/Mandeln oder geraspeltes Kokos (je nach Geschmack)
1 Schälchen Zitronat (100 g)
1 Schälchen Orangeat (100 g)
150-200 g zerlassene Butter
etwas braunen Schnaps, 
n.B. etwas Zitronensaft,

ggf. etwas Mehl (nur wenn die Masse evtl. zu dünn ist)
ca. 20 Backoblaten (Durchmesser 55 mm) (optional-geht auf Backpapier auch ohne Oblaten)

Das Knäckebrot in ein Geschirrtuch geben und kräftig zerdrücken, bis es zerbröselt ist. Dann in eine Schale geben. Alle anderen Zutaten zugeben, gut durchmischen. Die zerlassene Butter kommt als letztes dazu.

Dann die Backoblaten auf das Backblech legen und darauf jeweils kleine Berge dieser Mischung geben. Bei mir werden es immer ca. 20 Plätzchen. Dann bei 175 Grad auf mittlerer Schiene im Backofen ca. 30 bis 35 Minuten backen. Wenn sie obendrauf schön braun sind, sind sie perfekt.

Wenn man günstig eingekauft hat, gibt man dafür ca. 4 Euro aus. Man hat aus der Menge Plätzchen für 20 Tage etwas leckeres zum Kaffee.

Wenn ich nun den Vergleich hernehme, daß ich für ca. 4 Euro für 20 Tage einen süchtigmachenden Snack habe, der aus gesunden Zutaten besteht und kaum Chemie hat (bei Zitronat und Orangeat ist da bestimmt etwas dran, weil die ja kandiert sind aber was solls...), da bin ich wieder zufrieden, daß ich mir das Geld für 20 Stück Kuchen, die inzwischen so ca. 1,50 Euro das Stück kosten, gespart habe und ich brauche mir 20 Tage lang keine Gedanken zu machen, was ich essen soll.

Fazit: Ich habe ein herrliches Leben!





Diese Plätzchen kann man übrigens auch sehr gut portionsweise einfrosten und dann immer nur die Menge herausnehmen, die man braucht. Schmeckt wie frisch gebacken.

Also bis bald
Eure Petra K.





Sonntag, 18. August 2013

Mangold, das Essen für Vegetarier und Genießer

Ich habe in diesem Jahr das erste Mal Mangold angebaut. Ich hatte keine Ahnung, wie das schmeckt aber ich bin nun restlos begeistert.

Mangold ist soooo gesund. Mangold ist reich an Eiweiß, Jod, Vitaminen, Natrium, Eisen und Kalium. Besonders das enthaltene Vitamin K ist für unseren Körper von Bedeutung: Es ist wichtig für die Blutgerinnung und die Knochenbildung.

Also bestens geeignet für ein Sonntagsessen, was schnell gehen und nicht viel kosten soll.

Glauben Sie es mir, man braucht kein Fleisch, wenn man Geschmack essen will. Fleisch ist durch die hochgezüchteten und mit allen möglichen Chemikalien und Medikamenten zugedröhnten Tiere, die, wie ich einmal gelesen habe, auch mit bis zu 80 % genverändertem Futter gefüttert werden, so derartig schädlich und das schmeckt man auch. Ich hatte zu den Zeiten, als ich noch Fleisch gegessen habe, immer das Gefühl, als ob ich auf eine Schuhsohle beiße, niemals aber wie ein Stück Fleisch, dessen Geschmack ich noch aus Jugendzeiten kannte. Ich habe also mit dem Fleischkonsum nicht aufgehört, weil mir die armen Tiere leid tun, ich bin schließlich auf einem Bauernhof groß geworden und da gehörten Tiere, die eben zu gewissen Zeiten geschlachtet wurden, dazu. Damit hatte ich nie ein Problem, weil ich es nicht anders kannte.



Nein, mir schmeckt das heutige Fleisch einfach nicht mehr. Und wie sage ich immer so schön, was einem nicht schmeckt, das vermisst man nicht.



Gemüse hat noch einen gewissen Eigengeschmack und schlägt Fleisch meiner Meinung nach um Längen.



Für mein Experiment, mit so wenig wie möglich Geld auszukommen und mich trotzdem oder vielleicht gerade deshalb gesund zu ernähren, ist Mangold goldrichtig.

Es hat mich ein Samentütchen gekostet. Wenn das Tütchen 1 bis 2 Euro gekostet hat, war es viel, obwohl die Sämereien auch immer teurer werden. Deshalb sollte man auch immer ein paar Pflanzen wachsen und blühen lassen, dann kann man den Samen sammeln und im nächsten Jahr wieder aussäen. Da spart man auch Geld und es ist wirklich keine Arbeit dabei.



Ich habe das im letzten Jahr mit den Möhren so gemacht. Ich hab sie einfach stehen lassen, wohl auch aus der Tatsache heraus, daß ich im letzten Juli noch mal Möhren gesät hatte, in der Hoffnung, daß da vielleicht nochmal was wird. Na ja, die Möhrchenchenchen waren dann doch etwas zu klein, als es Herbst wurde und wegen der Witterung hatte ich dann auch keine Lust mehr, im Garten zu werkeln. Da sind die Möhren eben stehen geblieben. Aber es hat ihnen nicht wirklich geschadet. Trotz kaltem Winter habe ich mal probehalber im Januar bei frostfreiem Wetter ein paar Möhrchen gezogen. Nichts passiert, haben wie frische Möhren geschmeckt. Man sieht also, daß die Vegetationspause, wie ich das ja in einem vorherigen Beitrag mit dem Beispiel der Kartoffeln schon geschildert habe, nicht immer so ernst genommen werden muß. Probieren geht also über studieren!

Die Möhren haben dann irgendwann angesetzt, zu blühen. Es war ein Blütenmeer. Es reicht also, wenn man da 1 bis 2 Pflanzen stehen läßt, denn ich kann jetzt mit dem geernteten Samen ganze Landsmannschaften versorgen. Meine Evolutionslinie der Sammler ist wohl jetzt eindeutig bewiesen, denn zu den Jägern zähle ich mich nicht.



Doch zurück zum Mangold. In meinem Garten stehen so ungefähr 15 bis 20 Pflanzen, so genau habe ich noch gar nicht gezählt. Heute habe ich einfach mal bei ein paar Pflanzen die äußeren Blätter mit den Stielen abgeschnitten. Eine große Schale voll und da sieht man gar nicht, daß ich da was geerntet habe. Wir werden also in diesem Jahr noch viel Mangold essen können. Und das alles aus einem Samentütchen. Ein bis Zwei Euro für ein Jahr lang Mittagessen, vorausgesetzt, man kann ihn auch noch im Winter ernten, denn der treibt ja immer aus der Mitte weiter aus, so, wie das auch beim Spinat der Fall ist. Aber Spinat ist ein Herbst- und Wintergemüse. Den habe ich erst vor einer Woche gesät. Weil Spinat ein Kaltkeimer ist, hatte ich das Samentütchen vorher eine Woche im Kühlschrank. Dann den Samen in einer Schüssel Wasser aufquellen lassen und rein in die Erde. Mal sehen, was draus wird. Bis jetzt geht er ganz ordentlich auf und wenn ihn die Schnecken nicht verspeisen, können wir im Herbst und Winter Spinat essen, denn der gefriert nicht. Man kann ihn also auch noch unter dem Schnee ernten, was bei vegetarischer Kost ganz entscheidend ist.



Ich werde sehen, ob das beim Mangold ähnlich funktioniert. Wie gesagt, probieren geht über studieren.



Zubereitet haben wir den Mangold ganz einfach so:

Stiele abschneiden, in ca. 5 cm große Stücke schneiden und in einem großen Topf mit etwas Öl und Zwiebeln anbraten. Nach ca. 10 Minuten können die Blätter dazu gegeben werden, weil die ja schneller gar sind. Dann mit etwas Brühe auffüllen und man hat noch eine schöne Soße dazu. So hat man schon nach ca. 20 Minuten ein leckeres Gemüsegericht fertig. Einfach ein paar Salzkartoffeln dazu und wie wir es heute gemacht haben, noch etwas Rührei. Fertig ist das vegetarische Gericht und es schmeckte einfach köstlich.



Leicht, lecker, gesund und fast kostenfrei. So will ich es haben! Und so kann ich es nur Jedem empfehlen.

Nachtrag 04.11.2015:
Wir haben zwischenzeitlich entdeckt, daß der Mangold noch viel besser schmeckt, wenn man an die Soße noch etwas klein geschnittenen Blauschimmelkäse ran gibt. Der zerläuft dann noch etwas in der Brühe, macht die Soße sämiger und der Mangold an sich schmeckt zarter und harmonischer. Probiert es aus!




Samstag, 17. August 2013

Düngen ohne Chemie

Wenn man natürlich und weitestgehend ohne Chemie leben und essen will, dann muß man bei der Düngung anfangen. Doch mit was soll man düngen, wenn es in den Baumärkten und Gartenfachmärkten nur so von Chemie wimmelt. Ob es nun Rosendünger, ob es Rasendünger, Koniferendünger oder sonst was für Dünger ist, immer ist es Chemie und die lehne ich ab.

Wenn man aber trotzdem anständig ernten will, dann muß man auch dafür sorgen, daß der Boden seine Nahrung erhält, denn wir können ja auch nur durch Nahrung leistungsfähig werden, beim Boden ist es nicht anders. Mann muß also eine natürliche Alternative suchen.

Über Terra Preta gibt es viel zu sagen und das würde ich auch gerne mal ausprobieren. Aber noch fehlen mir ein paar Dinge dazu. Da braucht man z.Bsp. Holzkohle. Nun werden Sie sagen, die gibt es doch in jedem Laden. Das stimmt. Aber mein Experiment geht dahin, daß ich für solche Dinge gar kein Geld mehr benötigen will. Ich will einfach weitestgehend kein Geld mehr ausgeben und dabei sehen, wie man es schafft, trotzdem ordentlich und gesund zu leben.
Die Holzkohle entsteht auch in unserem Ofen, wenn wir im Winter mit Holz heizen. Nimmt man dann abends die Luftzufuhr weg, weil man ins Bett geht und das Holz sowieso fast runtergebrannt ist, dann hat man morgens, wenn man den Ofen von der Asche befreit, immer etwas Holzkohle auf dem Ofenrost. Den sammle ich und dann kommt diese Holzkohle auf die Beete im Garten. Auch die Holzasche verwende ich als Dünger. Das hat meinem Garten bis jetzt sehr gut getan.

Das reicht aber noch nicht ganz. Wenn man den Boden richtig puschen will, da muß man schon etwas mehr anbieten. Auf meiner Suche bin ich dabei zur Brennessel gekommen. Wie heißt es immer so schön: „Die Brennessel hält den Garten und den Gärtner gesund.“

Na, da bin ich doch am Ziel angelangt. Die Brennessel gibt es in Hülle und Fülle und kostenfrei ist sie obendrein. Brennesseljauche ist das Stichwort. Die Jauche herzustellen ist so einfach wie nur irgendwas. Brennesseln sammeln, natürlich mit Handschuhen und Schere, Wasser drauf und einmal täglich umrühren. Wenn es nicht mehr schäumt, ist die Jauche fertig.

Jauche ist eigentlich ein hässliches Wort, was wir mit unseren Exkrementen vergleichen. Dabei ist das nur Wasser und Grünzeug, was wie milchsaure Gurken vergoren wird. Also nichts, wovor man sich ekeln müßte, auch wenn es etwas streng riecht, wenn man den Deckel von dem Behälter hebt.
Man sollte zum Ansetzen von Brennesseljauche keinen Metallbehälter nehmen. Ich habe einen alten Plastikeimer, der tut es noch für diesen Zweck. Wenn ich es abseihe, dann nehme ich ein altes Literbehältnis und schütte die Jauche noch durch ein Sieb. Und schon kann man es nutzen.
Im Mischungsverhältnis 1:10, also ein Liter Jauche, 10 Liter Wasser. Da meine Gießkanne 10 Liter hat, wird eben ein Liter Jauche mit 9 Litern Wasser gemischt. Das ist kein großer Unterschied.

Die Pflanzen danken es mit Tomaten in Hülle und Fülle oder eben mit riesigen Zucchinis ohne Ende. Eine Tomatenpflanze hatte derartig viele und große Tomaten angesetzt, daß sie jetzt unter der Last ihrer Früchte zusammengeknickt ist. Ich hatte sie zwar an einem Pfahl angebunden aber es war eben doch zu schwer. Ist zwar schade aber da kann man nichts machen. Es tut mir nur leid, daß die Tomaten nicht schneller gereift sind, so hätte ich sie ernten können und es wäre nicht so eine Last für die Pflanze gewesen. Man sieht aber daran, daß mein natürlicher Dünger regelrecht Wunder getan hat. Das heißt auch, daß man sich nicht darum kümmern muß, wo man den Stallmist herbekommt und wie man den transportieren soll. 

Ich gehe einfach mit einem großen Eimer in den naheliegenden Wald und ernte die Brennesseln. Wasser drauf lassen und vergären lassen, dabei jeden Tag mal umrühren. 
Ein Spaziergang mit großartigen Folgen. Das habe ich bis jetzt vielleicht dreimal gemacht und immer ein paar anderen Pflanzen im rotierenden System zugute geführt. Ich werde in den nächsten Tagen nochmal Jauche ansetzen und damit dann nach der Ernte die Beete grundlegend düngen, sozusagen als Grundlage für das nächste Jahr. Vielleicht kann ich ja damit auch den im Boden lebenden „Untermietern“, die viel für einen guten Boden tun, auch noch eine Freude machen.

Also bis bald
Eure Petra K.

Nachtrag 26.07.2018:
Ich hab neulich erfahren, daß in Brennessel-Jauche lediglich 3 % Stickstoff drin sind, nicht wirklich viel. Daher hab ich mich von der Verdünnung der Jauche abgewandt und gebe nur noch unverdünnte Jauche um die Pflanzen herum. Die Zucchinis und die Kürbisse danken es, die standen in sehr magerer Erde, weil ich keinen Mist hatte. Nun entwickeln sie viele und schöne Früchte.