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Montag, 28. Januar 2019

Sprossenzucht aus Vogelfutter? - definitiv!

Wenn es, gerade jetzt im Winter, irgendein sog. Superfood gibt, was uns Vitamine, Mineralstoffe und vor allem die für unser aller gesunde Ernährung benötigten, jedoch arg in Vergessenheit geratenen Enzyme gibt, dann sind das wohl die gekeimten Sprossen.

Ich gebe zu, daß ich es mit der Sprossenzucht nicht so richtig drauf habe, leider! Schon ein paar Mal versucht, aber so richtig begeistern konnte ich mich noch nicht dafür. Das ist natürlich mehr als fatal, denn wenn man sich schon gesund ernähren will, dann sind die Sprossen unumgänglich, zumindest im Winter, wenn meine geliebten Wildkräuter nicht sprießen. Aber wie sag ich immer so schön: "Wenn der Körper nicht danach ruft, dann braucht er es auch nicht". Vielleicht bin ich ja doch in der glücklichen Situation, daß ich trotzdem so gesund lebe oder so gesund bin, daß ich da nicht wirklich nachhelfen muß. Ich seh das einfach mal positiv.

Doch wer seine Gesundheit richtig pushen will oder muß, weil er vielleicht doch öfters mal krank ist, der kann mit Sprossen auf alle Fälle sehr viel erreichen und wie oben schon erwähnt, sind es die Enzyme, welche lebensnotwendig und gesundheitserhaltend bzw. gesundheitsschaffend sind. Und da ist es schon das Einfachste, ein paar Sprossen jeden Tag zu essen. Zumal es ja auch ein absolutes Basenfood ist, den Körper also entsäuert. Und dazu schmecken die Sprossen sicherlich um Längen besser, als das nach Waschpulver schmeckende Natron sich rein zu ziehen.

Wer nicht entsäuert, öffnet den Herz-Kreislauf-Erkrankungen, wie z.Bsp. Herzinfarkt, Schlaganfall, selbst aber auch jeder Erkältung, Tür und Tor. Ich bin aber schon daran interessiert, meine Rente noch erleben zu wollen und vor allem gesund zu erleben. Also muß ich schon was zur Entsäuerung tun. Und für den Fall, daß das Natron mal knapp werden sollte oder ich auch dafür kein Geld mehr ausgeben möchte, brauche ich einen Plan B. Sprossen könnten dieser Plan B sein, denn Körner wachsen auch in freier Natur oder man kann sie selbst anbauen, so daß man dafür nicht tief ins Portmonee langen muß.

Daß ich mich wieder mit den Sprossen beschäftige, war der kuriosen Tatsache geschuldet, daß ich die Vögel auf unserem Balkon in den letzten Wochen etwas gefüttert habe und die natürlich damit eine Riesen-Sauerei veranstaltet haben. Überall waren die Kerne, die sie scheinbar nicht so mochten, auf dem Boden verstreut. Da es aber immer mal geregnet hat, hatte ich auch keine Lust, da draußen alles wieder weg zu räumen und so blieb es eben liegen. Eines Tages dachte ich, ich trau meinen Augen nicht. Überall auf dem Balkon wuchsen Sprossen aus diesen Kernen heraus. Nicht mal durch die letzten sehr kalten Frost-Tage waren sie kaputt gegangen.

Mir kam beim Anblick dieser Sprossen die Überzeugung, daß Vogelfutter wahrscheinlich auch nicht chemisch behandelt sein kann, denn die handelsüblichen Körner aus den Supermärkten keimen nämlich nicht. Das hatte ich schon mal ausprobiert. Da muß man wirklich Samen kaufen, die direkt für die Sprossenzucht geeignet, weil unbehandelt sind.

Schaut Euch mal an, wie es zur Zeit bei uns auf dem Balkon grünt:


Sprossenzucht aus Vogelfutter, mitten auf dem Balkon
und das Ende Januar

Selbst wer keine Körner im Garten anbaut oder in wilder Ernte sammeln kann, der kann aus den Resten, die im Frühjahr von der Vogelfütterung übrig bleiben werden, durchaus noch ein paar Sprossen selbst ziehen oder gleich eine Großpackung kaufen, um sie für das gesamte Jahr nutzen zu können, dann ist es bekanntermaßen immer billiger als kleine Packungen.

Es lohnt sich auch mal ein Preisvergleich von handelsüblicher Sprossensaat zu handelsüblichem Vogelfutter. Da gibt es z.Bsp. bei Sonnenblumenkernen mitunter schon das Kilo für ca. 50 Cent. Ich hab das bei dem großen Versandhändler mit dem kleinen a gefunden. Bei Weizen oder Roggen gab es kaum Preisunterschiede zum Vogelfutter. Das gibt es bei den günstigsten Anbietern für ca. 1,50 € pro Kilo. Und mit einem Kilo Saaten kommt man in der Sprossenzucht ganz schön weit. Es heißt ja, daß es schon ausreichend ist, wenn man pro Tag eine handvoll Sprossen zu sich nimmt, denn die liefern jede Menge Energie - gesunde Energie wohlgemerkt! Von den enthaltenen Vitaminen will ich da gar nicht erst reden, das ist gigantisch. Es ist immer wieder erstaunlich, wie die Natur das so perfekt hinbekommt. Ein kleines trockenes Korn und wenn es keimt, ist alles drin, was man für eine gesunde Ernährung braucht. Wir dürfen der Intelligenz, die hinter dieser Schöpfung steckt, absolut dankbar sein. Und wer dankbar ist, bekommt bekanntlich immer mehr von dem, für was er sich bei der Urquelle bedankt. 

Es muß auch keiner glauben, daß Tierfutter grundsätzlich schlechter sein müßte, als die Saaten für den Menschen. Ganz im Gegenteil! Die Tierfutter-Standards sind mitunter viel höher angesiedelt, als Menschen-"Futter".
Wir bestellen z.Bsp. öfters bei Tierfutter-Anbietern bestimmte Teesorten, Gewürze o.ä. gesundheitsfördende Produkte. Da wurden wir noch nie enttäuscht. Die sind sogar meist besser, weil unbehandelter, als das, was der Mensch im Supermarkt zu kaufen bekommt. Und oft auch um Längen preiswerter. Das könnt Ihr mir glauben. 

Hier ist zum Beispiel ein guter Anbieter für "Tierfutter" & Co.:

Fazit: Esst mal wieder Sprossen. Schaden kann es wohl nicht...

Viel falsch machen kann man da auch nicht wirklich. Die Körner einen Tag in Wasser einweichen, dann abgießen, etwas Gaze o.ä. drüber klemmen, damit Luft ran kommt. Das Glas mit den Körnern so angekippt hinstellen, daß das Wasser ablaufen kann aber die Saaten nicht austrocknen. Jeden Tag 1-2 Mal mit etwas frischem Wasser spülen und das Wasser wieder abschütten. Nach wenigen Tagen wird es grün im Glas. Zeit zum Ernten. 
Ich denke, wer sich mit gesunder Ernährung beschäftigt, wird mit dem Thema Sprossenzucht, und auf was man dabei evtl. achten müßte, durchaus etwas anfangen können. Da muß ich jetzt nicht im Detail drauf eingehen. Grundsätzlich aber ist es wohl die schnellste Art von "Aussat" und Ernte. Und das alles ohne Garten. Ein großer Pluspunkt.

Hier gibt es gute Infos zum Thema Sprossen:

Also bis bald
Eure Petra K.

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Donnerstag, 24. Januar 2019

Wenn der Strom zu teuer wird

Auf diesem Blog geht es ja nach wie vor darum, wie man aus wenig viel machen kann und welche Alternativen man hat, wenn das eigene Portmonee nicht prall gefüllt ist.

Strom ist inzwischen ein teures Gut geworden. Wohl auch der Tatsache geschuldet, daß immer mehr Haushaltsgeräte strombetrieben sind. Und mit dem Haushalt hört es nicht auf. Auch rund um das Haus, im Garten, in der Werkstatt, kommen die strombasierten Gerätschaften zum Einsatz. Rasenmäher, Laubsauger, Häcksler, Holzspalter, Autostaubsauger und was haste nicht gesehen. Alles läuft mit Strom. So richtig klar wird einem das erst, wenn er mal plötzlich weg ist. Erst dann sieht man in Echtzeit, wie abhängig wir alle vom Strom sind. Und weil das die Stromanbieter ganz genau wissen, können sie die Preise nach oben ziehen wie es denen gefällt.

Die letzte Preis-nach-oben-Welle traf bei uns vor ein paar Wochen ein. Und nicht nur bei uns war das so, auch bei Anderen, und auch unabhängig von nur unserem Anbieter, die meisten Stromanbieter haben auch nach oben angezogen. Natürlich, es geht ja nur noch nach oben bei den Preisen, nach unten gehen hier nur noch die Löhne.

Obwohl wir einen festen Tarif für eine bestimmte Zeit hatten, hat der Anbieter uns darüber informiert, daß er jetzt einfach mal die Preise erhöht. Nix mehr mit Preis-Garantie bis zum vorläufigen Vertragsende. Die diskutieren da nicht, die machen einfach - weil sie es können!

Unser Anbieter hat uns ganz großzügig ein Sonderkündigungsrecht eingeräumt, weil er während der Vertragslaufzeit erhöht hat. So weit so gut. Aber erstmal einen günstigeren Tarif finden. Sicher, es gibt haufenweise Internetportale, wo man vergleichen kann und irgendwas geht da immer. Aber selbst wenn man ein akzeptables Angebot findet, heißt das noch nicht, daß die einen auch nehmen. In unserem Fall stand da ein Schufa-Eintrag im Wege. Na ja, das ist eben der Preis, wenn man sich gegen systemische Abzocke und ungerechte Behandlung wehrt. Damit muß man dann leben.

Doch an dieser Stelle muß man auch wiedermal die guten Seiten des Systems sehen. Ja, die gibt es auch, wenn man auch etwas suchen muß, um sie zu finden, und ich gebe zu, daß es genau diese guten Seiten sind, die uns noch in diesem Land halten. Gäbe es sie nicht, wären wir längst weg. Und das weiß auch das System ganz genau, denn wenn hier alle, die noch einigermaßen geistig rege sind, das Land verlassen würden, dann säßen sie mit den Neubürgern allein hier rum und den "Spaß" wollen die nicht wirklich haben, das könnt Ihr mir glauben. Die wissen ganz genau, was dann auf sie zukommen würde, denn diesen Mentalitäten sind die hiesigen "Amtsschimmel" ganz und gar nicht gewachsen, denn die Neubürger sind nicht so doof und rackern sich für irgendeine Obrigkeit ab, nur weil die meinen, daß sie abzocken dürfen und der kleine Mann gefälligst zu zahlen hat. So willfährig sind nur die Deutschen. Die hiesige Obrigkeit braucht schon noch ein paar "Doofe", die hier das Geld in die Systemtaschen spülen. Von den Neubürgern brauchen die sich da wohl kaum etwas in der Richtung zu erhoffen. Die nehmen, während der deutsche Michel gibt, und das auch noch als seine Pflicht erachtet. Na von mir aus! Solange es noch Leute gibt, die freiwillig das System finanzieren, bleibt unsereins wenigstens einigermaßen verschont...

Aber zurück zum Thema. Wir hatten einen neuen Anbieter gefunden, ein paar Tage später die Info: Nix da, negativer Schufa-Eintrag, wir liefern nicht.

Und jetzt? Wie geht es dann weiter? Den alten Anbieter hatten wir gekündigt, kein neuer in Sicht. So Mancher würde da sicher in Panik geraten und ich gebe zu, daß auch ich Befürchtungen hatte, daß wir ab Februar ohne Strom da sitzen. Aber wie gesagt, so einfach ist es nicht und vermutlich will das Strom-Imperium auch nicht provozieren, daß sich die Leute über alternative Stromversorgung Gedanken machen, zu lukrativ ist der Markt und auf das Geld des kleinen Mannes will keiner von denen verzichten.

Also beißen sie dann doch lieber in den sauren Apfel und bieten einen günstigen Grundversorgungs-Tarif bei den städtischen oder übergeordneten Versorgern an. Und das meinte ich mit den guten Seiten des Systems.

Übrigens muß man auch nicht zwangsläufig den Aussagen des großen weiten Web glauben, die da gerne schreiben, daß die Strom-Grundversorgung sehr teuer sei. In unserem Fall war es das weit und breit günstigste Angebot. Und die Grundversorgung gibt es nicht nur für Strom, die gibt es auch für Gas. Man sollte sich also damit beschäftigen.
Kurios ist, daß bei unserer Recherche zu einem neuen Strom-Anbieter das Angebot, auf das wir jetzt zurückgefallen sind, in dieser Angebots-Liste gar nicht auftauchte, auch bei nochmaliger Recherche war dieser Anbieter nicht vertreten. Wenn er aufgetaucht wäre, hätten wir ja gleich diesen Anbieter gewählt, weil er den günstigsten Preis hatte. War aber nicht der Fall. Nun frag ich mich natürlich, ob vielleicht gar niemand so richtig was wissen soll von diesen Grundversorgungs-Tarifen, weil man mit den anderen, höheren Angeboten viel mehr Geld verdient. Kommt doch eh alles aus einer Leitung. Man muß regelrecht vermuten, daß absichtlich im Web von den höchsten Preisen bei der Grundversorgung geschrieben wird, damit die Leute eben NICHT diesen Tarif nehmen, weil man woanders mehr dran verdient. Aber das kann ich nur vermuten!

Für uns heißt das, daß wir uns einen preiswerteren Anbieter als unseren momentanen Anbieter ausgesucht hatten, durch die Ablehnung aber automatisch auf den noch günstigeren Grundversorgungs-Tarif des übergeordneten Versorgers zurückgefallen sind. Wir hätten bei unserem momentanen Anbieter ab Februar über 20 Euro mehr zahlen müssen, hauptsächlich der monatliche Grundpreis war da die Quelle der Preiserhöhung (und das ist übrigens ein Trend, den nicht nur die Stromversorger erkannt und umgesetzt haben).

Bei dem übergeordneten Anbieter jedoch, bei dem wir ab Februar sind, zahlen wir sogar noch drei Euro weniger, als bei unserem jetzigen Tarif, wie wir ihn einst abgeschlossen hatten.

Alles in allem haben wir also summasummarum fast 25 Euro gespart und das monatlich. Aufs Jahr gerechnet ist das allerhand, oder? Wir wußten gar nicht, daß es diesen Grundversorgungs-Tarif gibt und daß der so "preiswert" ist, zumindest im Vergleich mit anderen Anbietern. Und das alles "Dank" eines Schufa-Eintrages! Hat eben alles sein "Gutes"...

Der Anbieter-Wechsel hat auch super geklappt. Kündigungsbestätigung des momentanen Anbieters und Bestätigung der zukünftigen Versorgung vom übergeordneten Anbieter kam alles an einem Tag im Briefkasten an.

Problem geklärt, Geld gespart, der Strom ist sicher!
Wieder eine Sorge weniger...

Wie eine alternative Stromversorgung aussehen könnte, ohne auf Photovoltaik ausweichen zu müssen, findet man nur noch in sehr wenigen zugänglichen Quellen. Stromlobbyisten sind wohl auch nicht besonders interessiert daran, daß die Leute wieder über sowas nachdenken. Aber zumindest für Notzeiten könnte es schon funktionieren. Vorausgesetzt, man bereitet sich, und sei es nur aus reinem Interesse, auf den E-Fall vor, scheut sich nicht, die Stromfesserquellen zu minimieren und ganzen Körpereinsatz zu leisten. Man nehme ein Fahrrad und schließe es an eine Lichtmaschine an, sehe es als ein kostenfreies Fitneßtraining den "Heimtrainer" zu benutzen und schon hat man Strom. Geht alles, und sicher nicht nur in Notzeiten...

Hier gibt es noch Infos zum Thema Fahrradgenerator: 
http://www.helpster.de/bauanleitung-fuer-einen-fahrradgenerator_180760

https://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2015/11/16/fahrrad-produziert-strom-fuer-zu-hause/

Bastler finden dazu bestimmt auch auf YouTube was Passendes. Habt Ihr schon mal über alternative Stromversorgung nachgedacht oder praktiziert Ihr sie vielleicht schon? Immer her mit den Ideen. Es könnte eine Zeit kommen, wo man mal dankbar für jede Idee sein könnte. Noch haben wir Zeit, uns damit zu befassen. Schaden kann es jedenfalls nicht, oder?

Zum Thema Grundversorgung mit Strom gibt es hier zusätzliche Infos:
https://www.stromauskunft.de/stromanbieter-wechsel/stromanbieter-wechsel-faq/was-bedeutet-der-begriff-grundversorgung/

https://www.stromauskunft.de/stromanbieter-wechsel/stromanbieter-wechsel-faq/kann-der-grundversorger-die-grundversorgung-kndigen/

Also bis bald
Eure Petra K.

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Nachtrag 31.01.2019:
Wie wir soeben erfahren haben, hat unser bisheriger Stromanbieter vor 2 Tagen Insolvenz angemeldet. Man darf sich gerne fragen, was zur Insolvenz geführt hat. War die Gier zu groß als die dortigen Chefs entschieden haben, die Preise so exorbitant hochzuschrauben? Oder war die wirtschaftliche Schieflage schon da und mit der Preiserhöhung wollten die dann evtl. noch das Ruder herum reißen, haben aber dabei auf die Trägheit der Kunden gehofft, die es verpassen oder sich nicht trauen zu kündigen? Egal! Es ist wie es ist. Für uns hat es sich definitiv gelohnt...

Hier wird das Thema ganz schön "ausgeschlachtet". Es lohnt sich, mal über das Thema Strom nachzudenken. Wie es nämlich aussieht, ist das nur die Spitze des Eisberges...
https://www.focus.de/immobilien/energiesparen/strom-ratgeber/wildwest-methoden-bei-stromdiscountern-millionen-kunden-betroffen-experten-warnen-vor-pleitewelle-bei-stromanbietern_id_10258137.html


Montag, 21. Januar 2019

Rauhreif im Winterwunderland

Ich sag´s Euch - Winter kann wunderschön sein. Bin heute mal durch die Winterwelt geschlendert und hab ein paar schöne Impressionen aus frostiger Natur eingefangen. Schaut doch nur:



Musikquelle: PURE COLOURS frametraxx-kostenlose-gemafreie-Musik

Dieses Video findet Ihr auch auf meinem YouTube-Kanal unter: https://youtu.be/gC2Db8VHNI4

Also bis bald
Eure Petra K.

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Mittwoch, 16. Januar 2019

Läßt Duschgel uns stinken?

Eine gewagte Hypothese, oder? Und doch sollte man sich damit beschäftigen. Es könnte nämlich durchaus sein, daß man dadurch einen absoluten Aha-Effekt erlebt.

Kein Mensch will vor sich hin müffeln. Das eigene Selbstbewußtsein gründet sich ja auch zu einem nicht unerheblichen Teil auf der Tatsache, daß man sich im Gespräch mit anderen Anwesenden sicher sein kann, daß kein unangenehmer Geruch von einem selbst ausströmt. Und das ist auch gut und richtig so. Trotzdem hab ich seit geraumer Zeit getestet, wie sich mein Körper nach der Benutzung von Duschgel, von Seife oder einfach nur mit klarem Wasser verhält. Ich gebe zu, ich war überrascht.

Wie ich das schon bei den Haaren erlebt hatte, als ich vor nunmehr drei Jahren angefangen hatte, diese nur mit Wasser zu waschen, war der Anfang absolut gruselig. Die Haare sahen struppig aus, fühlten sich auch so an, sie waren nicht mehr so fein und seidig, wie bei der Benutzung von Shampoo. Ich war drauf und dran, damit wieder aufzuhören und wieder das gute Shampoo zu benutzen aber ich habe weiter gemacht. Und siehe da, nach ein paar Wochen wurde das Haar auch ohne Shampoo wieder fein seidig. Kein Problem mehr, die Haare in Form zu halten. Ich brauchte dann keinerlei Pflege- oder Stylingprodukte mehr. Auch keinen Fön, um das Haar zu frisieren. Alles paßte wieder und sah topp gepflegt aus. Es war wie ein Wunder.
Der Grund dafür war, daß sich mit der Zeit, der syntetische Film, den das Shampoo um das einzelne Haar herum gelegt hatte, ausgewaschen wurde. Das Haar konnte plötzlich wieder frei "atmen". Ich hatte meine Haare faktisch auf den Weg in die Freiheit geschickt. Was für eine treffende Assoziation zu meinem Blognamen...

Irgendwann stellte sich mir natürlich die Frage, ob sich die Erfahrungen mit dem Shampoo auch auf das ach so geliebte Duschgel übertragen lassen. Und ich habe es ausprobiert.

Was gibt es nicht alles für verschiedene Sorten von Duschgel. Die Drogeriemärkte sind voll davon. Tausende von Farben, Formen und Duftrichtungen. Pflege hier, Wellness da und was haste nicht gesehen! Drogeriemärkte machen glücklich, zumindestens den Menschen, der ein willfähriges Werbeopfer ist und sich gerne einreden läßt, daß das alles nur zu seinem Besten produziert wurde, er braucht nur noch zuzugreifen - und natürlich zu bezahlen. Denn nur dafür wird es schließlich hergestellt. Das ist ein Milliardenmarkt und keiner fragt sich offenbar, warum es so viele Pflege- und Schönheitsprodukte gibt, wenn sie denn doch alle das halten würden, was sie versprechen. Nämlich, die schönste glatte Haut, das duftendste geschmeidigste Haar was man sich denken kann, verführerisches Aussehen, dem der Partner niemals widerstehen kann. Nach dem Motto: "Nur wenn Du mich kaufst, wirst Du schön, glücklich und begehrt sein". Was für eine herrliche Traumwelt - Träum weiter!

Und dann mache eine Schwenk in die Realität. Schau Dir die Leute auf der Straße an, denen Du begegnest. Müde, verbrauchte, verquollene Gesichter, oftmals zugekleistert mit Make-up. Und wo ist jetzt das Ergebnis zu finden, was die Werbung und die Drogeriemarkt-Produkte versprechen? Also ich kann da nicht viel finden. Die Haut runzelt immer noch zusammen, wenn die Leute älter werden, egal, ob sie nun diese Chemiepalette nutzen oder nicht.

Und was sagt uns das?
Die ganzen Produkte halten nicht ansatzweise das, was sie versprechen
Sie ziehen uns nur das Geld aus den Taschen!

Wenn man das aber nun erkannt hat, dann ist es doch eine logische Konsequenz, darüber zu befinden, ob man nun diesem Milliardenmarkt weiter das eigene Geld in den Rachen schiebt oder nicht. Und so habe ich angefangen, zu testen, was ich so peu a peu weglassen kann und wie mein Körper darauf reagiert. Und wieder einmal war ich überrascht, denn man braucht offensichtlich nicht mal halb so viele Reinigungs- und Pflegeprodukte, wie man denkt.

Angefangen hab ich letzten Sommer, als es so überdurchschnittlich heiß und trocken war. Da schwitzt man ja schon, obwohl man noch gar nichts gemacht hat. Ich springe da auch schnell mal unter die lauwarme Dusche, um wieder ein frisches Gefühl zu bekommen. Mir kam dabei die Idee, das Duschgel einfach mal weg zu lassen und nur mit Wasser zu spülen, denn wenn man in so extremen Zeiten mehrmals am Tag duschen muß, dann muß man nicht zwangsläufig immer wieder Duschgel nehmen. Man ist ja nicht direkt schmutzig, man will sich nur wieder frisch fühlen. Und das funktioniert auch ohne Duschgel.

Was ich dabei festgestellt habe, war, daß, je öfter ich Duschgel benutzt habe, die kleinen fleißigen Bakterien umso schneller wieder ihr vernichtendes Werk begonnen haben.
Hab ich jedoch eine gute Seife benutzt und auch mal einfach nur Wasser, hab ich viel länger vor diesen kleinen Stinke-Biestern Ruhe gehabt. Nanu? Ist doch eigenartig, oder? Ich teste das nun schon ein halbes Jahr und es ist immer das Gleiche. Duschgel macht, daß ich am nächsten Tag schon wieder nachlegen muß. Nehme ich nur Wasser und bisschen Seife, dann brauch ich danach manchmal 1-2 Tage lang nicht mal Seife zu benutzen, da reicht einfaches Wasser, um wieder frisch und sauber zu sein.

Das wird sich so Mancher überhaupt nicht vorstellen können. Die indoktrinierte Konditionierung der Werbeindustrie hat bei den Meisten tiefe Anker gesetzt, wo sich der implantierte "Film" des stinkenden, vor Fett triefenden Neandertalers vor dem inneren Auge abspult. Ihr könnt den Film rausschmeißen, er hat seinen Dienst getan, Ihr braucht ihn nicht mehr!

Sauberkeit und Wohlgeruch kann so einfach sein, auch ohne Duschgel, was ähnlich dem Shampoo einen synthetischen Film auf der Haut hinterläßt und dadurch die Haut gar nicht mehr richtig atmen läßt. Kein Wunder, daß sich die Stinker-Bakterien dann pudelwohl fühlen. Besorgt Euch ein gutes Stück Seife, ansonsten mal zwischendurch nur Wasser benutzen. Das ist absolut ausreichend und mit dem dabei gesparten Geld weiß man doch sicher auch was anderes anzufangen, oder?

Auch das Zentrum der Gesundheit hat sich schon mit diesem Thema beschäftigt:
https://www.zentrum-der-gesundheit.de/ia-koerperpflegemittel.html

Und auch hier hat jemand meine Erfahrungen gemacht (vom kommerziellen Müll abgesehen):
https://www.welt.de/gesundheit/article152162974/Wie-der-Hygienewahn-der-Hautgesundheit-schadet.html

Aller guten Dinge sind drei. Noch mehr Einsicht, daß ich wohl nicht allein so denke:

https://www.t-online.de/leben/mode-beauty/id_68820064/warum-sie-auf-duschgel-und-seife-verzichten-koennen.html

Also bis bald
Eure Petra K.

Wasser ist das Shampoo des kleinen Mannes
(Petra K.)


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Freitag, 11. Januar 2019

Speckfett mit Röstzwiebeln und Apfel - selbst gemacht

Im Gegensatz zum Sommer, wo wir bei Brotaufstrichen doch eher die leichte Kost bevorzugen, darf es im Winter bei uns gern etwas deftiger sein und deshalb mach ich da ab und zu mal ganz einfach Speckfett. Geht schnell, ist recht preiswert, man hat lange einen guten Brotaufstrich und spart sich damit die teure Wurst oder Käse. Die Haushaltskasse freut sich...

Das sind unsere Zutaten:

400 g Speck (mit Schwarte)
250 g Schweineschmalz
200 g Zwiebeln (geschält und klein geschnitten)
200 g Apfel (entkernt und klein geschnitten)
ca. 2 EL ger. Majoran
ca. 1 EL getr. Oregano
ca. 1/2 TL getr. Thymian
ca. 1/2  - 1 TL Chili
ca. 1-2 TL gem. schw. Pfeffer
n.B. gem. Rosenpaprika (scharf)
n.B. Himalaya-Salz

Den Speck klein schneiden, in einem hohen Topf erhitzen (damit es nicht so spritzt) und bei mittlerer Hitze auslassen bis die Speckwürfelchen nur noch ganz winzig sind. Die Zwiebeln zugeben (oder separat anrösten), möglichst etwas bräunlich anrösten, dann noch die klein geschnittenen Apfelstückchen zufügen. Die Gewürze je nach eigenem Gusto zugeben und mit dem Speckfett vermischen, zum Schluß noch das Schweineschmalz hinein geben und mit erhitzen. Alles immer schön rühren, nochmal abschmecken, am Schluß die Speckschwarte rausnehmen. Wer sich nicht dran stört, kann sie auch drin lassen, bringt auf alle Fälle einen guten Geschmack rein.
Das fertige Speckfett etwas abkühlen lassen, in ein verschließbares Gefäß geben (ich hab da immer so ein kleines Liter-Eimerchen vom handelsüblichen Kokosfett) und bis zum völligen Erkalten immer wieder mal umrühren, damit sich alles schön vermischt und sich nichts oben oder unten absetzt. Man will ja beim Geschmack von allem was auf dem Brot haben, sprich: deftig, zwiebelig und süß-saurer Apfelgeschmack. Eine tolle Kombi. Uns schmeckt´s! Und im Kühlschrank kann man es auch eine ganze Weile frisch halten.



Zutaten für Speckfett

Ich hab von dieser Menge etliche Wochen abends jeweils eine Scheibe "Spackfettbemm" gegessen, es ist also sehr ergiebig. Vor allem aber sehr lecker! Und: Man spart sich noch zusätzlich die teure Butter. Speckfett paßt also genau in meinen Küchenplan. Ich muß es nicht das ganze Jahr über haben aber wer hier öfters mitliest, der weiß ja, daß es auf diesem Blog schon viele Rezepte für abwechslungsreiche Brotaufstriche gibt. Ein bisschen Abwechslung muß schon sein und jetzt ist eben Speckfett-Zeit...

Mein Mann hat mal zur Oktoberfest-Zeit aus dem Laden Speckfett mitgebracht. Ich war entsetzt, was der Hersteller damit dem Kunden zumutet. Absolut grauslich, schmeckte irgendwie nach allem und nichts, niemals nach Speckgrieben, viel zu ungewürzt, von der Konsistenz her hatte man das Gefühl, man beißt auf kleine Steinchen. Nur die Tasse, wo das Zeug drin war, war es wert, gekauft zu werden und die ist meinem Mann wahrscheinlich auch "in´s Auge gestochen". Ich hab das grusliche Zeug dann so nach und nach beim Anbraten mit vertan aber ich kann hier nur davon abraten, Speckfett im Laden zu kaufen, selbst gemachtes schmeckt immer besser! Da weiß man, daß wirklich Speck drin ist und kein Schrot und man kann es so würzen, wie es einem selbst am besten schmeckt. Gebt Euch also nicht mit dem Trabant ab, wenn Ihr den Mercedes haben könnt!

Noch ein kleiner "erzgebirgischer Absacker" gefällig? Hier gibt´s: "De Spackfettbemm" - Die heimliche Hymne aus meiner alten Heimat. Früher hab ich kein Fantreffen der Randfichten ausgelassen - 
Herrlich war´s...

Also bis bald
Eure Petra K.

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Dienstag, 8. Januar 2019

Warum Frauen nicht mehr kochen und Männer nicht mehr handwerkeln können

Keine Angst, ich will hier nicht alle in einen Topf schmeißen und der allgemeinen Unfähigkeit bezichtigen. Es gibt sie schon noch, die haushaltlichen Handwerker und die Gerne-Köchinnen. Aber seien wir doch mal ehrlich, es hat schon den Anschein, daß dies eine "aussterbende Art" ist, oder?

Schauen wir uns doch mal um, in der Familie, der Verwandschaft, im Bekanntenkreis, in der jüngeren Generation. Wer von den Männern beherrscht es denn noch, wie ein Gartentor repariert wird, ein Zaun gebaut und gesetzt wird, wie gemauert oder geputzt wird? Von der Fähigkeit, Handwerkszeug selbst herzustellen ganz zu schweigen. Vor allem aber, wie weit her ist es mit der Fähigkeit, anstehende Männerarbeit auch wirklich von selbst zu sehen und ohne Aufforderung los zu legen?

Oder welche junge Frau kann denn zum Beispiel zu Weihnachten noch aus dem Handgelenk heraus eine schmackhafte Gans braten? Man kann sie doch an einer Hand abzählen, oder? Und vor allen Dingen: Macht sie es, wenn ja, nur aus Pflichtgefühl, weil auch sie Hunger hat, oder weil sie dem Mann oder der Schwiegermutter gefallen will? Macht sie es aus Überzeugung wirklich gerne? In den meisten Fällen wohl kaum...

Warum ist das so? Warum haben denn die jungen Frauen nicht mal ansatzweise Lust zum Kochen? Und da meine ich nicht, daß ich in den Gefrierschrank greife und ein Fertiggericht oder vorgegartes Gemüse heraushole, auftauen lasse, etwas erhitzen und ab auf den Teller.
Gegen das Tiefkühlgemüse ist ja grundsätzlich nichts einzuwenden. Das ist sauber, in guter Qualität, schnell gemacht und preislich immer noch erschwinglich, absolut topp. Darum geht es mir auch nicht.

Ich hab nur schon oft auch über mich selbst nachgedacht und meine Selbsterkenntnis hat mich auf die Idee gebracht, das Thema hier auf diesem Blog mal zu beleuchten.

Ehrlich gesagt, koche ich erst seit wenigen Jahren so richtig gerne. Früher war das eine leidige Pflicht für mich.

Zu DDR-Zeiten mußte man ja kochen, da gab´s kaum Fertiggerichte. Ja, es gab Fischstäbchen & Co., keine Frage, aber die Qualität wurde mit den DDR-Jahren auch immer schlechter. Am Schluß hatte man doch nur noch Semmelgeschmack mit ein bisschen Fisch drum rum im Mund. Das mußte man doch auch nicht wirklich haben, oder? Zum Glück gab es aber die Betriebsküchen und die Schulküchen, wo noch richtig gut gekocht wurde.

Und genau da liegt der Hase im Pfeffer, wie man so schön sagt. Genau dort ist die Wurzel der heutigen Offensichtlichkeiten, was das Kochen betrifft.

Die Frau ist die ganze Woche auf Arbeit gegangen und gut bekocht worden. Die Kinder hatten in der Schule ihr ordentliches Mittagessen. Das wurde noch direkt in der Schulküche oder der Betriebsküche geputzt, geschält, geschnippelt und zubereitet. Da gab es keine Großküchen, die tonnenweise Essen produziert und dann geliefert haben. Es ist doch kein Wunder, daß die heutige Jugend das Großküchenessen verschmäht. Der Preisdruck dieser Firmen mit Ausrichtung auf das gewünschte betriebswirtschaftliche Ergebnis erlaubt doch gar kein richtig gutes und gesundes Essen mehr. Farbe, Gewürze und Geschmack, zu einem großen Teil nur noch künstlich hergestellt. Anders funktioniert das doch gar nicht mehr, anders können die Essen-produzierenden-Unternehmen doch gar nicht mehr überleben oder Gewinn erzielen.

Und was macht Mann heutzutage, nachdem die guten Betriebsküchen dicht gemacht haben? Er geht zum Fleischer um die Ecke, die längst das gewinnbringende Potenzial erkannt und schnellen Imbiss zu einigermaßen erträglichen Preisen anbieten. Und wer das nicht hat, kann evtl. zum Döner oder auch zum Bäcker gehen und schnell ein belegtes Brötchen reinspachteln. Alles kein Problem - solange man finanziell mithalten kann...

Betrachten wir es aber mal von Anfang an. Ursache und Wirkung - wann hat es angefangen? Worin liegt die Ursache des heutigen "Dilemma´s"?

Ich begründe es mal so: Ich gehöre zu der ersten Generation, deren Mütter angefangen haben, im großen Stil berufstätig zu werden. Und ich verstehe es gut.

Für unsere Elterngeneration war es eine regelrechte Befreiung, auf Arbeit zu gehen. Raus aus dem Haus, mit all der Knechtschaft und der vielfältigen, oft auch harten Arbeit, die von den vorherigen Generationen mit all ihren Pflichten, ausging. Es war für meine Elterngeneration pure Freiheit! Endlich konnten sich die Frauen selbst verwirklichen und dem tagfüllenden häuslichen Moloch entfliehen. Man ging ein paar Stunden auf Arbeit, dann hatte man Freizeit und am Monatsende kam der Lohn, für den man in Urlaub fahren oder sich einen Handwerker leisten konnte, wenn mal was kaputt ging.
Kochen mußte man nur noch am Wochenende und der Mann konnte auch mal alle Viere grade sein lassen, denn wenn der Handwerker wieder ging, war´s geklärt. Man war ein paar Mark los aber dafür ging man schließlich arbeiten. Und so ist es bis heute geblieben. Nicht nur geblieben, es hat sich stetig weiter entwickelt.

Die Wende war ein nächster Schritt in die Freiheit. Schöne neue Welt mit einzigartigen Möglichkeiten. Supermärkte mit unvorstellbarem Angebot, Freizeitmöglichkeiten ohne Ende, Urlaub in der ganzen Welt. Selbstverwirklichung pur! Dagegen ist nichts einzuwenden.

Nur eines ist dabei auf der Strecke geblieben - die eigenen hausgemachten Fähigkeiten. Man braucht sie auch einfach nicht mehr in dem Maße, wie sie unsere Vorgänger-Generationen gebraucht haben um über die Runden zu kommen. Und unter diesem Aspekt muß man sich nicht wundern, warum in alter Zeit ein Leben mit so wenig Geld überhaupt möglich war. Man hat fast alles, was irgendwie möglich war, selbst gemacht. Auf dem Feld oder im Garten das angebaut, was zum Essen gebraucht wurde und mit dem Rest das Geld verdient, was man gebraucht hat für Dinge, die man selbst nicht schaffen konnte. Der Vater hat dem Sohne das handwerkliche Geschick mit gegeben, was er für sein späteres Leben gebraucht hat und die Mutter hat der Tochter das Kochen gelernt. Hat sie es aber nicht mehr gelernt bekommen, was will diese Tochter denn ihren Kindern lernen??? Ist doch kein Wunder, daß diese Kinder schnell beziehbares Fastfood als einzige Ernährungsquelle ansehen und dessen künstlich hergestellter, auf Gewinnmaximierung ausgerichteter Geschmack, der einzig gekannte Geschmack ist, oder?

Weiter geht´s. In meiner Generation gibt es jetzt schon genügend Männer, die von ihren Vätern das handwerkliche Geschick nicht mehr gelernt bekommen haben, weil der Vater den gewerblichen Handwerker bezahlen konnte und sich selbst die Finger nicht mehr schmutzig machen mußte. Und machen wir uns nichts vor, die Frau ist doch auch froh, wenn der Mann mehr Zeit für die Familie hat oder im Haushalt mal etwas mit anpackt, sogar freudig den Kochlöffel schwingt. In älteren Generationen hätte ein Mann dafür niemals Zeit gehabt, weil er mit Männerarbeit beschäftigt war.

Alles hat seinen Preis! 

Aber warum beschäftigt mich dieses Thema? Weil ich eine Richtung sehe mit einem Ziel, wo diese Rechnung einfach nicht mehr aufgeht und alles im Fiasko landen wird.

Sehen wir doch mal genau hin. Die Lohnentwicklung kennt aktuell nur eine Richtung - nach unten! In allen Branchen! Die Abgabenforderungen und sonstige finanzielle Ausgaben, die man nur schwer verhindern kann, zielen in die andere Richtung - nur nach oben!
Handwerkerrechnung sind schon jetzt kaum noch bezahlbar aber der Mann von heute kann mitunter nicht mal mehr einen Klodeckel festziehen. Und ob das nicht doch von den Herstellern genau so gewollt und die Produkte nicht extra so konzipiert wurden, damit wieder Neues gekauft wird, sei auch zu beleuchten. Ein Schelm, der Böses dabei denkt.

Und was kommt dabei raus? Jeder gegen Jeden, weil nichts mehr auf die Reihe gebracht werden kann und Jeder dem Anderen die Schuld dafür gibt und keiner mehr weiß, wie die Probleme und Geldnöte behoben werden können. Das ist die Richtung, in die es geht. In meiner Betrachtung eine fatale Entwicklung. Und schlußendlich die Frage: Qui bono - wem nützt es? Gewollte Schaffung von Abhängigkeiten? Wenn keiner mehr etwas kann, kann sich auch keiner mehr aus diesen Abhängigkeiten zur Sicherung seiner Existenz befreien!

Können wir das Ruder noch herumreißen? Sagt Ihr es mir...

Also bis bald
Eure Petra K.


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Samstag, 5. Januar 2019

In jedem Winter steckt ein schlummernder Frühling

Jahreszeitlich ist er da, der Winter, nur sehen tut man ihn nicht, zumindest hier in der Lausitz. Aber das ist ja nichts Neues. Zur Zeit haben wir eher Schmuddelwetter, ab und zu mal etwas Nieselregen. Ein paar Schneeflocken darunter vermischt zu entdecken, ist da schon ein großes Glück.

Ich mag den Schnee, ist wohl noch meiner erzgebirgischen Kindheitsprägung geschuldet. Ich liebe es, Schnee zu schippen. Nichts bringt mehr frische Luft und guten Sauerstoff in den Körper, als beim Schnee schippen. Man fühlt sich danach topfit, trotz daß man kräftemäßig ausgepowert wurde.

Ich hab mir in den letzten Tagen mal die Kamera geschnappt und nach der hiesigen Vegetation Ausschau gehalten. Man sollte nicht glauben, was da schon wieder alles so wächst. Von wegen Winter! Das ist doch wohl eher Vorfrühling, oder?


die Hornveilchen blühen immer noch 


sogar ein kleiner Butterpilz ist nochmal gewachsen 


junger zarter Erdrauch 


Fliederknospen überall 


Frühlingsiris mitten im Winter 


die Futterwicke ist auch schon wieder da
- absolut köstlich! -


Gartenkresse - frisch, knackig aber scharf 


gewöhnlicher Feldsalat
schmeckt ein bisschen wie Haselnuß
- eines der besten und mildesten Wildkräuter für den Salat - 


Glockenblumen treiben schon wieder aus 


Johanniskraut  


junge Brennesseln 


frischer Rainkohl 


rote Farbtupfer in grauen Hecken 


Rukola frisch im Garten gewachsen 


junge Taubnesseln
laßt sie wachsen, es ist das erste Bienenfutter im Jahr,
- dann habt Ihr auch Bienen im Garten -


prachtvolle, frische Vogelmiere 


weiße Taubnesseln blühen schon wieder
- oder immer noch! -


Türkischer Riesenmohn
ich freu mich schon wieder auf die großen knallroten Blüten

Wer beklagt sich hier eigentlich über einen Winter?!
Ja, wo isser denn?

Also bis bald
Eure Petra K.


Winterzeit ist Eintopfzeit

Winterzeit ist Eintopfzeit
mach den großen Topf bereit
Zwiebelchen in Fett gebraten
etwas Speck würd ich dazu noch raten

Schnell mal in den Garten gehen
ob da wohl noch ein paar Möhren stehen?
Klar doch, jede Menge
und in des Beetes grünem Gedränge
sogar noch ein Kohlrabi steht

Ach ja, da ist auch Petersilienwurzel
Was kommt beim Graben denn da noch gepurzelt?
Ein paar Kartoffelchen zart und fein
nun geh ich mit meiner Ausbeute rein

Ich wärm mich am kleinen Ofen auf
mal etwas frieren, das nehm ich in Kauf
Hausschuh und dicke Socken
die schönsten Winterfreuden mir entlocken

Ich muß nicht zur Arbeit
hab meine Ruh
von drinnen seh ich den Gestreßten zu

Ich nehm mein Gemüse und fang an zu schnipseln
manchmal ist´s ein arges Gepipsel
Doch ist´s aus dem Garten
knackig und frisch
und bald steht der Eintopf auf unserm Tisch


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