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Freitag, 28. September 2018

Wilde Ernte - Walnüsse

In diesem Jahr gibt es viele viele Walnüsse und während meiner Streifzüge durch Feld und Flur hab ich von den wild gewachsenen Bäumen ein paar schöne Exemplare gesammelt.

So sehr viele Walnüsse essen wir gar nicht aber ab und zu oder für die Weihnachtsteller und als Herbstdeko sind sie sehr hübsch.


frische Walnüsse zur Trocknung ausgelegt

Geschmacklich sind die gesammelten Walnüsse eine ganz andere Liga als die Gekauften, welche geschwefelt werden. Und genauso schmecken sie auch, nach Schwefel und sonstiger Chemie. 

Die selbst Gesammelten schmecken wie die Walnüsse von früher, wo noch nicht alles irgendwie konserviert wurde oder besser gesagt: Heutzutage muß ja alles konserviert werden, damit es überhaupt verkauft werden darf. 
Früher hat eine Walnuss eben nach Walnuss geschmeckt. Jetzt habe ich diesen herrlichen Geschmack wieder auf der Zunge. Da bücke ich mich doch gerne mal dafür und kostenfrei sind sie noch dazu.

Und weil sie so gut schmecken, hab ich auch Walnusslikör angesetzt. Der braucht aber noch ein paar Wochen. Ich bin schon gespannt, was dabei raus kommt. Mir fallen bestimmt auch noch ein paar andere Verwendungszwecke ein. Mal sehen...

Also bis bald
Eure Petra K.

Nachtrag 13.10.2018:
Der erste Versuch, aus Walnüssen Nußmehl zu machen, ging schon mal daneben. Die frischen Nüsse sind echt zu fettig und lassen sich dadurch in einer "Kaffeemühle" nicht fein zermahlen. Die fettige Masse bleibt am Rand kleben und die groben Nußstücke können dann nicht weiter vermahlen werden, die springen dann nur in der Mühle herum.
Meine in dieser Erkenntnis entstandene Idee, die Nußstücke, mangels Mandelmühle (mit der es wohl funktionieren soll), zwischen zwei Schneidbrettchen zu zermalmen, war auch nicht grade von Erfolg gekrönt, da es immer noch für meine favorisierten Zwecke zu grob war.
Ich hab mal bei meinen Schmalhans-Keksen die Hälfte des Mehls durch fein gehackte Walnüsse ersetzt, in der Hoffnung, so wohlschmeckende Nußkekse zu erhalten. Aber auch das war nur bedingt ein Erfolg, denn die Masse war echt zu fettig, ich mußte zusätzlich Mehl zugeben und trotzdem waren mir die Kekse immer noch zu fettig, wenngleich sie auch sonst ganz gut geschmeckt haben. Da werde ich wohl in der Nußmenge noch etwas experimentieren müssen.
Bis auf Weiteres bleibt da wohl nur der Verzehr als abendliches Naschwerk, um dem Riesenvorrat an Walnüssen Herr zu werden und sie zu verbrauchen, bevor sie ranzig schmecken.
Ich bin trotzdem froh, sie zu haben, da sparen wir uns sonstiges kostenpflichtiges Naschwerk und gesünder sind selbstgesammelte Nüsse sowieso und was gesunde, natürliche Fette von industriell verarbeiteten Fetten unterscheidet, das muß ich bestimmt auch niemandem mehr erklären.
Den Walnußlikör hab ich inzwischen auch abgefiltert. Er schmeckt mir aber gar nicht sonderlich gut. Ich hab ihn noch, wie den Kaffee-Likör, mit Kaffeesahne verfeinert und nun laß ich ihn kühl und dunkel weiter reifen. Mal sehen, ob er in ein paar Monaten besser schmeckt, das ist ja oft so, Likör braucht Zeit. Ich werde berichten...(Update 25.12.18: Inzwischen kann man den Walnußlikör ganz gut trinken, hab alles setzen lassen, ihn abgezogen und das Dicke auf dem Flaschenboden nicht mit genutzt, er ist gut aber ausbaufähig...)
Gut geschmeckt hat mir der Walnußquark. Einfach geknackte, ausgepuhlte und klein gehackte Walnüsse in etwas süßen Quark reinmischen.
Sehr gut geschmeckt haben mir bisher die gebrannten Walnüsse, die haben echt Suchtpotential.

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Samstag, 22. September 2018

Wenn im September die Schneeglöckchen wachsen

Die Natur spielt verrückt - wiedermal! Erst dieser überdimensional heiße und viel zu trockene Sommer, der hier bei uns Mitte Mai mit 30 Grad begann, den ganzen Sommer über kaum geringere Temperaturen und erst gestern mit einem Temperatursturz endete. Ein Schuldiger für die Hitze ist aber wohl schon gefunden - der rückläufige Mars. Na ja, was will man auch von Einem erwarten, der rückwärts läuft  🤦‍♀️  Schau nach vorn und niemals zurück...

Unser Garten, und nicht nur der, scheint das wörtlich genommen zu haben. Hier bricht stückweise der Frühling aus. Während andererorts die Bäume nochmal blühen, wachsen bei uns im Garten die Schneeglöckchen. Hilfe! Ist denn hier alles verrückt geworden?!


Das Grün der Schneeglöckchen sprießt,
und das ist definitiv ein Foto von heute (22.09.2018)

Frühling im September!

Ich sag´s ja: Die ganze Welt steht Kopf

Alte Bauernregeln sagen: "Wenn im Herbst die Bäume blühen, gibt es keinen Winter". Lassen wir uns mal überraschen. Übrigens: Die Ameisenhaufen bestätigen mir dies auch, sie sind sogar teilweise noch kleiner als im letzten Jahr. Da war der Winter, bis auf die kurze Periode mit - 17 Grad Celsius, auch nichts wert. Ob ich denn jemals wieder so richtig schön zum Schneeschippen komme? Mal sehen...

Also bis bald
Eure Petra K.

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Donnerstag, 20. September 2018

Erste Pilzfunde 2018

Unverhofft kommt oft - so heißt es. Für mich hatte es sich bewahrheitet, denn ohne daß es ausgiebig geregnet hätte, nur vor etlichen Tagen mal kurz und nicht sehr intensiv. Aber es muß wohl ausreichend gewesen sein. Trotzdem hatte ich nichts erwartet in Sachen Pilze.

Das Kuriose daran war, daß ich ein YouTube-Video von Snokri gesehen hatte, der herrliche Pilze gefunden hatte. Und als ob es gar nichts anderes gäbe, habe ich zu mir selbst gesagt: "Ich gehe jetzt in die Pilze." Nichts erwartend, wie gesagt. Einfach nur: Jetzt gehts los!

Ihr könnt Euch gar nicht vorstellen, wie freudig überrascht ich war. Ich hab mich bei den Pilzen und beim Universum so sehr bedankt. Und wieder einmal mußte ich erkennen: Gedanken schaffen Materie...


herrliche Rotkappen

Wir haben zwei Tage lang abends übervolle Teller Pilzpfanne gegessen. Es war köstlich. 

Also bis bald
Eure Petra K.

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Freitag, 14. September 2018

Apfelgebäck schnell und einfach selbst gemacht

Es ist Apfelzeit! Endlich gibt es wieder baumgereifte Äpfel, denn die künstlich gereiften aus dem Supermarkt verschmähe ich inzwischen gänzlich, sie schmecken einfach nicht wie die natürlich am Baum Gereiften.

Was kann man nicht alles aus Eva´s "Sündenobst" machen, die Liste ist wohl endlos lang. Ich hab jetzt mal Apfelgebäck gemacht. Einfache Zutaten, die man meist zu Hause hat, schnell zusammengeknetet, kurze Backzeit, fertig ist eine leckere Nascherei.

Das sind die Zutaten für unser Apfelgebäck:

110 g Mehl (405-er)
100 g Äpfel (ohne Kerngehäuse)
3 EL brauner Zucker
50 g  zimmerwarme Butter
1 Ei
1 TL Backpulver
1 Prise Salz
2 Packungen Vanillezucker
1/4 TL gem. Zimt
n.B. etwas gem. Sternanis
etwas Zitronensaft

Den Apfel waschen, Kerngehäuse entfernen, kleinschneiden (ca. 0,5 cm). Die Apfelstückchen in eine Schüssel mit etwas Zitronensaft geben und alles gut vermischen, damit sie schön hell bleiben.
Die trockenen Zutaten vermischen, Butter und Ei zugeben, dann entweder mit dem Rührgerät oder gleich per Hand vermischen. Die Apfelstückchen unterheben.
Mit einem Esslöffel Teigmasse aufnehmen und auf dem mit Backpapier ausgelegten Blech verteilen, dabei nicht zu eng verteilen, da das Gebäck noch etwas aufgeht. Bei Bedarf die kleinen Teighäufchen noch etwas in Form bringen.
Im vorgeheizten Backofen bei 200 Grad für 10-12 Minuten backen. Wenn sie obendrauf etwas Farbe bekommen haben, sind sie perfekt. Das Backblech aus dem Herd nehmen und alles abkühlen lassen.


Apfelgebäck

Lecker!

Durch die Apfelstückchen bleibt das Gebäck schön saftig, hängt aber von der Apfelsorte ab. Ich hab aus dieser Menge 7 Gebäckteilchen heraus bekommen. Wenn man also mehr braucht, mehr Zutaten nehmen. Mir war die Menge grad richtig, um etwas Abwechslung auf den Kaffeetisch zu bringen. Man sollte auch nur die Menge machen, die man gleich verbrauchen kann, denn sonst saften sie noch mehr nach, wenn man sie länger liegen hat. Schmeckt zwar gut, das Gebäck wird dann aber weicher.
Natürlich kann man auch noch eine kleine Glasur aus Puderzucker und evtl. Zitronensaft machen, um sie noch über das Gebäck zu träufeln. Da hatte ich aber keine Lust dazu. Mir schmecken sie auch so sehr gut. Wenig Aufwand und sehr gutes Ergebnis. So muß es sein. Da macht Naschen Spaß...

Also bis bald
Eure Petra K.


Mittwoch, 12. September 2018

Eiszapfentag - Radieschen Brotaufstrich selbst gemacht

Langweilige Radieschen! Das ist immer mein Gedanke, wenn Gärtner voller Stolz einen Bund Radieschen hoch halten. Einfach nicht mein Ding. Mir sind sie zu scharf und etwas Anderes als Radieschensalat hab ich in diversen Kochforen auch noch nicht gefunden. Das kann doch nicht alles gewesen sein. Da muß sich doch noch was andres draus machen lassen, oder?

Daß ich mich überhaupt mit dieser Frage beschäftigt habe, war der Tatsache geschuldet, daß ich nach meiner Kohlrabiernte in meinem Samenfundus noch ein uraltes Samentütchen für Eiszapfen gefunden hatte. Ich meine, daß da wohl als Datum irgendwas von 2012! drauf stand. Also längst über das Verfallsdatum hinausgeschossen. Ich hätte niemals gedacht, daß da was draus werden könnte. Aber wenn ein paar kleine Samenkernleins sooo lange darauf warten, von mir entdeckt zu werden, dann müssen sie ihre Chance bekommen, oder?

Also, dachte ich, rein ins Beet, komme, was da wolle oder auch nicht. Und es kam! Zuhauff!
Jetzt mußte ich sie ernten, denn sie fingen schon an zu blühen. Höchste Zeit also, damit sie nicht holzig werden. Doch was macht man mit Radieschen, wenn man sie eigentlich gar nicht mag? Zeit für ein Küchenexperiment. Und was ist dabei herausgekommen?

Ein 
Eiszapfen-Brotaufstrich
vorerst!


Das sind die Zutaten für unseren Eiszapfen/Radieschen-Brotaufstrich:

250 g Eiszapfen/Radieschen
250 ml Wasser
1 TL Brühpulver (Gemüsebrühe)
1 Prise Himalaya-Salz
1/4 TL Kurkuma
1/4 TL Curry
1 Prise gem. schwarzer Pfeffer
1 Prise Rosenpaprika (scharf)
1 Prise edelsüßer Paprika
n.B. Öl (ich hatte Sonnenblumenöl)

Die Eiszapfen/Radieschen waschen, ggf. etwas mit dem Messer abreiben, klein schneiden, mit Wasser aufgießen, Brühpulver und sonstige Gewürze zugeben, zum Kochen bringen und ca. 10-15 Minuten bei mittlerer Hitze ohne Deckel gar köcheln. Wenn das Wasser fast verkocht ist, pürrieren. Noch mal nach persönlichem Gusto abschmecken, ggf. noch etwas nachköcheln lassen, wenn es nach dem Pürrieren noch zu flüssig sein sollte. Das Öl unterrühren. Den Brotaufstrich im Kühlschrank noch ein paar Stunden durchziehen lassen. Fertig!


Eiszapfen/Radieschen 


Eiszapfen/Radieschen Brotaufstrich mit indisch gewürzter Note,
schmeckt richtig gut 


ein paar Pflanzen lasse ich zur Samenzucht blühen.
Sehen sie nicht wunderschön aus?

Wenn ich gewußt hätte, daß das so gut, und vor allem so einfach ist, hätte ich bestimmt schon viel eher das langweilige Radieschen als Küchenzutat angebaut und verarbeitet. Aber lieber spät als nie!

Ich könnte mir auch vorstellen, daß Radieschenpürree als Beilage z.Bsp. zur gebratenen Leber ganz gut schmeckt. Vielleicht halbe halbe mit Kartoffelpürree. Das muß ich aber erst noch ausprobieren aber der Gedanke steht!

Preislich sind Radieschen in einem Brotaufstrich natürlich Peanuts im Gegensatz zu Wurst oder Käse. UND: Dieser Brotaufstrich ist sogar vegan, für den, der Wert drauf legt. Für mich steht das nicht so sehr im Fokus aber es ist gesund und es schmeckt. Damit bin ich schon zufrieden. Der größte Vorteil von Radieschen ist, daß der Anbau schnell, unkompliziert und wohl auch absolut gelingsicher ist. 

Und was macht man aus dem Radieschen-Blätterwald? Natürlich grüne Chips!

Radieschenblätter waschen, auf ein Backblech legen,
ggf. die Stiele entfernen, wer soviel Ballaststoffe nicht mag,
von beiden Seiten mit Öl bepinseln, etwas Salz und Chilli drüber 


bei 200 Grad für ca. 5 Minuten im Backofen brutzeln lassen

Fertig sind gesunde Chips für den Fernsehabend

PS: Als Versuch hab ich auch ein paar Streifen Eiszapfen zum Fermentieren angesetzt. Die brauchen aber noch ca. 1 Woche. Mal sehen, wie das schmeckt. Ich werde dann hier berichten.
Update 19.09.2018: Die fermentierten Eiszapfen sind nun fertig und sie schmecken ganz hervorragend!


fermentierte Eiszapfen mit Kümmel und Thymian

Nix mehr mit langweilige Radieschen!


Also bis bald
Eure Petra K.

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Sonntag, 9. September 2018

Wildbeerensaft selbst gemacht

In letzter Zeit wurde lt. meiner Blogstatistik der Beitrag zum Kornelkirschensaft sehr oft aufgerufen. Das sagte mir, daß jetzt wohl die Kornelkirschen reif sind und die Leute nach Verarbeitungsvarianten suchen.

Da wir so einen derart heißen und trockenen Sommer hatten, wäre ich nie auf die Idee gekommen, daß hier bei uns überhaupt was an Wildobst gewachsen ist aber ich wollte es ganz genau wissen. Also bin ich mal losgewandert, eine kleine Schüssel in der Hand, für den Fall, daß ich vielleicht doch etwas finde.

Na ja, die Kornelkirschen waren zum größten Teil direkt am Strauch vertrocknet aber ein paar konnte ich noch ernten. Gleich daneben standen ein paar Schlehensträucher und welch ein Glück, die Vögelchen hatten sie noch nicht entdeckt. Das war nämlich der Grund, warum ich hier noch nie etwas aus Schlehen Gemachtes veröffentlicht habe. Sie waren immer schon von den Vögelchen vernascht, wenn ich dachte, daß sie nun reif sein könnten. In diesem Jahr bin ich ihnen zuvor gekommen. Nix da mit erstmal Frost brauchen, damit sie schmecken, die waren perfekt, bestimmt wegen dem optimalen Reife-Wetter dieses Jahr. Ich hab sie extra gleich vor Ort gekostet. Sie schmecken so ähnlich wie Pflaumen aber viel urtümlicher.

Ehrlich gesagt, hatte ich beim Pflücken ein richtig schlechtes Gewissen. Es gibt hier so gut wie nichts mehr, womit die Tiere satt werden könnten, ich darf gar nicht dran denken, wie die unter diesen Voraussetzungen den Winter überleben wollen. Ich befürchte, daß sie zu Tausenden sterben werden, weil sie keinen "Speck" ansetzen konnten. Und nun komme auch ich noch und nehme ihnen ein paar Früchte weg. Ich hoffe, sie verzeihen mir das und deshalb hab ich auch nur ganz wenig von allem mitgenommen. Auch die Sanddornsträucher sehen in diesem Jahr sehr "übersichtlich" aus. Gar nicht viele Beeren dran. Es ist ein Jammer. Deshalb, und auch weil sie sich gar so schwermütig pflücken lassen, hab ich auch vom Sanddorn nur ganz wenige Beeren abgemacht. Das war meine Ausbeute:


Wildbeeren für Saft
Kornelkirschen, Schlehen und Sanddorn

Eigentlich dachte ich, daß es sich gar nicht lohnt, einen Beitrag darüber zu machen, so wenig war es. Ich hab einfach so viel Wasser über die Beeren gegossen, daß sie reichlich bedeckt waren, eine Zimtstange mit rein und für ca. 60 Minuten leicht köcheln lassen, daß nur ja nicht zu viel verdampft. Dann auskühlen lassen, ca. 12 Stunden durchziehen lassen, wie ich eben immer meinen Saftansatz mache. Dann durch ein Tuch abgefiltert, noch kräftig ausgedrückt, damit alles raus kommt, was ich kriegen konnte und mit Zucker, 5 Packungen Vanillezucker, 1 TL gem. Sternanis, 1 TL gem. Zimt und jeweils eine Prise gemahlene Gewürznelken und gem. Kardamom vermischt. Leider hab ich den Zucker nicht abgewogen, nur einfach immer so viel zugegeben bis es mir geschmeckt hat. Wie gesagt, ich wollte keinen Beitrag drüber machen. Dann nur noch mal kurz aufkochen lassen, in eine sterilisierte Flasche gegeben und auskühlen lassen. 

Es war auch nur ein Liter dabei raus gekommen. Aber dieser Liter hat mir soooo fantastisch geschmeckt. Es ist für mich der wohl leckerste Wildobstsaft der Welt. Ich hatte erwartet, daß er recht herb ist, wie das beim Mahoniensaft in etwa ist. Aber das war nicht der Fall, nur ganz leicht herb, durch den Vanillezucker und den sonstigen Gewürzen sehr harmonisch und absolut süffig. Ich muß mich richtig zurückhalten, daß ich die Flasche nicht auf EX austrinke. Gigantisch! Das ist der pure Urgeschmack. Und man kann sich sicher sein: Sowas kriegt man in keinem Laden der Welt. Ich kann nur hoffen, daß im nächsten Jahr mehr für mich zu holen ist, denn das ist Saft der allerersten Wahl! Er ist mir so heilig, daß ich ihn sogar halbe halbe mit Wasser mische, damit ich mehr davon habe. Ihr merkt schon, ich komme richtig ins Schwärmen. Und so sieht er aus:


Wildbeerensaft
aus Kornelkirschen, Schlehen und Sanddornbeeren

Der wohl beste Saft der Welt

Prost!

Wie gut müßte da eigentlich Likör davon schmecken? Das wäre ja auch mal eine tolle Nummer, oder? Aber leider, es hat nur für eine Flasche Saft gereicht. Nicht traurig sein, Petra, der Saft ist einzigartig. Und wißt Ihr, warum ich diesen Beitrag doch noch gemacht habe? Ich möchte Euch dazu inspirieren, hinaus zu gehen in die Natur, Euch darüber Gedanken zu machen, was Ihr aus ihren Früchten alles so zaubern könntet, ja, ihre Gaben überhaupt erstmal wieder sehen und schätzen zu lernen. 

Ihr werdet bestimmt genauso überrascht sein wie ich.

Also bis bald
Eure Petra K.



Freitag, 7. September 2018

Freie Stelle in der Vollstreckung - WidZs 07.09.2018

Meine Rubrik WidZs - Was in der Zeitung steht - hat mal wieder etwas Wundersames gefunden. Man könnte es auch, wenn man der deutschen Rechtschreibung nicht so mächtig ist, als Witz betiteln aber wir sind ja anständig und nehmen es so, wie es da steht, an. Als ein Stellenangebot.



So weit so gut. 

Beim Lesen fiel mir jedoch das in Klammern Gesetzte auf - (m/w/d) - was bedeutet denn das > d < ?

Mein Mann wußte das natürlich. Es bedeutet neben den rechtlichen Vorgaben der Gleichberechtigung von männlich und weiblich nun auch die Vorgabe zur Gleichberechtigung von divers. Was sind denn Diverse? Ich gebe es zu, daß ich an dieser Stelle mindestens leicht schmunzeln mußte ob der neuen Gendermasche.

Aber alles politisch korrekt, kein Problem, hat halt jeder sein Päckchen zu tragen heutzutage.
NIX DA! Mein Mann wußte es besser. Das "Problem" der Diversen gibt es schon seit langer Zeit, nämlich schon mindestens seit der Zeit des Preußischen Landrechtes (1794), was übrigens heute immer noch gültiges Landrecht ist und auch zeitweise bei Rechtsprechungen herangezogen wird und im Übrigen auch erklärt, warum bei Gerichtsprozessen immer > in Sachen... < geschrieben steht (Nanu? Nix mit BRD-Recht, warum Preußisches Landrecht?). Dort drin steht u.a., wie z.Bsp. Zwitter rechtlich zu behandeln sind (siehe Allgemeines Landrecht für die Preußischen Staaten - Erster Theil § 19 ff).

Ich hatte mir überlegt, ob ich mich da nicht vielleicht bewerben sollte. Eine Arbeit in der Stadtverwaltung, wo man recht ordentlich verdient und mal ausnahmsweise ein Stellenangebot, was nichts mit Migration zu tun hat, was für eine Seltenheit heutzutage.

Aber NEIN! Das geht ja gar nicht. Ich bin zwar nicht divers ABER: Ich wäre ja als Vollstrecker mein bester Kunde...  🤣  Das wäre dann ja doch keine so gute Idee, oder?

Wenn wir schon mal beim lauthals Lachen sind: Ein ham´mer noch: "Steffen Königer zum Genderwahnsinn". Soll keiner sagen, daß die Diversen eine zu unterschätzende Minderheit wären...

https://www.youtube.com/watch?v=HMzzuJ08PwM


Also bis bald
Eure Petra K.
Mit einer Zeitung,
die ausschließlich politisch Vorgeschriebenes bekömmlich aufbereitet,
lässt sich der Ofen auch gut heizen
(Stefan Rogel (1965), Autor, Herausgeber und Kolumnist)

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Dienstag, 4. September 2018

Möhren-Apfel-Salat mit Rosinen

Oh ja, da kommen Kindheitserinnerungen auf. Möhren-Apfel-Salat mit Rosinen, mein Gott, ich hätte es bergeweise verdrücken können, so lecker war das immer. Und doch hatte ich es regelrecht vergessen. Erst heute, als vom Bohneneintopf, wo ich auch gern ein paar Möhren mit rein schnipsle, noch zwei große Möhren übrig waren, hab ich wieder dran gedacht. Weggeschmissen wird ja bei uns nichts, also hab ich nach Ideen zur Verarbeitung von einer kleinen Menge Möhren gesucht. Jetzt bin ich regelrecht glücklich, daß mir die Idee zum Möhren-Apfel-Salat gekommen ist, denn dieser ist absolut köstlich.

Das sind unsere Zutaten:

300 g Möhren
150 g Äpfel
1 EL Rosinen/Sultaninen
1 EL Zucker
4 EL Zitronensaft
1 Prise Himalaya-Salz
1 EL Öl (ich hatte neutrales Sonnenblumenöl)
ca. 1/2 Fl. Orangenaroma (optional)

Die Möhren schälen, die Äpfel waschen, vierteln und Kerngehäuse entfernen.
Möhren und Äpfel grob reiben, Rosinen, Zucker, Zitronensaft und Salz zugeben, umrühren, das Öl unterrühren. Noch ein paar Stunden im Kühlschrank durchziehen lassen, fertig!


Möhren-Apfel-Salat mit Rosinen

Lecker und sooo gesund!

Diesen Salat wird es heute bei mir zum Abendessen geben und für morgen reicht es bestimmt auch noch. Da lasse ich jede Wurst oder Käse aber sowas von stehen. Ich freu mich schon drauf. 
So schnell und einfach zubereitet, das kann jeder. Die Zutaten hat man größtenteils im Garten und selbst derjenige, der keinen Garten hat, bekommt das spottbillig im Laden. In diesem Jahr ist auch so Mancher froh, wenn er die Apfelflut aus seinem Garten verschenken kann. Macht was draus!

Übrigens: Das Orangenaroma findet Ihr im Supermarkt bei den Backzutaten. Natürlich kann man auch frische Orangen mit rein schneiden, hatte ich aber nicht da, da mußte mal das Aromaöl herhalten, was ich noch vom Backen übrig hatte, mußte auch mal weg und Orangengeschmack paßt in diesen Salat wirklich sehr gut hinein. 

Also bis bald
Eure Petra K.

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